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Havanna in 3 Tagen

Die kubanische Hauptstadt Havanna sprüht vor Lebensfreude und Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Kubaurlaub unbedingt gesehen haben sollte. Die herrliche Altstadt mit ihrem kolonialen Erbe ist dabei genauso sehenswert wie die drei Häfen sowie die zahlreichen Bars und Nachtclubs der Stadt. Genießer sollten sich dabei eine echte Havanna-Zigarre und die leckeren Drinks nicht entgehen lassen. Reisen Sie in eine andere Welt, die in der Vergangenheit stehen geblieben scheint und entdecken Sie das kubanische Lebensgefühl. Hier erfahren Sie, was Sie bei einem Kurzurlaub in Havanna nicht verpassen sollten.

Havanna @iStockphoto/peeterv

Havanna @iStockphoto/peeterv

Entdecken Sie das koloniale Erbe Havannas

Zum Pflichtprogramm einer jeden Reise nach Havanna gehört der Besuch der wunderschönen Altstadt. Per Pferdekutsche, Bus oder zu Fuß können Sie im kolonialen Alt-Havanna die Faszination der kolonialen Architektur entdecken und auf Zeitreise gehen. Bereits 1982 wurde

La Habana Vieja

zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und der Restaurierungsprozess, der zwei Jahrzehnte zuvor durch die Revolution begonnen hatte, weitergeführt. Dabei wurden einige der schönsten Bauwerke zu Museen umgestaltet. Darüber hinaus sind aber auch zahlreiche Paläste, Schlösser, Kirchen, Revolutionsdenkmäler und Märkte zu besichtigen. Kulturliebhaber kommen hier also bestimmt nicht zu kurz, auch wenn viele Wohnhäuser nach wie vor dringend renovierungsbedürftig sind.

Bei seinem Stadtrundgang durch das alte Havanna sollte man den

Plaza de la Catedral

nicht verpassen, denn er gehört zu den schönsten Plätzen der Stadt. Vor allem an den Wochenenden ist der Kathedralplatz voll mit schönen Kunsthandwerksständen, in denen man kleine Schätze erwerben kann. Geprägt wird das Bild des Platzes natürlich von den imposanten, unterschiedlich hohen Türmen der

Catedral de San Christóbal de La Habana

. Ganz in der Nähe findet man aber auch das

Castillo de la Real Fuerza

. Die Spitze des Westturms dieser ältesten noch erhaltenen kolonialen Festung in der Neuen Welt ziert eine Bronzefigur aus dem Jahre 1632. Ein weiterer Touristenmagnet der Altstadt ist der majestätische

Palacio de los Capitanes Generales

mit seiner bewegten Geschichte. Das heute als Stadtmuseum genutzte Bauwerk zählt zu den imposantesten Kubas und diente einst als Sitz der spanischen Gouverneure und später als der des US-amerikanischen Militärgouverneurs sowie als Präsidentenpalast und als Rathaus. Auf dem davor liegenden

Plaza de Armas

finden an den Wochenenden unter dem Schatten der Königspalmen große Märkte für gebrauchte Bücher statt. Vom Platz aus kann man auch die

Calle Obispo

, in der schon Hemingway schon gerne schlenderte, weitergehen und in einem der Cafés ausruhen. In der einstigen Prachtstraße

Prado

, die im 19. Jahrhundert als Tummelplatz der besseren Gesellschaft diente, kann man heute neben liebevoll restaurierten Hotels zahlreiche vom Zerfall bedrohte Apartmenthäuser antreffen.

Auf den Spuren der Revolution

Während der Stadtteil

Vedado

vor der Revolution ein Anziehungspunkt für US-Touristen war, in dem Mafiagrößen wie Meyer Lanski und Lucky Luciano das große Geld mit billigem Sex, bunten Kasinos und Alkohol machten, wurde es danach das Hauptquartier Fidel Castros. Er bereitete 1959 dem fragwürdigen Treiben damit ein jähes Ende. Heute ist das Viertel eines der lebendigsten und geschäftigsten Havannas und bietet tags- und nachtsüber interessante Sehenswürdigkeiten.

Symbol für die Revolution ist der große, gespenstisch leere

Plaza de la Revolución

, auf dem das 142 m hohe

Denkmal José Marti

steht. Hier werden die Massenkundgebungen der Kommunisten und wichtige Ansprachen auf dem Podium zu Fuße des Denkmals gehalten. Etwas nördlich von hier findet man den äußerst beliebten Eissalon

Coppelia

, den viele aus dem Film „Erdbeer und Schokolade“ kennen.

Weniger bunt geht es auf dem

Cementerio Cristóbal de Colón

, dem bedeutendsten Friedhof Havannas, zu. Hier findet man dafür einige der schönsten Grabstättenarchitekturen Lateinamerikas. Unter den etwa 800.000 begrabenen Menschen befinden sich auch Märtyrer der Revolution und Führer der Unabhängigkeitsbewegung.

Kubanische Klänge bei Nacht

Wer das wunderbare Nachtleben Havannas erleben will, kann in Alt-Havanna und im Stadtteil Vedado zahlreiche Clubs, Cabarets und Bars entdecken. Schon Hemingway schätzte die Atmosphäre der berühmtesten Bar Havannas, die

La Bodeguita del Medio

in der Nähe der Plaza de la Catedral. Später verewigten sich hier auch Fidel Castro, Salvador Allende, Harry Belafonte und Nat King Cole mit Autogrammen an den Wänden der Bar. Ebenfalls sehr von Hemingway geschätzt war das

El Floridita

, in dem in den 20er Jahren der köstliche Frozen Daiquiri erfunden wurde.

Eine Show im besten und größten Nachtclub Havannas sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Im

Tropicana

werden seit 1939 allabendlich tolle Open-Air-Tanzshows in einem herrlichen Gartenambiente geboten. Mehr als 150 Tänzerinnen und ein Live-Orchester verführen Sie bei kubanischer Musik und begleiten Sie bei der nostalgischen Reise durch die Welt des Mambos, Boleros und des Cha-Cha-Cha. Eine der beliebtesten Shows ist dabei der groteske „Tanz der Kronleuchter“. Eine Gruppe von Tänzerinnen erscheint hier mit grellen Lampen auf dem Kopf und bietet eine spektakuläre Show.

Geschichten von Havannas und Likören

Ein Besuch Havannas wäre nicht komplett, wenn Sie nicht eine der traditionsreichen

Zigarrenfabriken

besuchen wurden. Schließlich dürfen nur die in der Stadt selbst gedrehten Zigarren

Havannas

genannt werden. Eine der ältesten Zigarrenfabriken Stadt findet man in Zentral Havanna auf der Westseite des Kapitols. Hier rollen etwa 400 Beschäftigte Zigarren per Hand und man kann interessante Führungen durch das Werk machen. Machen sie doch anschließend einen Spaziergang entlang der Uferpromenade

Malecón

und genießen Sie eine echte Havanna-Zigarre.

Mehr über den Tabak und seinen Anbau kann man auf der „

Tabakroute

„, die in Richtung Piñar del Rio führt erfahren. Im herrlichen

Mogote Tal

kann man auch einen Veguero, also einen Tabak-Bauern, besuchen und dabei eine kleine Einführung in die „Tabak-Kunde“ bekommen. Die Tour durch das nahe Havanna gelegene Tal bietet mit seinen bizarren Kegelfelsen und den malerischen Dörfern zudem einzigartigen Panoramen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Neben der Produktion von Zigarren ist Havanna berühmt für seine Spirituosen. So wird hier unter anderem der weltbekannte Rum „

Havana Club

“ hergestellt. Zahlreiche Likörfabriken kann man in oder um Havanna besichtigen oder einfach die tollen Cocktails, die aus ihnen gemischt werden genießen. Cuba Libre und Frozen Daiquiri gehören dabei zu einigen der beliebtesten Drinks, die die heißen Nächte auf Kuba begleiten.

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