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Grand Canyon

Amerikas bekanntester Nationalpark – der Grand Canyon – ist ein wahrhaftiges Naturwunder. Auf einer Fläche von fast 5000 Quadratkilometern lässt sich bewundern, mit welcher immensen Kraft sich der Fluss Colorado durch das Gestein gegraben hat. Der Westrand des Grand Canyons ist ca. 240 km von Las Vegas entfernt, es lohnt sich jedoch die etwa sechsstündige Fahrt zum 446 km entfernten South Rim auf sich zu nehmen, um die bestmöglichsten Eindrücke des Grand Canyons zu bekommen. Zwischen North und South Rim liegt der Grand Canyon West, der durch den neu entstandenen Skywalk ein zusätzlicher Besuchermagnet wird.

Grand Canyon

Grand Canyon @iStockphoto/ronnybas

Zu Arizona gehörig erstreckt sich der Grand Canyon auf einer Länge von 450 km und ist zwischen 6 und 30 km breit. An den tiefsten Stellen beträgt der Höhenunterschied zwischen dem Colorado-Fluss und der Hochebene mehr als 1500 Meter. Die Entstehung dieses Naturwunders begann vor 65 Millionen Jahren, als durch Plattenverschiebungen das 2000 Meter hohe Colorado-Plateau entstand und dem Fluss zunächst den Weg versperrte. Da das Gestein aber nicht sehr hart war und zudem zahlreiche Bruchstellen aufwies, konnte der Colorado-River sich mit seiner enormen Kraft hindurcharbeiten. Die verschiedenen Gesteinsschichten des Canyons, die einen geologischen Querschnitt über die Erdgeschichte liefern, sind durch ihre verschiedenen Färbungen besonders im Licht der untergehenden Sonne atemberaubend.

Die ersten Menschen kamen vor 4000 Jahren zur Jagd zum Grand Canyon, wobei das Gebiet seit jeher nur sehr gering besiedelt ist. Hopi- und Hualapai-Indianer leben heute noch im Canyon-Gebit. Für die Weißen war der Grand Canyon durch seine Unwegsamkeit lange Zeit uninteressant, doch dem Canyon-Liebhaber Präsident Roosevelt ist es zu verdanken, dass das Gebiet seit 1919 als Nationalpark geschützt wird. Das Klima des Grand Canyons kennt verschiedene Extreme. Der Winter kann teilweise sehr kalt sein und es kann zu Schneefällen kommen. Frühjahr und Herbst sind milde, können aber plötzliche Wetterwechsel mit sich bringen. Auch der Sommer ist im South Rim mit ca. 20 bis 30 °C recht angenehm, im Inner Canyon können jedoch Extremtemperaturen bis 50°C entstehen.

Der Nationalpark wird in drei Teile unterteilt – den Nordrand (North Rim), den Inner Canyon sowie den Südrand (South Rim). Der letztere ist der für Besucher attraktivste Teil, da er die beeindruckendste Aussicht sowie die besten Wege bietet und zudem ganzjährig geöffnet ist. Der Eintritt kostet 12$ pro Person, für Fahrzeuge zahlt man 25$. Mit dem eigenen Auto oder dem kostenlosen Shuttlebus kann man den Desert View Drive entlangfahren, eine Panoramastraße, die an den schönsten Aussichtspunkten vorbei führt.

Für jene, die sich vor langen Strecken nicht scheuen sind Fahrrad- und Wandertouren möglich. Fahrräder müssen jedoch mitgebracht werden. Bei Wanderern ist insbesondere der Bright Angel Trail, ein 15km langer Wanderweg, der traumhafte Ausblicke ermöglicht. Aber auch viele andere Stellen des Parks sind für Wanderer interessant. Einen Abstieg hinab zum Colorado-River sollte man nur in Begleitung erfahrener Führer oder als geübter Bergsteiger wagen, da diese durchaus gefährlich sein können. Darüber hinaus sollte man aus den Ab- und Aufstieg besser auf zwei Tage verteilen und die Nacht z.B. auf der Phantom Ranch (früh reservieren) verbringen. Um die unendlichen Weiten des Canyons überblicken zu können werden Flüge mit Kleinflugzeugen und Hubschraubern angeboten, die vom Flughafen starten, der einige Kilometer südlich des Besucherzentrums liegt. Weniger teuer, aber ebenfalls sehr beliebt sind Reittouren auf Mauleseln durch den Canyon.

Für Abenteuerlustige sind die Rafting Trips ein besonderes Highlight. Der Park bietet Touren verschiedener Dauer (1-18 Tage) an. Bei diesem Erlebnis kann man die auch heute noch enormen Kräfte des Colorado Rivers kennenlernen. Wer die Weiten des Grand Canyon nicht nur bei einem Kurztrip bewundern, sondern auch besser kennenlernen will, für den bieten sich verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Innerhalb des Nationalparks gibt es mehrere Campingsplätze, wer dort eine Übernachtung plant, sollte sich jedoch frühzeitig um eine Genehmigung vom Ranger bemühen. Mit dieser und anderen Maßnahmen wird die Natur des Parks geschützt. Im Grand Canyon Village, dem touristischen Zentrum des South Rims, befinden sich einige Hotels und Lodges, die man teils schon Monate im Voraus buchen muss. Hier befinden zudem einige Geschäfte und Restaurants.

1,6 km vom Eingang des Besucherzentrums entfernt liegt das Dorf Tusayan, indem sich ebenfalls einige Hotels und Geschäfte befinden. Unbedingt sehenswert ist die neueste Attraktion im Grand Canyon West, die am 20.03.2007 eingeweiht wurde und deren Kosten sich auf 30 Millionen Dollar beliefen – der ‚Skywalk‘. Dieses Highlight befindet sich im Hualapai-Indianerreservat im Grand Canyon West. Auf gläsernem Boden und durch eine Glas-Brüstung geschützt, kann man sich nun 25 Meter über den Rand des Canyons hinweg wagen und fast 1300 Meter in die Tiefe schauen. Für die sehr arm lebenden Indianer stellt der Skywalk die Hoffnung auf wirtschaftliche Besserung dar. Auch das Dorf der Indianer, in dem man einen Einblick in ihre Kultur erhalten kann, ist sehenswert. Für Touren innerhalb des Grand Canyons ist noch Folgendes zu beachten: Man sollte immer ausreichend Wasser und Proviant mit sich führen, da es auch für Wasser nur wenige Auffüllmöglichkeiten im Gelände gibt. Der Benzintank sollte ebenfalls immer frühzeitig gefüllt werden, da die Entfernungen der Tankstellen sehr groß sein können. Schließlich sollte man sich gut über das Gelände informieren, um Gefahren zu entgehen.

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