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Neon Museum in Las Vegas

Das Neon Museum in der US-amerikanischen Stadt Las Vegas ist eine Non-Profit-Organisation, welche auf einer Fläche von knapp 2.5 ha die Reklamen von alten Kasinos und Geschäften der Stadt ausstellt. Es nimmt sich damit der charakteristischen Las Vegas Kunstform an, welche zum internationalen Markenzeichen für die Stadt in der Wüste geworden ist. Die alte Leuchtreklame war lange Zeit nahezu achtlos im sogenannten Neon-Friedhof für Leuchtwerbung gelagert worden. Sie wird jetzt nach und nach von der Museumsgesellschaft hervorgeholt und unter anderem in der 425 Fremont Street zur Schau gestellt.

Ein junges Museum mit alten Relikten

Die Geschichte des Neon Museums in Las Vegas reicht nicht lange in die Vergangenheit. Im Jahr 1996 wurde es im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem Allied Arts Council of Southern Nevada und der Stadt Las Vegas gegründet. Es präsentiert sich als unabhängige Non-Profit-Organisation. Das Neon Museum stellt restaurierte Beschilderungen entlang der Fremont Street aus und erweist einer beachtlichen Sammlung an nostalgischen Relikten auf dem sogenannten Neon-Friedhof der Leuchtreklame die letzte Ehre. Als im November 1996 das Museum eröffnet worden ist, war der charismatische Hacienda Horse & Rider Prachtstück der beachtlichen Sammlung an Leuchtreklamen. Heute lassen sich diverse farbenfrohe und originelle Werbestücke im Neon Museum bestaunen, welches die Sammlung Neon Boneyard, Freemont Street Gallery, La Concha und das Neon Signs Project umfasst. Einige der Leuchtreklamen können auf der Fremont Street entdeckt werden. Weitere Relikte sind auf dem Las Vegas Boulevard zu entdecken. Darunter finden sich unter anderem ausgemusterte Markenzeichen von berühmten Hotels wie Caesars Palace, Silver Slipper oder Golden Nugget. Selbstverständlich dürfen auch die kitschigen Herzen einstiger Hochzeitskappelen und kurios blinkenden Enten nicht fehlen.

Sie überlebten die Neon-Ära

Viele der Schilder konnten die Neon-Ära überleben, da sie nicht gekauft worden sind. Aufgrund eines Leasingvertrages verblieben sie ihm Besitz der Hersteller. Eines der bekanntesten Unternehmen für Neon-Reklame in Nevada ist YESCO. Seit dem Jahr 1945 fabriziert die Firma Leuchtanzeigen in allen denkbaren Farben und Formen. Ihre strahlenden Schätze aus den verstaubten Lagerhallen hat sie nun dem Neon Museum überlassen. Auch andere Produzenten von diesen Werbemitteln schlossen sich diesem leuchtenden Beispiel an. Die meisten Ausstellungsstücke dieser skurrilen Ahnengalerie wurden in den 1950er Jahren und 1960er Jahren hergestellt. Zu jener Zeit gab es in Las Vegas einen ausufernden Wettstreit im Bereich Neon-Reklame. Kasino- und Hotelbesitzer suchten ihre Werbung nach den Kriterien greller, größer und grotesker aus. In der Stadt der Millionen Lichter ist das Erwecken von Aufmerksamkeit um jeden Preis jedoch noch immer eine Maxime.

Neon Museum in Las Vegas

Neon Museum in Las Vegas ©iStockphoto/Solange Zangiacomo

Sanfte Ruhe auf dem Neon-Friedhof

Ein Großteil der Ausstellungsobjekte des Neon Museums ruhen auf dem Neon Boneyard bzw. Neon-Friedhof. Ein Teil der Stücke ist inzwischen restauriert worden und erscheint im neuen Glanz in Downtown Las Vegas. Dazu gehören der bekannte Cowboy des Hotels Hacienda sowie die Wunderlampe Aladdins. Letztere schien als Riese aus Aluminium von dem gleichnamigen Kasino, bis dieses im Jahr 1998 gesprengt worden ist. Für einen Besuch des bunten Friedhofes ist eine Voranmeldung notwendig. Da die Besichtigungen meist zügig ausgebucht sind, sollte die Anmeldung mit einer gewissen Vorlauffrist erfolgen. Es scheint, als haben selbst die angestaubten Leuchtbilder nicht an Anziehungskraft verloren.h2

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