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New York City

New York ist ein Mythos, New York ist keine gewöhnliche Stadt. New York ist Melting Pot, Koloss und Mega-City zugleich. New York scheinen wir bestens zu kennen, obwohl wir noch nie dort gewesen sind. Soviel war über die Stadt am Hudson River zu lesen und soviel konnte man von ihr vor allem sehen, auf unzähligen Fotos und in vielen Filmen. Ihr ganz eigenes New York haben viele Menschen als eine Galerie collagierter Bilderschnipsel im Kopf.

Die in vielerlei Hinsicht „größte Stadt der Welt“ fordert heraus und polarisiert. Das Tempo in dieser Stadt ist keine Kleinigkeit. Davon zeugen die Wolkenkratzer, die sich aneinander reihen und noch Raum für Schluchten lassen, in denen der Verkehr pulsiert. Die Hochhäuser von Manhattan bilden die Skyline von New York – die beleuchteten Fenster sind tausende und abertausende kleiner Lichtpunkte am nächtlichen Himmel.

Mehr als zwölf Stockwerke hoch sind ungefähr 5.500 Häuser in New York City. Herausragende Zeugnisse einer nach Höhe strebenden Architektur. Hoch hinaus hat es auch die New Yorker Stadtverwaltung gezogen. Sie sitzt heute in den 34 Stockwerken eines 177 Meter hohen Verwaltungsgebäudes aus dem Jahre 1918, damals das größte der Welt.
Seit dem 11. September 2001 ist das 381 Meter hohe Empire State Building aus dem Jahre 1931 wieder der höchste Wolkenkratzer New Yorks. New York ist die Stadt, die niemals schläft. Mehr als 400 Theater laden ein, am Broadway schlug die Geburtsstunde des modernen Musiktheaters. Die Theater konkurrieren mit über 500 Galerien und rund 150 Museen, darunter das Guggenheim Museum und The Metropolitan Museum Of Art, zwei Tempel der modernen Kunst. Die Zahl der Restaurants in der Stadt wird auf 25.000 geschätzt. Es gibt nichts, was man in New York nicht essen kann.

Diese Stadt ist aus kleinsten Anfängen heraus groß geworden. Am Anfang, 1524, setzten Europäer ihren Fuß auf die Halbinsel Manhattan. Gut 100 Jahre später wurde sie den eingeborenen Indianern für nicht mehr als 60 Gulden abgekauft und weißes Siedlungsgebiet. Das New York, wie wir es heute kennen, ist erst 1898 gegründet worden. In diesem Jahr vereinigten sich die fünf Städte Manhattan, Brooklyn, Queens, Staten Island und The Bronx zur damals zweitgrößten Stadt der Welt.

New York City

New York City ©TK

Mit der Brooklyn Bridge bekam New York ein weiteres Wahrzeichen. Wie kein anderes Bauwerk der Stadt symbolisiert es bis heute Kraft, Fortschritt und Modernität. John A. Roebling, ein Einwanderer aus Deutschland, erfand diese genial konzipierte Stahlhängebrücke. Nach insgesamt 14 Jahren Bauzeit ging die Schönheit mit den markanten neugotischen Doppelbögen 1883 ans Netz. Technisch bewältigt diese Brücke bis heute spielend einen stetig steigenden Verkehrsstrom. Sie überspannt den East River, verbindet die Stadteile Manhattan und Brooklyn miteinander.

Auch der spätere Ingenieur der Brooklyn Bridge muss New York wohl aus der Perspektive eines Auswanderschiffes erfahren haben. Seit 1886 begrüßt die Freiheitsstatue mit ihrer Fackel alle Ankömmlinge per Schiff. Die 46,5 Meter hohe und begehbare Freiheitsstatue steht auf einem fast ebenso hohen Steinsockel. Dieses Symbol der Freiheit war ein Geschenk der Franzosen an das amerikanische Volk.

Ellis Island, die Insel im Mündungsgebebiet des Hudson, war Sitz der amerikanischen Einreisebehörde. Allein zwischen 1892 und 1954 sind hier rund 12 Millionen Einwanderer aus aller Welt abgefertigt worden. Seit 1990 ist die Insel ein Geschichtsmuseum der ganz besonderen Art. Vielleicht auch das wichtigste in New York City. Das unscheinbare Ellis Island hat nicht nur die Stadt, sondern auch das Land groß werden lassen.

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