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New York Stock Exchange

Die New York Stock Exchange ist die größte und bedeutendste Börse der Welt. Sie befindet sich im Süden Manhattans, an der Wall Street. Aus diesem Grund wird sie auch oftmals schlicht als “Wall Street” bezeichnet. Die Wertpapierbörse gilt als Herz des New Yorker Financial District, wo alle führenden Investmenthäuser und Weltbanken ihren Sitz haben. Geleitet wird die Börse von der New York Exchange Euronext Gruppe, welche auch Unternehmen in Paris, Lissabon oder Amsterdam betreibt. Gehandelt wird an der New York Stock Exchange an Werktagen zwischen 9.30 und 16.00 Uhr.

Auch optisch ist die New York Stock Exchange ein wahrer Hingucker. Spekuliert wird in den Mauern eines neoklassizistischen Baues, dessen Fassade an einen griechischen Tempel denken lässt. Damit ist man einem europäischen Leitgedanken gefolgt, wonach man sich, insbesondere nach dem Wiener Kongress von 1815, wieder verstärkt der eigenen Geschichte widmete und Bauwerken, welche Ansehen und Macht verkörperten, ein griechisches Gepräge verlieh. Seit 1903 hat die New York Stock Exchange in dem altehrwürdigen Bau ihren Sitz.

Die Geschichte der New York Stock Exchange begann als 24 Broker 1792 einen privaten Verein gründeten und anfingen, mit den Aktien von zwei Banken und drei Staatsanleihen zu handeln. Formell organisiert arbeitet die New Yorker Börse seit 1817, als ein Call Market gebildet wurde und man den von der Börse in Philadelphia vorgegebenen Regeln folgte. 1830 galten Eisenbahn-Aktien für das verbleibende Jahrhundert als Trends an der New York Stock Exchange. Fünf Jahre später vernichtete ein Großbrand das Börsengebäude an der Wall Street. Doch Not machte erfinderisch und man begann auf den Straßen New Yorks weiter zu handeln, bis man dies im Folgejahr untersagte.

New York Stock Exchange

New York Stock Exchange ©TK

Unter dem Namen New York Stock Exchange tritt die New Yorker Börse seit 1863 an die Öffentlichkeit. Ihren ersten “Schwarzen Freitag” verzeichnete die New York Stock Exchange am 24. September 1869. Ursache für die kurzzeitige Finanzkrise waren Goldspekulationen. Größere Ausmaße nahm vier Jahre später ein weiterer Finanzzusammenbruch an. Er war die Folge der Bankrotterklärung der Bank “Jay Cooke & Companie” und führte zehn Tage zum Stillstand der Börsengeschäfte. Der Dow Jones Index, welcher noch heute maßgebend für die Börsengeschäfte ist und täglich an der Wall Street neu ermittelt wird, wurde 1896 gegründet.

Den größten Börsenkrach erlebte New York am 24. Oktober 1929. In Europa kennen wir ihn als “Schwarzen Freitag”, obwohl in New York eigentlich Donnerstag war. In den Geschichtsbüchern ist sich die Welt wieder einig und das Ereignis wird gemeinhin als Auslöser der Weltwirtschaftskrise bezeichnet. Die Kurse brachen damals so stark ein, dass viele Anleger hohe Schulden davon trugen und in Panik ausbrachen. Aber die New York Stock Exchange erlebte auch Glückstage. So am 15. März 1933, als der Dow Jones Index um 15,34% in die Höhe schnellte.

Im Jahre 2006 wagte die New York Stock Exchange selbst den Schritt an die Börse. Heute werden an der Wall Street täglich etwa 5 Milliarden Aktien gehandelt. Touristen haben die Möglichkeit, das Gebäude kostenfrei zu besichtigen. Ausstellungsräume dokumentieren die Geschichte des Hauses. Von der Galerie kann das Treiben der Makler und Händler beobachtet werden.

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