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Luang Prabang

Luang Prabang ist ein wahres Eldorado für Backpacker, Naturliebhaber und Ruhesuchende. Die Provinz ist für ihre tropischen Wasserfälle, die faszinierende Flusslandschaft des Mekongs und den artenreichen Regenwald bekannt. Die gemütliche Atmosphäre abseits des Massentourismus macht Laos zu einem Geheimtipp für Ruhesuchende. Sportlich Aktive können die imposante Bergwelt, die wundervolle Naturlandschaft ebenso wie abgeschiedene Bergdörfer auf Spaziergängen, Trekking-Touren, Wanderungen oder Fahrradtouren erkunden. Kajak- ebenso wie Raftingtouren auf den zahlreichen Seitenarmen des Mekongs locken Abenteuerlustige aus aller Welt. Kulturinteressierte finden in Luang Prabang prunkvolle Paläste, buddhistische Tempelanlagen und mehrere Museen, welche Einblick in die Geschichte des Landes geben.

Lage Luang Prabang:

Die Provinz Luang Prabang, welche ein wahrer Geheimtipp ist, befindet sich im Norden des Landes. Die gleichnamige Provinzhauptstadt ist malerisch zwischen dem Mekong und dessen Seitenarm Nam Khan eingebettet. Die Stadt Luang Prabang liegt auf etwa 300 Meter Seehöhe. Der Nordosten der Provinz wird vom Nachbarland Vietnam begrenzt.

Anreise nach Luang Prabang:

Die NH-13 verbindet die Stadt Luang Prabang mit Vang Vieng und Vientiane. 3 Kilometer von Luang Prabang Stadt entfernt, befindet sich ein internationaler Flughafen. Der im Nordosten der Stadt gelegene Airport bietet Flüge nach Vientiene, Bangkok und Hanoi. Zudem werden auch die Flughäfen in Siem Reap, Kunming und Chiang Rai angeflogen.

Luang Prabang

Luang Prabang ©TK

Tempelanlagen in der Provinzhauptstadt Luang Prabang:

Luang Prabang wartet mit rund 30 sehenswerten Tempelanlagen auf, welche zu einem Besuch einladen. Der bekannteste Tempel in ganz Laos ist Wat Xien Thong. Die geschichtsträchtige buddhistische Tempelanlage wurde im Jahre 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerb erklärt. Wat Xien Thong beeindruckt mit der Luang-Prabang-Architektur, welche für ihre auf den Boden reichenden Dächer bekannt ist. 1560 erteilte König Setthathirath den Auftrag, diesen ehrwürdigen Tempel zu bauen. Als die Stadt Luang Prabang im Jahre 1887 geplündert wurde, war das am Mekong gelegene Wat Xien Thong der einzige Tempel, welcher nicht zerstört wurde.
Der Besuch des ältesten Tempels der Stadt stellt ein absolutes Muss dar. Besonderes Augenmerk verdient die Rote Kapelle, welche den liegenden Buddha beherbergt. Eindrucksvoll ist auch die Haupthalle der Tempelanlage, welche mit dem Lebensbaum begeistert. Zu den Highlights der buddhistischen Glaubensstätte zählt der prächtige Bestattungswagen. Bei einem Spaziergang über das Areal kann der königliche Bestattungswagen in einer Nebenhalle bewundert werden, welche nicht weit vom Eingang an der Hauptstraße entfernt liegt. Die Garage, in welcher sich der königliche Urnenwagen befindet, ist wunderschön verziert und zieht die Blicke auf sich. Am Ausgang des Tempels bieten kleine Stände sowohl Souveniers als auch kühle Getränke an. Die Beleidungsvorschriften des buddhistischen Tempels besagen, dass Besucher sowohl Beine als auch Schultern und Arme bedecken müssen. Der Eintrittspreis für die älteste buddhistische Glaubensstätte in Luang Prabang beträgt 20.000 Kip.

Wat Visoun lädt im Südosten des Berges Phousi zu einem Besuch ein. Der Bau der Tempelanlage wurde im Jahre 1512 von König Visounarath in Auftrag gegeben. 1887 zerstörten chinesische Plünderer das buddhistische Kloster, welches erst zu Beginn ds 20. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Im Hauptgebäude des Wats beeindrucken Fenstersäulen, welche von der Architektur der Khymer geprägt sind. Im Siam lockt das Museum mit einer Vielzahl an Statuen, die Buddha mit extrem langen Armen, welche in Richtung Boden zeigen, darstellen. Eine Attraktion stellt That Makmo dar. Die Wassermelonen-Stulpa beeindruckt mit einer halbrunden Spitze. Die Stulpa wurde 1504 von der Gemahlin des Königs gestiftet.

Wat Sop liegt in nordöstlicher Richtung der Altstadt. Die Tempelanlage wurde im Jahre 1480 gegründet. Hier wurden einst 2 königliche Bestattungstempel errichtet. Das heutige Tempelgebäude, welches im Jahre 1909 erbaut wurde, lockt Gläubige und Touristen mit liebevollen Verzierungen und kunstvollen Schnitzereien. Die Tempelanlage wird von einem Frangipani geschmückt.

Die Tempelanlage Wat Chom Kong wurde mitten des 19. Jahrhunderts errichtet. Diese buddhistische Tempelanlage ist einen Besuch wert, denn der gepflegte Garten gehört zu den beeindruckendsten von Luang Prabang. Vor dem Hauptgebäude begrüßen 2 in China gefertigten Wächterfiguren.

Kulturelle Highlights in Luang Prabang:

Touristen sollten sich keinesfalls den Besuch des prächtigen Königspalastes entgehen lassen. Der königliche Palast Ho Kham ist sowohl vom traditionellen Baustil des Landes als auch vom französischen Beaux-Stil geprägt. Der Palast wartet mit dem Nationalmuseum auf, welches nicht nur religiöse Schätze, sondern auch den langjährigen königlichen Thron beherbergt. Das ehrwürdige Nationalmuseum wurde zwischen 1904 und 1909 errichtet. Besucher lernen die Geschichte des Landes sowohl während der Kolonialzeit als auch während der monarchischen Zeit kennen. Eindrucksvolle Buddha-Statuen und eine Vielzahl an Wertobjekten werden zur Schau gestellt. Ein Großteil der Exponate stammt aus Tempelanlagen, welche vor Plünderern und Eroberern gerettet werden konnten. Ein Highlight stellen die exponierten Masken dar, welche sowohl gute als auch bösartige Götter abbilden. Diese Masken werden bei traditionellen Tanzaufführungen getragen. Der Höhepunkt des Museums ist die Buddha Statue Luang Prabang, welche in einem eigenen Ausstellungsraum untergebracht ist. Diese Statue hat der Provinzhauptstadt zu ihrem Namen verholfen. Jedes Jahr findet eine sehenswerte Prozession statt, bei welcher diese Statue geehrt wird. Räume, welche für repräsentative Zwecke genutzt wurden, bestechen durch wundervolle Verzierungen aus Gold. Informativ ist auch die Fotoausstellung, welche einen Einblick in das Alltagsleben der Mönche bietet. Rechts vom Eingang sorgt eine wundervoll verzierte Pagode für Begeisterung. Besucher müssen die Beine bis zu den Knöcheln bedecken. Zudem verlangt die Bekleidungsvorschrift, dass die Schultern bedeckt sind. Die Rückseite des königlichen Museums lockt Besucher mit einem wundervollen Park. Autoliebhaber können hier ein kleines Automuseum besuchen, welches mit bemerkenswerten Fahrzeugen der königlichen Familie aufwartet. Leider ist es Besuchern nicht gestattet, Fotos zu machen.

Einen wundervollen Blick auf die die denkmalgeschützte Provinzhauptstadt, den wichtigsten Fluss in Laos, den Mekong, und die grünen Berge bietet der Berg Phousi. Die fantastische Aussicht belohnt für den Aufstieg. 328 Stufen führen zur Spitze des 130 Meter hohen Berges, welcher vis-a-vis des Königspalastes liegt. Alternativ kann auch ein weniger anstrengender Weg auf den Mount Phousi gewählt werden. Empfehlenswert ist der Besuch des Berges bei Sonnenaufgang. Bis ca. 10 Uhr können Besucher oftmals alleine die wundervolle Aussicht genießen. Bei Sonnenuntergang finden sich meist mehrere Touristen ein. Der Aufstieg zum Tempelberg ist kostenpflichtig.

Nach Einbruch der Dämmerung stellt der Nachtmarkt ein beliebtes Ziel bei Einheimischen und Touristen dar. Am Fuße des Mount Phousi, bieten einheimische Händler handgefertigtes Kunsthandwerk und wundervolle Stoffe, welche der laotischen Tradition entsprechend, gewebt werden. Ein Großteil der Händler zählt zum Volk der Hmoug. Die Web- und Stickarbeiten sind hochqualitativ und ein beliebtes Mitbringsel. Touristen finden hier eine enorme Auswahl an Souveniers und eine breite Palette an Textilien. Für kulinarische Genüsse sorgen landestypische Speisen und Snacks. Touristen haben auf dem geschäftigen Nachtmarkt die Möglichkeit, asiatische Gewürze zu erwerben. Der Open-Air-Markt liegt nahe des Königspalastes. Der beliebte Nachtmarkt, welcher dem Tourismus noch nicht zum Opfer gefallen ist, ist täglich zwischen 18 und 22 Uhr geöffnet.

Shopping:

Die laotische Provinz ist für die qualitativ hochwertigen Webereien bekannt. Wundervolle Stoffe aus Seide ebenso wie kunstvolle Schnitzereien können zu einem günstigen Preis erworben werden. Luang Prabang ist auch für das handgeschöpfte Papier bekannt. Shoppingspaß unter freiem Himmel bietet der Nachtmarkt. In der Provinzhauptstadt begeistern elegante Boutiquen ebenso wie kleine Läden, welche Textilien zu einem geringen Preis anbieten. Zu den beliebten Souveniers zählen auch wundervolle Bilder von einheimischen Malern. Großteils ist Verhandlungsgeschick gefragt, da die Preise nicht fixiert sind. Die laotischen Händler verlangen zuerst überteuerte Preise, jedoch können sich Touristen nach dem Verhandlungen meist über einen Preisnachlass von über 50 Prozent freuen.

Nachtleben:

Sowohl am Flussufer des Mekongs als auch hinter dem Mount Phousi laden Bars zu einem kühlen Drink ein. In der Provinzhauptstadt ist mit wenigen Ausnahmen um 23.30 Sperrstunde.

Aktivitäten in der Provinz Luang Prabang:

Die Provinz im Norden von Laos ist bei Naturliebhabern und Individualtouristen sehr beliebt. Luang Prabang bietet eine breite Palette an Ausflugszielen und Sportmöglichkeiten.

Der Wasserfall Kuang Si stellt ein beliebtes Ausflugsziel dar. Dieses eindrucksvolle Naturschauspiel liegt nur wenige Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt. Am Parkplatz verkaufen Einheimische kalte Getränke, Obst, Snacks und landestypische Speisen. Ebenso können hier Textilien und Souveniers erworben werden. Hinter dem Eingang liegt ein Gehege, in welchem die laotischen Lippenbären bestaunt werden können. Die naturbelassenen Gehege sind nicht allzu groß, jedoch können die Lippenbären klettern und an einer Wasserstelle plantschen. Nach einem kurzen Fußmarsch bieten die natürlichen Pools Möglichkeit zum Baden. Inmitten des Regenwaldes stellt dieses erfrischende Bad im kristallklaren Wasser ein Highlight dar. Jene Pools, welcher höher gelegen sind, dürfen zwar bewundert werden, jedoch ist das Baden hier untersagt. Die kaskadenförmigen Wasserfälle liegen inmitten des Regenwaldes. Die Wasserfälle, welche sich über einige hundert Meter erstrecken und zauberhaft liegen, stellen ein beliebtes Fotomotiv dar. Im Dschungel laden mehrere Spazierwege dazu ein, die artenreiche Flora und Fauna zu erkunden. Der Eintrittspreis für den bekanntesten Wasserfall Kuang Si beträgt 20.000 Kip.

Romantisch in den Dschungel eingebettet, liegt auch der Wasserfall Tad Thong. Dieser ist zwar kleiner als der Wasserfall Kuang Si, jedoch wird er von nur wenigen Touristen aufgesucht. Naturliebhaber können einen kleinen Wanderpfad entlang spazieren und finden den Wasserfall mitten im tropischen Dschungel.

Ein Highlight bei Groß und Klein stellt der Besuch eines Elefantencamps dar. Im Elephant Village in Luang Prabang leben Menschem mit den Dickhäutern in Harmonie. Dieses Projekt wurde im Jahre 2003 ins Leben gerufen und wurde privat finanziert. Die Elefanten, welche einst als Zugtiere dienten und im Wald arbeiten mussten und ausgebeutet wurden, dürfen heute im Elephant Village einen geruhsamen Lebensabend genießen. Diese Tiere wurden einst brutal misshandelt und erst nachdem sich der Zustand der Dickhäuter wieder stabilisierte, wurden sie langsam und sachte an Touristen gewöhnt. Heute leben die Elefanten naturnah und sie werden regelmäßig medizinisch durchgecheckt.
Besucher des Elephant Village können Elefanten von Hand füttern und auch auf ihnen reiten. Ein Elefantenritt durch den Dschungel und den Fluss ist bei Touristen aus aller Welt sehr beliebt. Touristen haben hier auch die Möglichkeit, zu übernachten.

Bei einem Ausflug zur Living Land Company erhalten die Besucher Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsschritte des Reisanbaus. The Living Land Company informiert über die Bepflanzung und das Kultivieren. Touristen erfahren Wissenswertes über das Saatgut, die Ernte und die weitere Verarbeitung der Reiskörner. Diese Farm bringt Besuchern den traditionellen Reisanbau näher, jedoch werden auch moderne Instrumente ebenso wie neue Techniken vorgestellt.
Der Ablauf der unterschiedlichen Arbeitsschritte und die harte Arbeit werden eindrucksvoll vermittelt. Zu den letzten Arbeitsschritten zählt das Kochen und Verspeisen von Reis. The Living Land Company liegt an der Straße 57/3 Khun Sua.

Rund 25 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt, locken die eindrucksvollen Pak Ou Kalksteinhöhlen sowohl Gläubige als auch Touristen an. Besucher finden die Pak Ou Höhlen im Norden der Provinzhauptstadt am Ufer des Mekongs. Diese 2 Höhlen sind eine der wichtigsten Wallfahrtsorte des Landes. Von den Höhlentempeln aus können Besucher einen atemberaubenden Ausblick auf die romantische Flusslandschaft, den exotischen Regenwald und die bizarren Felsformationen genießen. Die Höhlen beherbergen mehrere 100 Buddhabildnisse in unterschiedlichen Größen. Zur Zeit des Indochina-Krieges dienten diese Höhlen als Versteck für die eindrucksvollen Buddha-Statuen, da Plünderer zahlreiche sakrale Statuen in ihren Besitz nahmen. Zahlreiche Pilger opferten an diesem Wallfahrtsort Buddha-Bildnisse.
Die Pak Ou Höhlen sind auch unter dem Namen Tham Ting bekannt. Die untere Höhle, welche den Namen Tham Loum trägt, beherbergt eine Vielzahl an großen Statuen, welche Buddha darstellen. Die Bildnisse wurden sowohl aus Holz und Eisen als auch aus Ton hergestellt. Sehenswert ist auch die Wasserstelle, welche dazu dient, die Statuen rituell zu reinigen.
Die obere Höhle, welche auch Tham Theung genannt wird, liegt rund 200 Meter höher. Diese Höhle ist sowohl tiefer als auch dunkler. Einst diente Tham Theung als Behausung von Mönchen, welche fernab der Zivilisation lebten und beteten.

Der Mekong stellt die Lebensader von Laos dar und zudem ist der 5000 Kilometer lange Fluss, welcher im chinesischen Hochland entspringt, der bedeutendste Wasserlieferant des Landes. In Laos stehen Flussfahrten ganz oben auf der Beliebtheitsliste. Kreuzfahrten auf dem gewaltigen Fluss können direkt vor Ort gebucht werden. Die Auswahl an eintägigen und mehrtägigen Cruises ist groß. Touristen können zwischen verschiedenen Preisklassen wählen, jedoch muss damit gerechnet werden, dass ein geringer Preis für eine Kreuzfahrt oftmals auch wenig Komfort bedeutet. Passagiere haben an Bord die Möglichkeit, die vorbeiziehende Landschaft und die traditionellen Dörfer zu bewundern, Ausflüge zu unternehmen und das Alltagsleben einheimischer Stämme kennenzulernen. Die romantische Flusslandschaft, der tropische Regenwald und die bergigen Regionen begeistern Naturliebhaber aus aller Welt. Die eindrucksvolle Uferlandschaft ist äußerst facettenreich und von Naturschönheiten und kulturellen Highlights geprägt. Da viele Einheimische per Slow Boat von A nach B gelangen, sind diese Boote meist extrem überfüllt. Individualtouristen können vor Ort ein Boot mieten, welches von einem einheimischen Kapitän gesteuert wird, und auf Wunsch auch in einem traditionellen Dorf übernachten.

Sportliche Aktivitäten und Kurse:

Die faszinierende Flusslandschaft in Luang Prabang lädt zum Rafting ein. Zudem werden auch abenteuerliche Touren mit dem Kajak angeboten. Wunderschöne Spazierwege, Pfade durch den Regenwald und Wanderwege laden dazu ein, die Provinz zu Fuß zu erkunden. Radsportler können auch hier ihrem Hobby nachgehen, da die Möglichkeit besteht, Fahrräder auszuleihen. Damit auch zu Hause laotische Spezialitäten zubereitet werden können, werden Kochkurse angeboten. Sowohl Koch- als auch Webkurse können bei lokalen Agenturen
gebucht werden.

Ein Highlight stellt das buddhistische Neujahrsfest dar, welches auch Phimai genannt wird. Bei einem Aufenthalt im April ist der Besuch des religiösen Festes, welches zu den sehenswertesten in Südostasien zählt, empfehlenswert.

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