Skip to main content

Mandalay in Myanmar

Mandalay, die zweitgrößte Stadt des Landes, lohnt einen mehrtägigen Besuch. Kulturfreunde finden hier zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Pagoden und Tempelanlagen. Bei einem Bummel durch das sowohl religiöse als auch kulturelle und finanzielle Zentrum des Landes können Touristen fremdartige Kulturen, Jahrhunderte alte Traditionen und geschichtsträchtige Bauwerke bewundern. Zum reichen Erbe der einstigen Königsstadt zählen die eindrucksvollen Ruinen ebenso wie mehr als 1500 alte Klöster und Meditationszentren. Mandalay wartet mit wundervoller Architektur aus dem 19. Jahrhundert auf. Bei einem Stadtrundgang sticht die traditionelle Handwerkskunst ins Auge. Von Hand gefertigte Silbe- und Tapisserieware, liebevolle Schnitzereien und hochqualitative Seidenstoffe können bestaunt und erworben werden. Unweit der neuen Bauten entlang der Hauptstraßen lädt das alte Mandalay zu einem Besuch ein.

Mandalay in Myanmar

Mandalay in Myanmar @iStockphoto/Giuseppe Masci

Bevölkerung:

In der früheren Königsstadt leben heute rund eine Millionen Einwohner. Der Anteil der chinesischen Bevölkerung beträgt rund ein Drittel.

Meditationszentren und Klöster:

In Mandalay und Umgebung laden über 1500 Klöster und Meditationszentren, welche die Heimat für die Mönche darstellen, zu einem Besuch ein.

Lage:

Mandalay liegt im Zentrum den Landes. 668 Kilometer südlich befindet sich Yangon.

Geschichte:

Die Geschichte der Stadt reicht bis in das Jahr 1857 zurück, als die Stadt von König Mindon gegründet wurde. Mandalay war 28 Jahre lang Amtssitz und Hauptstadt der burmesischen Könige. 1885 besetzten die Briten Mandalay und ernannten Yangon zur Hauptstadt Myanmars.

Verkehr:

Mandalay kann auf dem Luft- und Flussweg erreicht werden und auch die Anreise auf dem Landweg ist möglich. Die zweitgrößte Stadt Myanmars kann ebenso per Eisenbahn erreicht werden. Mandalay wird jeden Tag sowohl von Yangon als auch von Heho und Bagan aus angeflogen. Die Flugzeit von Yangon nach Mandalay beträgt etwa 90 Minuten. Regionale Airlines bieten Direktflüge zum Mandalay International Airport, welcher im Jahre 2000 errichtet wurde. Die Fahrtzeit von Yangon nach Mandalay mit dem Expresszug liegt bei etwa 14 Stunden. Die 700 Kilometer lange Distanz kann auch mit einem privaten Express-Reisebus zurückgelegt werden. Weniger anstrengend ist die Überlandreise in zwei Etappen. Sowohl Taungoo als auch Meiktila laden zu einem Zwischenstopp ein.

Innenstadt:

Mandalay versprüht einen einzigartigen Charme und bietet eine enorme Auswahl an kulturellen Sehenswürdigkeiten, sakralen Bauwerken, familienfreundlichen Freizeitaktivitäten und wunderschönen Fotomotiven. Die ideale Zeit für einen romantischen Spaziergang entlang des Flussufers ist entweder früh morgens oder vor Sonnenuntergang. Ein beliebter Treffpunkt in der Innenstadt ist der Zegyo Markt. Bei einem Marktbummel können lokale Produkte und Importwaren aus Thailand und China bewundert werden.

Mandalay Hügel:

Vom Stadthügel aus bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf Mandalay. Besonders empfehlenswert ist der Besuch bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Eine Treppe führt auf das Naturwahrzeichen der Stadt. Nahe der Stufen wurden bedeutende Pagoden errichtet, die besichtigt werden können. Am Fuße des Hügels offerieren mehrere kleine Shops handgefertigte, traditionelle Souvenirs und Spielsachen.

Mandalay Palast:

Leider fiel der prunkvolle Palast im zweiten Weltkrieg einem Brand zum Opfer. Dennoch ist ein Besuch lohnenswert, da die wundervollen Palastmauern, mehrere Pavillons und der Burggraben immer noch die Blicke der Besucher auf sich ziehen. Nach dem Brand wurden einige Palastgebäude wieder aufgebaut. Besonders sehenswert ist das Kulturmuseum innerhalb des Palastareals.

Shwenandaw Kloster:

Das Kloster zählte ursprünglich zum Areal des Mandalay Palasts. Heute begeistert das Shwenandaw Kloster mit liebevollen und detaillierten Holzschnitzereien.

Kuthodaw Pagode:

1857 ließ König Mindon die sehenswerte Padode nch dem Vorbild der Pagode Shwe Zigon errichten. Einen wahren Blickfang stellen die 729 aufrechten Steintafeln dar, welche die Kuthodaw Pagode umgeben. Die Pagode wird im Volksmund auch als das weltweit größte Buch bezeichnet.

Atumashi Kyaung:

Auch der Bau dieses Klosters wurde von König Mindon in Auftrag gegeben. Das Atumashi Kyaung Kloster wurde 1890 durch einen Brand zerstört und 1996 originalgetreu wieder aufgebaut. Touristen finden das sakrale Bauwerk neben dem Kloster Shwenandaw.

Kyauk

tawgyi Pagode:

Nicht weit vom im Süden gelegenen Aufstieg auf den Mandalay Hill lockt die Pagode Buddhisten und Touristen an. Zu den besonderen Attraktionen zählt die prachtvolle Buddha-Statue, deren Bau König Mindom im Jahre 1865 in Auftrag gab. Das besondere an der Statue ist, dass die aus nur einem gigantischen Marmorblock gehauen wurde. Auf jeder Seite der großen Buddhafigur wurden 20 Statuen der Jünger Buddhas platziert.

Maha Muni Pagode:

Die heiligste Pagode der einstigen Königsstadt wartet mir der renommierten Maha Muni Buddhafigur auf. Diese Statue ist deshalb so bekannt, da Buddha anscheinend beim Gießen der Figur anwesend war. Die heilige Statue des sitzenden Buddhas ist 3,8 Meter hoch. Touristen sollten sich das frühmorgendliche Ritual keinesfalls entgehen lassen, wenn das Gesicht der Buddhastatue gewaschen wird. Die Besichtigung der Maha Muni Pagode sollte auf dem Pflichtprogramm bei einem Aufenthalt in Mandalay stehen, da diese Pagode zu den schönsten und bedeutendsten des Landes zählt.

Shwe In Bin Kloster:

Die traditionelle burmesische Architektur des Shwe In Bin Klosters begeistert Gläubige und Touristen. Das Kloster wurde 1895 von Kaufleuten aus China erbaut. Besucher können wundervolle Holzschnitzereien und beachtenswerte Kunstwerke bewundern, Die Klosteranlage ist das Zuhause für 35 buddhistische Mönche. Zu den Besonderheiten des Klosters zählt das gut erhaltene Fundament aus Teakholz.

Yankin Hill:

Rund drei Kilometer im Osten des Mandalay Forts können zahlreiche Tempelanlegen und Klöster bewundert werden. Die sakralen Bauwerke wurden entlang des Yankin Hills errichtet. Besucher können den breiten Stufen folgen und um den Yankin Hill wandern.

Kunstgewerbe:

Touristen, die das Kunstgewerbe zu schätzen wissen, finden in Mandalay wundervolles burmesisches Kunsthandwerk. Bei einem Bummel durch die Innenstadt können die Handwerker dabei beobachtet werden, wie die geschickt Elfenbein, Stein und Marmor schnitzen und gravieren. Ebenso sehenswert sind auch wundervolle Holzschnitzereien, die nach alter Tradition hergestellt werden. Interessant ist auch ein Besuch der Seidenweber und der Hersteller von Blattgold.

Mandalay Umgebung:

Die Umgebung der zweitgrößten Stadt Myanmars wartet mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf, die in Halb- und Ganztagesausflügen besichtigt werden können.

Mingun:

Am Westufer des Flusses Ayayawaddy lädt Mingun zu einem Besuch ein. Touristen können eine einstündige Bootstour in das rund 11 Kilometer von Mandalay entfernte Mingun unternehmen. Vom Boot aus können Passagiere das traditionelle und einfache Leben am Fluss kennen lernen. Zu den Highlights Minguns zählt die rund 50 Meter hohe Pagode, die bis heute noch nicht fertig gestellt worden ist. Besonderen Eindruck hinterlässt die 90 Tonnen schwere Glocke. Es handelt sich hierbei um die weltweit größte Glocke, die im Jahre 1170 von König Bodawpaya in Auftrag gegeben wurde.

Amarapura:

Ausflüge in die Stadt der Unsterblichen erfreuen sich großer BEliebtheit. Amarapura liegt etwa 11 Kilometer von Mandalay entfernt. Die südlich von Mandalay gelegene Stadt war bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt des oberen Teils von Burma. Zahlreiche bedeutende Paläste ebenso wie Klöster wurden der Tradition entsprechend übersiedelt, als Mandalay zur Hauptstadt ernannt wurde. Heute erinnert nur noch wenig an den alten Palast Amarapura. Zu den besonderen Attraktionen zählt der Besuch der Schatzkammer und des geschichtsträchtigen Wachturms. Bei einem Stadtbummel fallen die Eckpagoden ins Auge, die an jeder der vier Ecken der Stadt errichtet wurden. Empfehlenswert ist der Besuch des Klosters Mahagandayon, in welchem mehr als 1000 Mönche leben. Das Kloster stellt seit rund 150 Jahren ein renommiertes Lehrzentrum dar. Zu den weiteren Highlights Amparapuras zählt die weltweit längste Brücke aus Teakholz. Die 150 Jahre alte Brücke erstreckt sich über 1200 Meter.

Ava:

Die auf einem kleinen Eiland gelegene Stadt bietet sich für einen Ausflug mit der Familie an. Ava befindet sich zwischen dem Fluss Myittha und dem Fluss Ayeyarwaddy. König Thado Minbya gründete Ava Mitte des 14. Jahrhunderts. Im Jahre 1938 wurden zahlreiche Gebäude durch ein Erdbeben zerstört. Heute zieht es Touristen zu den eindrucksvollen Palastruinen und zu den dicken Mauern des einstigen Forts. Auch der Burggraben lässt Touristen erahnen, wie prächtig die einstige Hauptstadt einmal war. Zu den besonderen Attraktionen zählt eine Inselrundfahrt mit einer traditionellen Pferdekutsche. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen der schiefe, 27 Meter hohe Wachturm und das Kloster maha Aung Mye Bon Zan. Das sehenswerte Backstein- und Stuckkloster wurde 1818 errichtet. Einen wahren Blickfang stellten die liebevoll geschnitzten Ornamente und Pfosten aus Teakholz dar.

Sagaing:

Im Süden von Mandalay gelegen, zählt Sagaing zu den beliebtesten Ausflugszielen. Sagain befindet sich etwa 21 Kilometer in südwestliche Richtung von Mandalay aus. Nach der Überquerung der weltweit längsten Teakholzbrücke in Inwa stechen die Pagoden auf den Bergspitzen ins Auge. Jede Pagode macht mit Banner auf die Lehre Buddhas aufmerksam. Die Pagoden stellen für mehr als 600 Mönche und Nonnen einen bedeutenden Rückzugsort für Studien und Meditationen dar. Zu den Highlights zählt die Wanderung zur Dreißig-Höhlen-Pagode. Bei der Erkundung der Höhlen können zahlreiche Buddhastatuen bewundern. Ein lohnenswertes Ziel stellt auch der Höhlentempel Tilawkaguru dar. Zu den Besonderheiten des 1672 errichteten Höhlentempels zählen die wundervollen Wandgemälde. Die Erkundung des Höhlentempels kann auch mit dem Besuch des nicht weit entfernten Dorfes Ywahtaung kombiniert werden. Touristen können in dem traditionellen Dorf beobachten, wie die Silberarbeiter geschickt Schüsseln und Waren aus Silber herstellen und dabei ausschließlich traditionelle Methoden anwenden. Nicht weit entfernt lädt die geschichtsträchtige Pagode Soon Oo Pon Nya Shin zu einem Besuch ein. Naturliebhaber und sportlich Aktive sollten sich den Aufstieg zur 1312 errichteten Pagode keinesfalls entgehen lassen, da der Ausblick über Sagaing atemberaubend ist.

Monywa und Pho Win Daung:

Fährt man von Mandalay etwa 136 Kilometer in Richtung Westen, so gelangt man nach Monywa.
Die Stadt stellt das Handelszentrum im Nordwesten Myanmars dar. Zu den touristischen Attraktionen zählt die Pagode Thanbokde, die mehr als 500.000 Buddhastatuen beherbergt. Im Lehrkloster Ledi Kyaungtaik können geschichtsträchtige Schriften des Buddhismus bewundert werden, welche in mehr als 600 Steintafeln gemeißelt wurden. Die Tempelanlage Phowin Taung wurde im 15 Jahrhundert errichtet und beherbergt heute über 450000 Buddhas aus Sandstein. Die Tempelanlage ist für den liegenden Buddha aus Kristallglas bekannt.

Shwebo:

80 Kilometer im Nordwesten Mandalays liegt Shwebo, ein besuchenswertes Sammelzentrum für Waren und Reis. Touristen können die Einheimischen dabei beobachten, wie sie den Reis und die handgefertigte Töpferware zusammenbinden, auf die Floße verladen und auf dem Handelsfluss Ayeyarwady transportieren. Kulturell wartet die Stadt mit einem Palast und einer königlichen Parkanlage auf.

Pyin OoLwin:

Die bei Touristen beliebte Bergstadt liegt auf etwa 1000 Meter Seehöhe. Die Distanz zwischen Pyin OoLwin und Mandalay beträgt etwa 70 Kilometer. Bei einem Bummel durch die Stadt können die Bauwerke aus der Kolonialzeit bewundert werden. Touristen schätzen die angenehm kühlen Temperaturen, die eine Stadtbesichtigung auch zur Mittagszeit möglich machen. Naturliebhaber sollten dem Botanischen Garten einen Besuch abstatten oder die Wasserfälle Pwe-kauk erkunden. Kulturbegeisterte können den chinesischen Tempel besuchen.

Paleik:

Ein wundersames und absolut empfehlenswertes Ausflugsziel ist die Schlangenpagode in Paleik, die mit 3 großen Phyton-Statuen die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Die Stadt ist etwa 24 Kilometer von der einstigen Hauptstadt Mandalay entfernt. Zu den Highlights zählt das tägliche Schlangenbad um 11 Uhr.

Mogok:

Die Edelsteinstadt befindet sich in wundervoller Tallage, umgeben von Bergen. Rund 96 Kilometer südlich liegt Mandalay. Touristen können eine Sondergenehmigung einholen, um die Stadt, in welcher Edelsteine abgebaut werden, besuchen zu dürfen.

Top Artikel in Myanmar