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Dos and Don´ts in Thailand

Immer und überall auf der Welt gilt eines für Urlauber: sie sollten ihre gute Kinderstube nicht vergessen, sich daran erinnern, was ihnen ihre Mütter über die Rolle eines Gastes beigebracht haben und entsprechend handeln. Ein wirklich respektvoller Umgang mit der Kultur und den Eigenheiten der Menschen, die man besucht, ist nicht an eine Sprache gebunden und international.

Thailand ist ein großes Urlaubsland, mit Sicherheit das bekannteste und populärste Urlaubsland in Südostasien und noch ein gutes Stück darüber hinaus. Ein Urlauber aus Zentraleuropa wird in der Regel als solcher erkannt und ihm werden Unsicherheiten im Umgang mit lokalen Höflichkeitsformen durchaus verziehen. Wichtig ist, dass der Besucher sich zwischenmenschlichen Gepflogenheiten soweit anpasst, dass es ihm selbst nicht unangenehm wird. Thailänder sind in der Regel höflich, aber etwas reserviert, eigentlich dürfte es keinem Menschen schwerfallen, das ähnlich zu handhaben.

In vielen Reiseführern steht, dass die Thailänder ein besonders großes Problem mit dem Zeigen von Fußsohlen haben. In Tempeln sollte der Besucher tatsächlich aufpassen, wohin er seine Sohlen streckt, generell kommt man aber gut durch, ohne sich größere Gedanken darüber zu machen. Die Kinderstubenregel ist auch hier hilfreich: solange man die Füße nicht im Restaurant zwischen Weinkelch und Shrimps platziert, geht das schon in Ordnung.

Ein anderes Beispiel: in vielen muslimischen Gegenden der Erde raten Reiseführer von der Verwendung der linken Hand vorsichtshalber gänzlich ab. Auch Thailand hat viele Muslime, also steht der Tipp auch in Thailandreiseführern. Aber keine Panik: Im Zweifel wird man die Verwendung der linken Hand in Thailand verzeihen, wenn sich der Urlauber nicht im tiefsten Süden befindet und dort direkt vom Klo kommt.

Wat Chieng Mun Tempel in Chiang Mai

Wat Chieng Mun Tempel in Chiang Mai ©TK

Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie. Wie in allen Monarchien der Erde sollte sich der Besucher mit großen politischen Diskussionen zurückhalten, bis er seinen Gastgeber richtig gut kennt. Und auch dann ist es in Thailand (wie auch in England) angebracht, die ganz steilen Thesen nicht gleich aufzutischen. Höflichkeit und Respekt sind oberste Gebote. Wir wiederholen uns.

Vielen westlichen Urlaubern in Südostasien reißt der Geduldsfaden, wenn sie sich in Thailand finanziell benachteiligt fühlen. In diesem Fall hilft ein einfaches Mantra: „… ich bin derjenige, der es sich leisten kann, um die Welt zu fliegen, ich bin derjenige …“ Genau so ist es nämlich. Klar gibt es oft mehrere Preiskategorien, aber es gibt effektiv mehrere Preisrealitäten und wer sich wegen einer Taxifahrt den Tag ruinieren lässt, ist am Ende selbst schuld.

Der Urlauber kann natürlich auch aktiv gegensteuern. Eine sehr deutsche Unart ist, den Kellner am Ende eines wundervollen Abends am Tisch komplizierte Additionsaufgaben machen zu lassen. Wenn ein Urlauber aus dem Westen mit Thailändern in einem Restaurant ein Gelage gefeiert hat, sollte er sich nicht scheuen, die Rechnung komplett zu begleichen.

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