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Pattaya

Pattaya hat einen Ruf wie Donnerhall, gilt als verruchter Sündenpfuhl, Ziel unzähliger, die mehr Nacht als Meer suchen, ein Ort, der als Tourismushochburg zeitweise das Image des ganzen Landes prägte – kann man einen solchen guten Gewissens als Urlaubsziel empfehlen? Ganz klar: man kann.


Denn zunächst einmal ist Pattaya, südöstlich von Bangkok gelegen, ein Platz, an dem all jene glücklich werden, die im Urlaub in erster Linie das pralle Leben wollen, in atemberaubender Geschwindigkeit aufs Meer hinaus düsen, den gewöhnlichen Tag-Nacht-Rhythmus gegen eine individuelle Bedürfnisuhr tauschen und die erschöpft, braun und vielleicht mit einer kleinen Sportverletzung in ihren Bürojob zurückzukehren pflegen.

Dafür ist Pattaya einfach ideal. Traumhafte Strände, Hotels jeder Kategorie, Sportangebote jeder Vorstellung und Clubs von glänzend über verrucht bis glänzend und verrucht, gutes Essen, vorgelagerte Inseln, Korallen und Wracks sind die vielen guten Argumente, die sich all jene nicht einreden lassen sollten, die ihren Urlaub lieber in Einsamkeit und Natur verbringen möchten.

Ein Krieg und Folgen im Nachbarland

Die Geschichte von Pattaya als Urlaubsziel soll Ende der 50er Jahre (20. Jahrhundert) begonnen haben. Ein paar erholungssuchende US-Soldaten entdeckten die sehr weite Bucht, an der das Grün dicht ans Wasser wuchs und höchstens ein paar Fischerhütten standen. Besonders diese lange, komplett zu überblickende Bucht ist etwas, das man nicht wieder vergisst. Während der Zeit des Vietnamkrieges bauten die Amerikaner hier, in der thailändischen Provinz Chonburi, mehrere Stützpunkte aus, die Gegend wurde zur Erholung von Soldaten genutzt, hierbei entstand die erste touristische Infrastruktur und der Küstenabschnitt etwa 150 Kilometer von Bangkok entfernt hatte erste Gäste, die sich zurücksehnten – das beste Image überhaupt.


Pattaya

Pattaya @iStockphoto/Jorgen Udvang

Imagewandel und Imagebewahrung

Pattaya erlebte einen richtigen Hotelbauboom. die Angaben der aktuellen Einwohnerzahl schwankt gewaltig, liegt meist bei ungefähr 100.000, die Besucher sorgen dafür, dass bis zu dreimal so viele Menschen das Fleckchen Erde beleben. In Pattaya bekommt man richtige Markenklamotten und richtiges Fastfood, Prostitution ist allgegenwärtig und in das ursprüngliche Image passt auch das erst in den 90ern eröffnete Kuriositätenkabinett Believe It Or Not.

Die beeindruckende Skyline Pattayas wird vom Park Tower überthront, von dessen Spitze das Strandgebiet wie ein Vergnügungspark am Meer überblickt werden kann. Pattaya ist ein einziger Rummel, an dem man rund um die Uhr unter freiem Himmel feiern kann – wobei die Sonne am Tag natürlich die Leistungsfähigkeit arg begrenzt. Umso wilder ist es des Nachts, wenn die Sonne durch aufwändige Lichtelemente ersetzt wird. Und es gibt sogar bayrische Festzelte.
Auf der anderen Seite hat man in Pattaya von höchster Stelle daran gearbeitet, einen Teil des Schmuddelimages abzulegen. Es ist ein modernes Abwassersystem errichtet, die Straßen sind verbessert worden, es gibt eine funktionierende Müllabfuhr und die kompletteste touristische Infrastruktur des Landes.

Erholung, Sport, Unterhaltung

Pattaya übt sich in Familienfreundlichkeit. In keinem anderen Land der Welt lernen so viele Menschen Tauchen wie in diesem, das Zentrum dieser Unterwasserbewegung ist hier. Zentrum aller Action sind die Strände, besonders Hat Pattaya ist bekannt, viele Touristen suchen sich aber passende Nischen südlich, wie beispielsweise Hat Jomtien. Wem das immer noch zuviel ist, der kann auf eine der Inseln übersetzen, die regelmäßig angefahren werden. Wobei man sagen muss, dass das genaugenommen nicht zu Pattaya zählende Jomtien gerade was die Familienfreundlichkeit angeht viele Bonuspunkte sammelt.

In Pattaya kann man hervorragend Golfen (es gibt ein gutes Dutzend Plätze), Windsurfen, Parasailing oder Wasserskitouren buchen, außerdem wird an den Stränden viel Volleyball gespielt. Im Umkreis des Ortes können Besucher Elefanten beobachtet, Krokodilsfarmen, Aquarien und Tiger besuchen, in tropischen Gärten schlendern und Freizeitparks bekreischen. Bungee, Paintball und Go-Kart ist selbstredend ebenfalls im Programm.

Übernachtung

Als Magnet des Massentourismus zieht Pattaya Urlauber jeder Geldbörsengröße an. Besonders das Preis-Leistungsverhältnis der Mittelklassehotels gilt als gut, weil die Konkurrenz einfach enorm groß ist und regelmäßig neue, bessere Wettbewerber den Markt aufmischen. Aber auch einfachste wie nobelste Umsorgung ist in Pattaya zu bekommen.

Lage, Anfahrt

Von Bangkok aus pendeln klimatisierte Busse halbstündig nach Pattaya. Teilweise übernehmen die Hotels aber auch den Transfer vom internationalen Flughafen. Der Zugverkehr zwischen Hauptstadt und Strandbad ist längst nicht so regelmäßig, die Verbindung ist eher was für echte Bahnliebhaber.

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