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Wat Pho

Wer die thailändische Hauptstadt Bangkok bereist, sollte es nicht versäumen, den Wat Pho zu besuchen. Der buddhistische Tempel liegt zentral in der historischen Altstadt und ist der größte und älteste Wat in Bangkok. Er ist auch unter dem Namen Tempel des liegenden Buddhas bekannt, heißt aber offiziell Wat Phra Chetuphon. Die Gründung des Wat Pho geht vermutlich auf das 17. Jahrhundert zurück. Als 1782 Bangkok zur Hauptstadt des Königreichs Thailand erklärte wurde, ließ der damals regierende König Rama I. das Wat restaurieren und erweitern. Die nachfolgenden Herrscher folgten seinem Beispiel.

Eine weltberühmte Sehenswürdigkeit im Wat Pho ist der Liegende Buddha. Er hat die imposante Länge von 46 Meter und ist 15 Meter hoch. Das Buddha Kunstwerk ist vergoldet. Die Fußsohlen des liegenden Religionsstifters sind mit Perlmutt-Einlegearbeiten verziert. Eine weitere Attraktion im Wat Pho der Phra Ubosoth. Hierbei handelt es sich um eine sitzende Buddha-Statue, die König Rama I. im Ayutthaya-Stil erbauen ließ. Im Sockel des Denkmals wurde der König beigesetzt. Rund um das Phra Ubosoth ist Jahre später die Kampheng Kaeo gezogen worden. An der Außenseite der sogenannte Juwelenmauer sind 152 quadratische Reliefs angebracht, auf denen das Ramakien dargestellt wird. Es ist die thailändische Lesart des Hindu-Epos Ramayana. Auf Stein gemalt übersetzt es die Verse von Treue und Liebe zum Guten, das letztendlich das Böse in der Welt besiegt. Schon von weitem ziehen die vier Chedis die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Die Skulpturen-Gruppe wird Phra Maha Chedi Si Ratchakan genannt. Jede Chedi ist 42 Meter hoch. Der Begriff lässt sich mit „stapeln“ übersetzen. Die Chedi sind mit Mosaiken aus bunten Kacheln geschmückt und gelten als Orte der Anbetung. Wieder war es König Rama I., der die erste Chedi erbauen ließ. Das Baumaterial besteht aus den Resten einer Buddha-Statue, die 1767 von den Burmesen zerstört wurde. Insgesamt sind im Wat Pho über 1.000 Buddha-Figuren zu entdecken.

Liegender Buddha im Wat Pho

Liegender Buddha im Wat Pho ©TK

Der Wat Pho beherbergt ein funktionierendes Kloster und ist auch ein Ort des Lernens. König Rama III, gründete eine Universität, die demokratisch und für jedermann offen sein sollte. Heute erinnern die Texte, die in Marmortafeln graviert sind, an die Ursprünge buddhistischer Gelehrsamkeit. Ein Schwerpunkt der Bildung die Weitergabe der traditionellen Heilkunst der Thailänder. Ein wichtiger Bereich des Heilens war und ist die Thai-Massage. Vielfach wird Wat Pho sogar als der Geburtsort der thailändischen Art des Massierens bezeichnet. Die noch heute dort ansässige Massageschule genießt einen ausgezeichneten Ruf. Wer nach den zahlreichen Besichtigungen etwas erschöpft ist, kann seine müden Glieder dehnen und strecken lassen. Der Wat Pho ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 20 Bath.

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