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Hanoi

Hanoi, die Hauptstadt Vietnams, liegt im Delta des Roten Flusses und ist mit knapp 6,5 Millionen Einwohnern die älteste erhaltene Hauptstadt Südostasien. Geprägt ist Hanoi durch ein kommunistisch konservatives Großstadt-Flair: viele alte Gebäude und Tempel, Parkanlagen und Seen, Theater und Museen. Die Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten und Ausgehmöglichkeiten und behält dabei einen eher vergangenen Charme im Gegensatz zu anderen hochtechnisierten Städten Asiens.

Altstadt

Die Altstadt Hanois ist ein echtes Erlebnis für jeden Urlauber. Der alte Teil der Stadt wird auch das Viertel der 36 Gassen genannt. Jede Strasse ist nach dem benannt, was dort produziert wird. So findet man beispielsweise in der Hang Bac Gasse nur Geschäfte, die Silber verarbeiten. Aber natürlich findet man auch eine Hühner-, Bambus-, oder Kräuterstrasse. Allein für den Besuch der Altsstadt lohnt sich eine Reise nach Hanoi. Bei einem Spaziergang durch die verschlungenen Gassen kann man sich von dem geschäftigen Treiben inspirieren lassen und läuft dabei auch an dem ein oder anderen Tempel oder traditionellen Röhrenhaus vorbei. Urlauber, die dabei die Einkaufslust gepackt hat, können dieser auch auf dem Dong-Xuan-Markt weiter frönen.

Auf den Spuren von Ho Chi Minh

Ho Chi Minh war ein vietnamesischer Revolutionär und erstes Staatsoberhaupt der Demokratischen Republik Vietnam. Seiner Geschichte und somit auch die Historie des Staates Vietnam kann man in Hanoi nachspüren.

Ein Besuch des Ho Chi Minh Mausoleums gehört dabei quasi zum Pflichtprogramm. Hier liegt der einbalsamierte Leichnam von Ho Chi Minh. Wobei man an diesem Ort eine gute Portion Geduld mitbringen sollte, da viele Vietnamesen regelmäßig ihrem verstorbenen Staatsoberhaupt huldigen. Angeblich soll man jedoch als Tourist den Vorteil genießen und an den Schlangen von Einheimischen vorbeigeführt werden.

Wer mehr über den ehemaligen Revolutionär erfahren möchte, kann nebenan sein Wohnhaus besichtigen. Für besondere Geschichtseifrige gibt es zusätzlich auch das Ho-Chi-Minh-Museum.

Sehenswürdigkeiten

Ein absolutes Muss bei einem Besuch in Hanoi ist die Duong Chua Mot Cot, die Ein-Säulen-Pagode. Die Pagode stammt aus dem 11 Jahrhundert und wurde in den 50er Jahren zerstört, jedoch kurze Zeit wieder rekonstruiert. Kaiser Ly Thai hatte sie bauen lassen, weil ihm im Traum die Göttin der Barmherzigkeit die Geburt seines Sohnes vorhersagte. Da die Göttin im kaiserlichen Traum das noch ungeborene Kind auf einer Lotusblüte präsentierte, ließ Ly Thai die Pagode in selbiger Form errichten.

Auch der Jadeberg-Tempel ist einen Besuch Wert. Er steht auf der innerstädtischen Insel Den Ngoc Son, am Ufer des Hoan Kiem Sees. Nicht nur der Großstädter findet hier einen Ort der Ruhe und Entspannung.

Hanoi

Hanoi ©iStockphoto/mpalis

Van Mieu, der Literaturtempel Hanois, bietet eine Reise durch die Zeit der alten Philosophen. Der fast 1000-jährige Tempel wurde zu Ehren von Konfuzius gebaut und war 1076 Vietnams erste Universität, 300 Jahre bevor Deutschlands erste Universität in Heidelberg ihre Pforten öffnete. Diese prominente Bildungsstätte Südostasiens ist umgeben von drei großen Gärten und Eingangstoren, die man ganz im Sinne der alten Weisen durchwandeln kann. Im Innenhof der ehemaligen Universität liegt der Pavillon des Sternenbildes der Literatur, das Wahrzeichen Hanois.

Ganz in der Nähe, auch am Ufer des Hoan Kiem Sees, bietet das Thang Long Theater ein echtes Erlebnis für Freunde des Puppentheaters. Das traditionelle Wasserpuppentheater ist weltweit das einzige seiner Art. Hier lassen die Puppenspieler ihre hölzernen Schauspieler im Wasser tanzen.

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