Skip to main content

Heidelberg an einem Tag: Diese Sehenswürdigkeiten sollte man gesehen haben

Die baden-württembergische Stadt Heidelberg liegt unmittelbar am Neckar und umfasst zahllose attraktive Sehenswürdigkeiten. Historische Bauwerke, traumhafte Aussichtspunkte und spannende Museen: Hier kommt einfach jeder auf seine Kosten! Wer an einem einzigen Tag die schönsten und interessantesten Ziele der Stadt erleben möchte, muss gar keine endlosen Wege zurücklegen, denn die reizvollsten Sehenswürdigkeiten befinden sich rund um Altstadt und Zentrum.

Heidelberg

Heidelberg ©TK

Das Heidelberger Schloss

Wahrzeichen der Stadt ist das beeindruckende Schloss, das einst als repräsentative Residenz für die Kurfürsten der Pfalz diente. Die gut erhaltene Ruine liegt oberhalb der Altstadt und ist ein wirklich imposanter Anblick. Sie wurde aus rotem Sandstein erbaut, was nicht nur im Schein der untergehenden Sonne einfach traumhaft schön aussieht. Über 300 Jahre dauerte die Bauzeit des Schlosses, so dass sich hier die unterschiedlichsten Baustile wiederfinden: Einflüsse aus Renaissance und Gotik sind besonders gut sichtbar. Aber nicht nur das Schloss selbst, das selbstverständlich besichtigt werden kann, ist einen Besuch wert. Der angrenzende Schlosspark „Hortus Palatinus“ galt in der Vergangenheit sogar als „achtes Weltwunder“ und begeistert mit herrlichen Grünanlagen, wunderschönen Wasserspielen und vielen reizvollen Skulpturen.

Heidelberger Schloss

Heidelberger Schloss ©TK

Die „Alte Brücke“

Romantischer kann eine Brücke nicht aussehen! Sie wurde schon auf unzähligen Kalenderblättern verewigt und zählt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt am Neckar. Die „Alte Brücke“ wurde zwischen 1786 und 1788 im Auftrag von Kurfürst Karl Theodor erbaut und um März 1945, während der letzten Kriegstage, gesprengt. Daraufhin riefen die Bürger der Stadt Heidelberg eine beispiellose Spendenaktion ins Leben, so dass der Wiederaufbau schon ein Jahr später beginnen konnte. Im Juli 1947 wurde die „Alte Brücke“ eingeweiht. Auf ihren beiden Erkern befinden sich eindrucksvolle Denkmäler, die den Kurfürsten Karl Theodor und Pallas Athene darstellen. Die offizielle Bezeichnung der Brücke lautet übrigens Karl-Theodor-Brücke, dieser Name ist bei den Einwohnern der Stadt aber kaum gebräuchlich.

Der „Ritter“

Der „Ritter“ ist ein wunderschönes Gebäude im Stil der Spätrenaissance, das im Jahre 1592 erbaut wurde. Ganz oben auf der Spitze thront eine Statue des legendären Ritters Sankt Georg: Daher stammt auch der ungewöhnliche Name des auffallenden Hauses. Die Fassade wurde einst üppig mit Ornamenten verziert, was dem Gebäude eine sehr prunkvolle und edle Optik verleiht. Es steht heute unter Denkmalschutz und beherbergt ein bekanntes Romantik-Hotel. Durch seine zentrale Lage gegenüber der Heiliggeistkirche (Marktplatz) ist es schon von Weitem sichtbar und ein überaus beliebtes Fotomotiv.

Der Marktplatz

Der Marktplatz mit seinen wunderschönen Häuserzeilen, der Heiliggeistkirche und dem Rathaus zählt zu den ältesten Plätzen der Stadt und ist ein beliebter Treffpunkt für Alt und Jung. Er ist komplett autofrei und regelmäßig Schauplatz verschiedener Veranstaltungen: So findet beispielsweise der malerische Weihnachtsmarkt alljährlich auf dem Marktplatz statt. In seiner Mitte steht der eindrucksvolle Herkulesbrunnen, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet wurde und heute ein reizvoller Blickfang ist. Wer hier an einem Tisch der zahlreichen Straßencafés eine kleine Pause einlegt und das quirlige Treiben beobachtet, könnte fast meinen, in einem südländischen Ferienort zu sein! Nicht weit vom Marktplatz entfernt befindet sich der Kornmarkt, der ebenfalls eine interessante Sehenswürdigkeit bereithält.

Altstadt von Heidelberg

Altstadt von Heidelberg ©TK

Die Madonna am Kornmarkt

Sie wird auch Muttergottesbrunnen oder Mariensäule genannt und ist eine herrliche Brunnenanlage mitten in der Altstadt auf dem Kornmarkt. Die Darstellung ist sehr eindrucksvoll und sehenswert: Maria trägt auf dem Arm das Jesuskind und steht auf einer goldenen Weltkugel. Diese Weltkugel wird von mehreren Putten auf einer Wolke getragen. Auf dem Sockel der Statue ist zudem eine lateinische Inschrift zu lesen. Bereits im Jahre 1718 wurde die Madonna auf dem Kornmarkt von Peter van den Branden erschaffen. Sie erinnert an eine katholische Heiligenfigur und sorgte bei den damals hauptsächlich reformierten Bürgern der Stadt für große Aufruhr.

Das Karlstor

Ganz am östlichen Ende der Altstadt befindet sich das sehr gut erhaltene Karlstor. Äußerlich erinnert es an einen römischen Triumphbogen: Das Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert war ein Dankesgeschenk der Heidelberger Bürger an den Kurfürsten Karl Theodor. Portraits von ihm und seiner Gemahlin, ein Wappen sowie mehrere Löwenskulpturen vermitteln noch heute einen sehr prunkvollen und imposanten Eindruck. Das Tor wurde zwar nie ganz vollendet, dennoch lohnt sich ein Abstecher, denn mit seiner interessanten Architektur ist es ein wunderschönes Fotomotiv.

Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg

Nicht nur an Regentagen ein spannendes Ziel: Das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg, das direkt von der Fußgängerzone aus erreicht werden kann, hält eine Vielzahl an faszinierenden Exponaten bereit. So gibt es beispielsweise eine große Archäologische Abteilung, die eindrucksvoll die Geschichte des Neckarlandes darstellt. Außerdem können viele Gemälde und Grafiken bewundert werden, die teilweise noch aus dem 15. Jahrhundert stammen. Daneben widmet sich das Museum aber auch dem Kunsthandwerk und den Skulpturen sowie natürlich auch der Stadtgeschichte. Aufwendige Rekonstruktionen und Modelle vermitteln einen sehr lebendigen und anschaulichen Eindruck von der Vergangenheit der Stadt Heidelberg.

Konditorei in Heidelberg

Konditorei in Heidelberg ©TK

Der Philosophenweg

Wer die Stadt einmal aus einer ganz anderen Perspektive sehen möchte und Lust auf einen Spaziergang durch die herrliche Natur hat, sollte ihn nicht versäumen. Der zwei Kilometer lange Philosophenweg führt zu einem einzigartigen Aussichtspunkt, von dem aus sich den Besuchern ein spektakulärer Panoramablick über den Neckar und die Altstadt bietet. Zwar verläuft der Weg anfangs recht steil, ein Aufstieg auf den Heiligenberg ist dennoch sehr lohnenswert. Neben der grandiosen Aussicht wartet auf die Spaziergänger nicht nur ein zauberhaftes Gärtchen mit einer Büste von Joseph von Eichendorff, sondern auch die sogenannte Hölderlin-Anlage, die an den bekannten Dichter erinnert. Auffallend ist auch die prachtvolle Pflanzenvielfalt, die hier bewundert werden kann. Dank des milden Klimas und der sonnenverwöhnten Lage am Südhang gedeihen hier sogar exotische Gewächse wie Mandelbäumchen, Pinien oder Zitronenbäume.

Der Philosophenweg in Heidelberg

Der Philosophenweg in Heidelberg ©TK

Wenn dann noch Zeit bleibt: die Heidelberger Bergbahnen

Ein Erlebnis der besonderen Art ist eine Fahrt mit den Heidelberger Bergbahnen hinauf auf den Königstuhl. Die Bahn besteht aus zwei Teilen: Die untere Bahn führt zunächst hinauf zur Station Molkenkur, sie ist behindertengerecht ausgestattet und sehr modern. Die obere Bahn ist dagegen die älteste Bergbahn in Deutschland und aus Gründen des Denkmalschutzes ohne Rollstuhl-Lift ausgestattet. Gehbehinderte sollten diesen Teil also idealerweise mit einer Begleitperson nutzen. Insgesamt ist die Strecke 1,5 Kilometer lang, der höchste Punkt liegt 550 Meter über dem Meeresspiegel. Unterwegs und oben auf dem Gipfel des Kaiserstuhls bietet sich den Ausflüglern ein traumhafte Aussicht. Außerdem gibt es hier einen großen Freizeitpark („Märchenparadies“), für den allerdings etwas mehr Zeit eingeplant werden sollte.

Top Artikel in Deutschland