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Lübeck: Diese Sehenswürdigkeiten sollte man gesehen haben

Die Lübecker Altstadt

Am 14.12.1987 wurde die Lübecker Altstadt in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Das was das erste Mal, dass eine komplette Altstadt in Nordeuropa als Flächendenkmal anerkannt wurde. Von großer Bedeutung das besondere Charisma des Stadtkerns für die Entwicklung der Städte im Mittelalter an der Ostsee, die fünf wichtigsten Kirchen Lübecks mit ihren außergewöhnlichen sieben Türmen und der hervorragende Zustand der Bausubstand aus der vorindustriellen Zeit. Eine ebenso wichtige Rolle spielte der Untergrund, der sich für die Erforschung von mittelalterlichen Städten durch die Archäologen als echter Glücksgriff erwies.

Jakobikirche

St. Jakobi ist der Name einer evangelisch-lutherischen Kirche in Lübeck. Sie gehört zu den fünf Hauptpfarrkirchen in der Altstadt und geriet erstmals im Jahr 1334 bei der Weihe zur Kirche der Seefahrer und Fischer in den Blickpunkt der Menschen. Sie wurde nach ihrem Schutzpatron, dem Heiligen Jakobus dem Älteren, benannt. Das Gebäude befindet sich am Koberg und wurde um 1300 errichtet. Die Ausrichtung der dreischiffigen Kirche wird von der Backsteingotik geprägt. Der Broemsenaltar und eine Gedenkstätte für Seeleute sind die auffälligsten Bestandteile der reichen Innenausstattung.

Blick auf Lübeck

Blick auf Lübeck ©TK

Heiligen-Geist-Hospital

Ebenfalls am Koberg befindet sich das Heiligen-Geist-Hospital, das 1286 erbaut wurde und als eine der ältesten Sozialeinrichtungen weltweit bekannt ist. Das Vorbild waren die Heilig-Geist-Spitäler von Santo Spirito in Sassia in der italienischen Hauptstadt Rom. Die Brüder vom Orden des Heiligen Geistes waren für die Betreuung zuständig. Das Heiligen-Geist-Hospital steht unter der treuhänderischen Verwaltung der Stadt Lübeck und erfüllt in der Gegenwart mehrere Funktionen. Einige Teile werden als Alten- und Pflegeheim genutzt, andere fungieren als Räumlichkeiten für diverse Restaurants. Touristen nutzen den Aufenthalt in Lübeck, um dieser Einrichtung einen Besuch abzustatten. In der Adventszeit gibt es einen Weihnachtsmarkt mit zahlreichen Ständen. Die Händler konzentrieren sich überwiegend auf den Verkauf von Kunsthandwerk.
Die Ausstattung verfügt über einige Auffälligkeiten. Dazu gehören u. a. ein Altar mit der Bezeichnung „Gottvater mit dem toten Sohn“, die Darstellungen der Legende von Elisabeth von Thüringen auf den 23 Tafeln, die Wandmalereien an der Nordseite, die Kabäuschen sowie die zwölf Grabplatten aus dem Mittelalter.

Die Bauwerke in der Aegidienstraße

Die Aegidienstraße ist die Straße zwischen der St. Aegidien-Kirche und dem Klingenberg. Urlauber schwärmen immer wieder von der Schönheit der Bauwerke in dieser Umgebung, die überwiegend im Stil des Klassizismus errichtet wurden. Ein typisches Beispiel ist das Haus mit der Nummer 77. Dabei handelt es sich um ein Pastorenhaus aus Backstein, welches in den Jahren 1828-1830 erbaut wurde. Allerdings gibt es in dieser Straße auch Gebäude, die andere Stilrichtungen verkörpern. In der Aegidienstraße 22 befindet sich der Sitz des Lebensmittelherstellers Tate & Lyle. In der Vergangenheit war das spätbarocke Stadtpalais unter der Bezeichnung Geverdeshof bekannt. Ein weiteres markantes Gebäude im Stil des Barock ist das Haus mit der Nummer 24. Es liegt an der Abzweigung zur Schildstraße. Vor dem Eingang stehen zwei Bäume. Das Haus steht seit 1967 unter Denkmalschutz.

Lübeck

Lübeck ©TK

Petrikirche

Die Petrikirche wurde zum ersten Mal im Jahr 1170 erwähnt und Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut, bis letztendlich im 15. Jahrhundert die Fertigstellung erfolgte. Die Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg hatten schwere Folgen für das Gotteshaus, welches erst 1987 im vollständigen Umfang restauriert wurde. Dies gilt jedoch nicht für die Innenausstattung. Aus diesem Grund wird sie nicht mehr für Gottesdienst, sondern für andere Veranstaltungen aus dem religiösen und kulturellen Bereich in Anspruch genommen. Urlauber besichtigen häufig den 108 m hohen Turm. Es gibt einen Fahrstuhl, der die Besucher zur Aussichtsplattform bringt. Auf einer Höhe von 50 m erleben die Gäste einen herrlichen Ausblick auf die Lübecker Altstadt und die Meeresbucht.

Lübecker Dom

1247 wurde mit dem Lübecker Dom die erste größere Backsteinkirche im Ostseeraum geweiht. Mit einer Länge von 130 m ist sie eine der längsten Backsteinkirchen in dieser Region. Der schwere Luftangriff während des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1942 verursachte erhebliche Schäden am Dom, dessen Wiederaufbau erst 1982 komplett abgeschlossen wurde. Die reiche Ausstattung mit den Sarkophagen aus Stein in den Grabkapellen verleiht ihm eine ganz besondere Stellung in der Stadt. Ein weiterer Höhepunkt ist das Triumphkreuz. Es ist 17 m hoch und wurde vom Künstler Bernt Notke entworfen. Das Taufbecken befindet sich in einer Kapelle zwischen dem Lettner und dem Ostchor. Der Lettner beinhaltet eine wunderschöne Kirchenuhr von 1629 und vier Statuen, welche die Patrone des Doms darstellen. Ebenfalls sehenswert sind die Flügelaltäre sowie die beiden Tafelbilder aus dem 17. Jahrhundert. Sechs Glocken prägen das Bild dieser Kirche, während die älteste Glocke heutzutage in der Katharinenkirche bewundert werden kann. Der Dom verfügt über eine große Zahl an interessanten Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch in diesem Gotteshaus zu einer kurzweiligen Angelegenheit machen.

Holstentor

Das Holstentor ist das Wahrzeichen von Lübeck. Das spätgotische Stadttor war in der Vergangenheit ein Bestandteil der Lübecker Stadtbefestigung. Das Holstentor und das Burgtor sind die einzigen Stadttore, die noch existieren. Es setzt sich aus zwei Türmen und einem Mittelbau zusammen und hat vier Etagen. Im Mittelbau gibt es allerdings kein Erdgeschoss, weil dieses vom Durchgang ersetzt wird. Auf den Türmen befinden sich kegelförmige Dächer, während auf dem Mittelbau ein Giebel zu sehen ist. 1950 wurde das Museum für Stadtgeschichte im Holstentor untergebracht und befindet sich bis zum heutigen Tag in Lübecks Wahrzeichen. Die Fundstücke stammen aus unterschiedlichen Epochen und vermitteln den Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit der Stadt. Die Folterkammer mit dem Verlies fiel einer Modernisierung im Jahr 2002 zum Opfer. Das neue Konzept des Museums beinhaltet u. a. die Verwendung von Bild- und Tondokumenten. Die Kulturstiftung Hansestadt Lübeck übernahm 2006 die Leitung der kulturellen Einrichtung.

Holstentor

Holstentor ©TK

Salzspeicher

Neben dem Holstentor befinden sich die Salzspeicher. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Lagerhäusern, die in den Baustilen des Backsteinbarock und der Backsteinrenaissance errichtet wurden. In der Vergangenheit dienten sie der Lagerung von Salz, welches Lübeck in großen Mengen besaß und nach Skandinavien exportierte. Die Norweger und Schweden brauchten es für die Konservierung von Fisch. Das war sehr wichtig für den Heringshandel. Die Salzspeicher von Lübeck erlangten einen gewissen Bekanntheitsgrad als Drehort des Stummfilms „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ von 1922 mit Max Schreck in der Hauptrolle. In der heutigen Zeit nutzt ein Textilkaufhaus die Räumlichkeiten an der Lübecker Obertrave.

Niederegger Marzipansalon

Niederegger Marzipansalon ©TK

Buddenbrookhaus

Für Anhänger der deutschen Literatur steht während eines Aufenthaltes in Lübeck der Besichtigung des Buddenbrookhauses im Vordergrund. Der bekannte Schriftsteller Thomas Mann, der den Roman „Buddenbrooks: Verfall einer Familie“ verfasste, und sein Bruder Heinrich, der ebenfalls Schriftsteller war, wurden beide in Lübeck geboren. In diesem Haus gibt es ein Museum mit zwei Ausstellungen. In einer Ausstellung geht es um den berühmten Roman und in einer anderen um das Leben der Familie Mann. Außerdem befindet sich in dem Gebäude eine Etage, die für Sonderausstellungen zur Verfügung steht. Dieses Haus gehörte einst der Familie Mann und wurde im Laufe der Jahre an unterschiedliche Eigentümer verkauft. Der Kauf durch die Hansestadt Lübeck erfolgte im Jahr 1991. Das war der Beginn der Umsetzung einer tollen Idee, welche die Herzen der Anhänger der deutschen Literatur im Sturm erobern konnte. Die beiden Dauerausstellungen befinden sich siet Juni 2000 in diesem Haus, welches sich inzwischen zu einem beliebten Veranstaltungsort für Lesungen, Fortbildungen, Kolloquien, Führungen, Tagungen und Vorträge entwickelt hat. In erster Linie fungiert es jedoch als Gedenkstätte zu Ehren der Brüder Mann und genießt die oberste Priorität bei den Anhängern des Meisterwerks der Weltliteratur, die sich für eine Reise nach Lübeck entscheiden.

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