Skip to main content

Büsum

Direkt an der Nordsee sowie an der Meldorfer Bucht liegt nahe der Eidermündung das für seine Krabben so bekannte und beliebte Seebad Büsum. In dem zum Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein gehörigen Ort leben knapp 5.000 Menschen auf fast 9 qkm. Vor 1585 war Büsum eine Insel, ist seither aber mit dem Festland verbunden. Der Hafen des drittgrößten Tourismusorts an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste ist durch den mehrere Kilometer langen Priel „Piep“ mit der Nordsee verbunden. Mit einer Lage von 2 m ü. NN ist Büsum immer der Sturmflutgefahr ausgesetzt und wird deshalb durch ein Sperrwerk vor Überschwemmungen geschützt. Büsum hat auf die Übernachtungen bezogen den fünftgrößten Zulauf in Schleswig-Holstein, davon den drittgrößten der Nordsee, nur Sylt und St. Peter-Ording sind hier begehrter. Weiterhin hat Büsum den zweitgrößten Hafen der schleswig-holsteinischen Nordseeküste.

Büsum an der Dithmarscher Küste liegt gar nicht so weit von Helgoland entfernt, und so wundert man sich nicht, dass die Reederei Cassen Eils sowie die Reederei Rahder Schifffahrten auf das Eiland der roten Felsen anbieten, aber auch Touren zu den Seehundbänken oder einen Einblick in das Fischerleben gewähren auf dem Krabbenkutter „Hauke“.

Die oben bereits erwähnten Meerestiere, die Jahrzehnte lang ein einträchtiges Geschäft für die Büsumer Wirtschaft darstellte, flachte während der letzten Jahre recht stark ab. Zwar kommen die Krabben noch immer aus der Nordsee vor Büsum, werden aber nicht mehr wie einst von Hausfrauen gepult. Nur zwei Pulmaschinen stehen in Büsum, der Großteil des Fangs geht nach Afrika oder in den Osten Europas wo sie gepult werden und dann zurück nach Deutschland gelangen. Den beiden Krabbengiganten Heiploeg und Klaas Puul lassen die Krabben aus Kostengründen in Billiglohnländern verarbeiten, was die Ware durch den langen Weg vom Fang bishin zum Verzehr natürlich nicht frischer macht. Dank der beiden Pulanlagen in Büsum gibt es sie aber noch: die echten fangfrischen Büsumer Nordseekrabben.

Büsum

Büsum ©iStockphoto/vora

Sehenswertes in Büsum ist ohne Zweifel das „Museum am Meer“, hier können Sie direkt bei der Krabbenverarbeitung zuschauen. Nehmen Sie sich auch etwas Zeit für den alten Leuchtturm der im Jahr 1913 erbaut wurde. Das 23,70 Meter hohe Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Zu wissen was es heißt an der Küste zu leben, erfahren die Büsumer Gäste eindrucksvoll in der Ausstellung „Sturmflutenwelt Blanker Hans“. Simulation im Windkanal und medial gesteuerte Eindrücke können mit allen Sinnen wahrgenommen werden, als wären Sie live dabei – bei der Sturmflut von 1962. Geöffnet ist saisonal 10 bis 18 Uhr. Alles rund um die Entstehung der Deiche zum Küstenschutz zeigt weiterhin das „Deichfreilichtmuseum“ und ein besonderes Highlight ist Schleswig Holsteins einziger Museumshafen. Restaurierte alte Segelschiffe sowie Gäste mit außergewöhnlichen Booten sind herzlich eingeladen hier vor Anker zu gehen. Die bei Segelfans bekannte „Schottische Karre“ liegt vor Ort und der „Anker-Friedhof“ ist ebenfalls immer einen Besuch wert. Kennen Sie die „Feuerland“ noch? 1926 in Büsum erbaut umsegelte Gunther Plüschow ein Jahr später mit ihr die halbe Welt, Brasilien, Kap Verden, England, Portugal, Kanarischen Inseln – überall hat der überdimensionale Krabbenkutter kurz angelegt, auf ihrer Reise nach Feuerland in Südamerika. Büsum verfügt über eine rundum perfekte Infrastruktur: neben den beiden Helgolandanlegern gibt es einen Seglerhafen und 4 Hafenbecken, einen 3,5 km langen Grünstrand und 100.000 qm Sandstrand, eine Fußgängerzone mit Boutiquen, Souvenirläden und Lebensmittelgeschäften, knapp 100 Restaurants und mehr als 20 Cafés und Bars. Ein buntes Treiben spielt sich hier ab, hoch im Norden, bei frischer Nordseeluft und gesundem Klima.

Top Artikel in Orte an der Nordsee