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Juist

Das Wappen der Ostfriesischen Insel Juist zeigt drei Dünen – das lässt bereits erahnen was Erholungssuchende auf der 17 km langen Insel zwischen Borkum und Norderney erwartet. Das knapp 17 km² große Nordseeheilbad wird oft als „längste und schönste Sandbank der Welt“ angepriesen. Juist ist an der schmalsten Stelle nur 500 m breit, gehört dem Landkreis Aurich in Niedersachsen an, und ebenso wie seine Nachbarn wird Juist von Ärzten aus dem ganzen Bundesgebiet zum Kuren empfohlen um Hautkrankheiten sowie Atemwegsbeschwerden lindernd und heilend entgegenzuwirken. Das vorherrschende Reizklima hilft zudem Patienten mit psychosomatischen Störungen.

Die Sandinsel in der Nordsee wird oft als „Töwerland“ bezeichnet, was friesisch dem Wort „Zauber“ entspricht. Juist ist 2000 Jahre alt, wurde von Wasser und Wind errichtet und geformt. Neben der zauberhaften Natur und dem größten Süßwassersee der Ostfriesischen Inseln, dem Hammersee, gibt es eine weitere Reihe Sehenswertes zu entdecken. „Der Bill“ – die westliche Spitze der Insel Juist, wird von den 1.800 Einheimischen liebevoll so genannt, ist ein absolutes Muss für jeden Juist-Aufenthalt. Seehunde am Billriff und mehrere große Sandbänke laden bei ablaufendem Wasser zu einer ausgedehnten Bill-Wanderung ein. Stärkung inklusive, denn kulinarisch kommen die Aktiven natürlich nicht zu kurz – dafür sorgt die “Domäne Bill”, ein Bauernhof bietet inseltypische Hausmannskost nach langen Wattwanderungen an. Unweit des beliebten Ausflugsziels befindet sich einer der beiden Orte der Insel Juist. „Loog“ ist neben dem Hauptort „Juist“ das kleinere und ruhigere Dorf, hauptsächlich Inselbewohner leben hier. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, so bietet Loog die einmalige Aussicht “Dree Water Uitkiek”. Auf einer Aussichtsplattform bietet sich die atemberaubende Sicht auf Nordsee, Wattenmeer und den Hammersee. Ein kleines Waldgebiet im Westen lädt zudem zu einer kleinen Wanderung ein. Die Besonderheit des Baumbestandes ist die Erkenntnis, dass eine hartnäckige Flechte an der Baumrinde, erkennbar durch graue und grüne Schuppen, kein schlechtes Indiz ist sondern im Gegenteil, eine Indikatorpflanze für schadstoffarme Luft!

Juist

Juist ©iStockphoto/Muenz

Der Inseltourismus spielt sich im Großen und Ganzen jedoch weiter östlich ab. Im Hauptort Juist, auch Ostdorf genannt, findet das bunte Treiben rund um den Hafen statt. Hier legen die Fährschiffe kommend vom Festland an und wieder ab – ein- bis zweimal täglich, abhängig von Ebbe und Flut. Die Fahrzeit der Strecke Norddeich-Juist beträgt daher zwischen 75 und 140 Minuten.

Schneller geht es da per Flugzeug, es gibt mehrere Möglichkeiten abzuheben. So bietet die Fluggesellschaft AIR HAMBURG täglich 2-mal den Direktflug von Hamburg nach Juist an. Preis: € 149,- pro Person und Strecke inkl. MwSt.(Stand 05/09 – http://www.air-hamburg.de). Preiswerter geht’s jedoch auch: Frisia-Luftverkehr Norddeich fliegt die Strecke Norddeich-Juist bzw. Juist-Norddeich ab 37,00 € pro Erwachsener (http://www.reederei-frisia.de). Die Ostfriesische Lufttransport GmbH Emden macht zudem den Abflug von Emden nach Juist möglich. Sie sehen schon, es gibt jede Menge Möglichkeiten um die schöne Nordseeinsel zu erreichen – bedenken Sie aber eines: Juist ist autofrei, das bedeutet sauberste Luft und herrlich ruhige Urlaubsstunden. Man bewegt sich per Rad fort und viele Pferdekutschen werden Ihnen begegnen. Die schönsten Badestrände der 17 Kilometer langen Küste finden sich direkt vor den Orten Loog und Ostdorf. Unzählige Strandkörbe warten hier auf Sonnenhungrige. Juist bietet jedoch keinen FKK Bereich an. Sehenswert sind weiterhin die Strandpromenade, im Ortskern der Kurplatz, der alte Bahnhof und der Leuchtturm Memmertfeuer. Langeweile kommt hier nie auf.

Juist rechnet jährlich mit rund 100.000 Übernachtungen. Das Leben auf der Insel ist nicht das preiswerteste, das Klima auch nicht das beständigste, jedoch gesund. Die traumhafte Landschaft, die netten Menschen machen diese autofreie Zone in der Nordsee zu einer der beliebtesten Urlaubsinseln der Nordsee.

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