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Urlaub an der Nordsee: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Urlaub an der Nordsee, unser Reiseziel für dieses Jahr stand zwar fest, aber an welchem Ort wir unsere schönsten Tage des Jahres verbringen wollten, darin waren wir uns mal wieder nicht einig. Angela bevorzugte die Insel Sylt, sie wollte unbedingt das von der High Society bevorzugte Eiland mal selbst in Augenschein nehmen, während ich mich zu den etwas ruhigeren Gegenden hingezogen fühlte, um in reizvoller Natur und gesundem Klima Ruhe und Entspannung zu finden. Also galt es wieder einmal einen Kompromiss zu finden, der unser beider Vorstellungen von Urlaub entgegenkam. Und den fanden wir dann auch.

Auf geht’s zu einer Küstenfahrt entlang der Nordsee

Unser erstes Ziel war die Küste zwischen Dollart und Jadebusen, auch als Ostfriesische Halbinsel bekannt und den davor gelagerten Inseln. Von unserem Ausgangspunkt in Norddeich aus, besuchten wir die Insel Juist und tags darauf die Insel Norderney. Noch war die Urlaubssaison nicht ganz zu Ende, und so herrschte ein reges Treiben auf den Inseln. Imposant sind die Leuchttürme und anderen Bauwerke anzuschauen, und für mich brachten – sehr zum Leidwesen von Angela – die ausgedehnten Spaziergänge im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer eine willkommene Erholung, nach den schier endlosen Schaufensterbummeleien in den Zentren der Inseln.

Unser nächstes Ziel hieß Neuharlingersiel, wo wir uns vier Tage Zeit nahmen, Land und Leute kennen zu lernen, wobei ich mehr an dem Land, und Angela mehr an den Leuten interessiert war. Der künstlich angelegte Badestrand war noch sehr gut besucht, denn die Temperaturen in diesem Jahr lagen ja bekanntlich etwas höher, als in den Jahren zuvor, was uns jedoch nicht davon abhielt, ebenfalls hin und wieder in die kühlen Fluten zu springen, wenn wir von unseren Besichtigungen (Buddelmuseum, Sielhof und Hafenpromenade) erschöpft und ziemlich verschwitzt zurück kamen. Klar, dass wir unsere Ausflüge während der Zeiten der Ebbe planten, um bei Flut wieder am Strand zu sein. Es waren angenehme Tage in Neuharlingersiel und die Nordsee zeigte sich von ihrer besten Seite, wie auch die Menschen, welche für das Wohl der Gäste in dieser Region zuständig waren. Die so häufig den Ostfriesen nachgesagte Sturheit, erlebten wir dann auch erst auf unserer Weiterfahrt Richtung Cuxhaven. Freundlich fragten wir einen Passanten nach dem Weg, bekamen auch eine Antwort, jedoch in einer Sprache, die mir und Angela vollkommen unbekannt war. Es war wohl „Platt“. Nach einem erneuten Nachfragen, nur Gebrabbel und Kopfschütteln. Dennoch sind wir schließlich gut in Cuxhaven gelandet.

Westerland

Westerland ©iStockphoto/mthaler

Angelas Wunsch geht in Erfüllung

Und nun eine ganze Woche lang Trubel, vom Shopping bis hin zum Durchtanzen in den Diskotheken in Westerland, und wenn ich ehrlich bin, so ein wenig grauste mir davor. Von Cuxhaven ging es über Otterndorf, Glückstadt, Itzehoe, Heide und Tönning Richtung Hindenburgdamm, den wir in den Mittagsstunden auf dem Sylt Shuttle der Deutschen Bahn überberquerten und auf der Insel Sylt ankamen. Unterkunft fanden wir – natürlich im Voraus gebucht – in einem der zahlreichen Apartmentanlagen der Innenstadt. Vor hier aus war es nicht weit zum Mittelpunkt der Stadt, der Friedrichstraße, in der Angela nun endlich ihre Erfüllung fand. Shoppen bis der Arzt kam.

Ich habe es überlebt

Auch diese Woche ging zu Ende, und mit einer bestgelaunten Freundin ging es nun weiter nach Reußenkoog, unserem Endziel, auf das ich mich unsagbar gefreut hatte. Eine Woche Natur pur zwischen Kornfeldern und Deichen, Heide, Watt und Wald. Ich glaube, dass es niemanden verwundert, dass ich als erstes mein Angelzeug aus dem Wagen holte und es in das angemietete Ferienhaus brachte. Nicht für Angela, aber für mich ging die Woche leider viel zu schnell vorbei. Trotzdem fuhren wir erholt, entspannt und gespickt mit vielen neuen Erfahrungen wieder nachhause.

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