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Die Toskana – Ein Bericht

Die mittelitalienische Landschaft sowie die politische Region Toskana, mit den 9 Provinzen und Florenz als Hauptstadt, umfasst ein Gebiet von etwa 22989 qkm, welches sich von dem Kamm des Toskanischen oder auch Etruskischen Apennin über das wunderschöne Toskanische Hügelland mit seinen von Federn und Weinhängen gerhmten sanften Bergkuppen als auch den typischen, überall gruppierten Zypressen bis hin zum ehemals sumpfigen und heute urbar en Küstenstreifen der Maremmen nahe des Tyrrhenischen Meer und bis zur Insel Elba als auch mehreren kleinen, der Küste vor gelagerten Inseln erstreckt.

Die 3,5 Millionen Bewohner leben überwiegend im Einzugsgebiet von gewerbereichen Ballungszentren, zwischen Florenz und der Stadt Livorno als auch von dort nördlich entlang der Küste bis zur Stadt Carrara. In diesem Gebiet konzentrieren sich eine viele meist kleiner als auch mittlerer Handwerksbetriebe von großer vielseitiger Produktionspalette: An einer anderen Stelle steht der Abbau der Mineralien (Eisen, Lignit, Quecksilber) sowie Marmor. Bedeutend ferner der Gerät-, Maschinen-, sowie der Schiffbau, die Pharmaindustrie, Glas- als auch die Kristallerzeugnisse, die Möbeltischlerei, die Schuh- und Textilerzeugnisse sowie das schöne, alte Kunsthandwerk.

Im Berg- sowie im Hügelland dominiert die Landwirtschaft mit den sich daraus ergebenden Veredelungs- sowie Verarbeitungsbetrieben, besonders der Weinbau. Die Toskana ist bekannt für den dunkelroten samtig-herben Chianti-Wein, der hier zu erwerben ist. Wichtig sind außerdem der Anbau von Getreide als auch von Oliven sowie im Arno-Tal der Gartenbau und die Blumenzucht.
Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist auch der Tourismus, vor allem in den Metropolen Florenz, Sienna als auch in der Stadt Pisa sowie in den vielen Thermalbädern und Badeorten an der Küste. Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, ist es sehr sinnvoll, sich vorher einen kurzen Überblick über die Geschichte zu verschaffen:

Geschichte: Das jetzige Gebiet der Toskana ist in etwa das Gleiche der antiken Etrurieren, das dort seit dem 9.-5. Jahrhundert vor Chr. als teilweise loser, teils fester Verband vieler Stadtstaaten blühte. Seine Macht und sein Einfluss reichte bis ur Poebene sowie nach Kampanien. Weil sich die schriftlichen Zeugnisse der Etrusker auf den Grab- Weih- oder auch auf Eigentumsinschriften beschränkten, ist kaum etwas über diese große Kultur zu erfahren. Die Herkunft liegt bis heute im Dunkeln . Umso schöner sind die vielen, oft in den als Wohnungen hergerichteten Gräbern gefundenen Gerätschaften sowie die künstlerisch meisterhaft gestalteten Darstellungen, die überwiegend Szenen aus dem alltäglichen Leben zeigen und vom früheren hohen Stand des Handwerks, besonders der Goldschmiedekunst erzählen. Sehr charakteristisch war auch die Anlage der Städte als sehr gut gesicherte Wehrburg in schwer zugänglicher Höhenlage, gerne auf isoliert stehenden Felsplatten, mit einer guten Übersicht über die Umgebung. Vor der Städte lagen die Nekropolen , deren sehenswerteste mittlerweile die von Cerveteri als auch von Tarquinia sind. Wie die Rundgräber aus jener Zeit beweisen, war den Etruskerndas Bauprinzip einer falschen Kuppel als auch des Tonnengewölbes sehr wohl bekannt. Als seefahrendes Volk betrieben sie regen Handelsaustausch mit den Völkern des Mittelmeerraums. Sie galten aber auch, als gefürchtete Seeräuber.

Toskana

Toskana ©iStockphoto/JanMiko

Mit dem frühen 4 Jahrhundert vor Chr. ist ein Verfall des bereits im 5. Jahrhundert geschwächten Reiches unaufhaltsam. Immer größere Teile werden der Stadt Rom unterworfen, das sich im Jahre 300 vor Chr. endgültig dieses Gebietes bemächtigt . Nach dem Untergang von Rom folgten die Ostgoten, die Byzantiner, die Langobarden und die Franken als Herren des Gebietes, seit dem 11. Jahrhundert war das Gebiet ein Teil der Markgrafschaft Tuscien. Im 3. Jahrhundert glückte es Florenz , die Vormacht vor den Städten der Region, besonders vor Siena und Pisa zu stärken und nach ihrer Unterwerfung im 15. Jahrhundert die Stellung als geistiges als auch politisches Zentrum zu behaupten. In der darauf folgenden Zeit litt das Land unter Auswirkungen des spanischen Erbfolgekrieges, unter einigen Seuchen und unmäßigen Steuerlasten. Bedingt durch den Wiener Frieden des Jahres 1735 fiel die Toskana an den bekannten Franz Stephan von Lothringen, einem Gemahl der Kaiserin Maria Theresia. An dem 1. Oktober 1800 kam es zu Herzog Ludwig von Parma. Es wurde 1807 dem französischen Kaiserreich zugeordnet und von der Schwester Napoleons regiert, die den Titel Herzogin von Toskana bekam.

Bemerkenswertes: Neben den schönen, großen Kunstmetropolen Florenz, Pisa als auch Siena, deren Besuch umbedint zu raten ist, bietet auch eine Fahrt entlang der Via Aurelia, von der Stadt Pisa über Livorno, zum Teil nahe, teils abseits von der Küste nach Grosseto viele wunderschöne Sehenswürdigkeiten. An dieser Strecke lohnt sich ein kleiner Abstecher von der eintönigen Industrie- und Hafenstadt Piombino zu dem nur 14 km nördlich, an der Nordseite der früheren Insel hoch über dem Meer angesiedelten Dorf Populonia, der altetruskischen Hafenstadt Puoluna, von der noch Überreste der 2 1\2 km langen Stadtmauer erhalten sind;: Beim Schloss genießt man im Übrigen einen weiten Blick über das Meer.

Provinzhauptstadt ist Grosseto. Die Stadt ist das Wirtschaftszentrum dieser Region. Der Hauptplatz der von Mauern mit 6 Bastionen eingerahmten Altstadt ist die Piazza Dante. An der Westseite liegt das Rathaus als auch der im Jahre 1294 begonnene Dom. Im linken Querschiff findet man eine “Himmelfahrt Maria” vor. Sehenswert ist auch das an den Dom anschließende Museo d`Arte Sacra sowie das Museo Archeologico. Etwa 6 km nördlich von Gosseto liegen die Scwefelquellen Bagno Roselle. Von hier aus lohnend ist von dem alten Städtchen Abbadia San Salvatore die Auffahrt zum Monte Amiata, einem erloschenen, kraterlosen Vulkan, von dessen Gipfel sich eine großartige Aussicht bietet. Sehr schön ist auch die Rundfahrt um den Monte Amiata. sind es noch etwa 6 km zu den Ruinen von Rusellae.

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