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Eine italienische Kulturreise in die Toskana mit Kindern

Wenn man nicht nur der Sonne und des Strandes Willen die Reise über die Alpen nach Italien antritt, dann bietet die Toskana eine schöne Alternative. Dort trifft italienische Kultur auf entspanntes Leben, gutes Wetter und wenn das Meer dann doch nicht fehlen darf – keine Angst, auch die Toskana hat eine wundervolle Küste zu bieten, die das Mittelmeer empfängt. Man kann also sagen, dass der Trip in die Toskana alles zu bieten hat, was das Urlaubsherz begehrt.

Am besten man schlägt sein „Zelt“ in San Gimignano auf, dies hat den Vorteil, dass man von allen weiteren Reiseziele gerade soweit entfernt ist, dass man einen schönen Tagesausflug erleben kann, und die Kinder nicht all zulange im Auto ausharren müssen. Schon San Gimignano – auch „Die Stadt der mittelalterlichen Türme“ genannt – hat selbst einiges zu bieten. Dieser Beinamen verrät bereits den Reiz der Stadt. Betritt man sie durch das Hauptzugangstor „Porta San Giovanni“, findet man sich in einer italienischen, mittelalterlich erhaltenen Stadt wieder. Um dies auf sich wirken zu lassen, sollte man sich in aller Ruhe einen Espresso oder ein Eis am wunderschönen Platz „Piazza del Duomo“, der von herrschaftlichen Gebäuden umgeben ist, gönnen. Die Türme, welche San Gimignanos Stadtbild prägen, sind die sogenannten „Geschlechtertürme“, die die Macht der Familien zu demonstrieren hatten. Die Besichtigung des „Torre Grosse“ ist ein Muss!

Toskana

Toskana ©iStockphoto/Janoka82

Ebenso ein Muss ist das traditionsbewusste Lucca mit seinen mehr als 99 Kirchen und Kapellen. Einen Überblick über diese Stadt kann man bei einem gemütlichen Rundgang entlang der im 15. Jahrhundert entstandenen Stadtmauer erhalten. Bei diesem Spaziergang wird man bestimmt auf den großen Turm aufmerksam, welcher mit Steineichenbewachsen ist. Er ist das Wahrzeichen der Stadt, und nachdem man seine 230 Stufen bewältigt hat, wird man mit einem grandiosen Blick über die toskanische Bilderbuchlandschaft belohnt. Besonders sehenswert – und auch für die Kinder sehr schön, ist die grüne Oase inmitten der Stadtmauern – der Botanische Garten. Hier können allerlei Pflanzen, ob groß ob klein bestaunt werden – auch das Tropenhaus hat seinen eigenen Charme.

Nun ist es nach den Stadtbesichtigungen auch einmal Zeit ein Museum zu besuchen. Da bietet sich das Da Vinci Museum in Vinci besonders an. Hier kann man die beeindruckenden naturwissenschaftlichen Erfindungen des Genies Leonadro DaVinci live erleben. Wirklich beeindruckend sind für Jung und Alt der bereits im 15. Jahrhundert von ihm entwickelte Taucheranzug. Neben diesem sind noch viele andere Ideen DaVincis in Originalgröße nachgebildet – absolut sehenswert!

Falls man mit Kindern unterwegs ist, sollte man sie nicht nur leckerem italienischen Eis bei Laune halten, man sollte ihnen auch einmal einen schönen Strandtag gönnen – und sich selbst auch! Dabei eignet sich der Sandstrand von Livorno bestens. Zum Einen kann man hier richtig schön die Mittelmeerwellen genießen, zum Anderen wird man bei der Anreise, am berühmten Turm von Pisa vorbeikommen. Natürlich ist dies Geschmackssache – aber den Schiefen Turm von Weitem zu erblicken ist wesentlich reizvoller als direkt vor ihm zu stehen. Er wirkt aus der Ferne noch schiefer und noch skurriler!

Nach diesem entspannenden Meerausflug, sollte man seinen Urlaub unbedingt mit einem Highlight abschließen und in einer der schönsten Städte der Toskana und UNESCO – Welterbe – Siena – ausklingen lassen. Bei diesem Besuch sollte man sich nicht krampfhaft auf die Suche nach Sehenswürdigkeiten machen, sondern einfach nur genießen! 1956 entschieden sich die Bürger Sienas als erste Bürger einer italienischen Großstadt dazu, ihr Stadtzentrum frei vom Autoverkehr zu halten. Wenn man Glück hat, dann hat man die Möglichkeit dem zweimal im Jahr, am 2. Juli und 16. August, stattfindenden berühmten Pferderennen als Zuschauer auf dem Piazza del Campo bei zu wohnen. Dabei verwandelt sich die Stadt vollends ins Mittelalterliche – es werden Fahnen der Stadtteile gehisst, überall hört man die Pferdehufen, Trommeln und mittelalterlich gekleidete Italiener kreuzen den Weg. Ein wundervolles Flair, welches man aufsaugen muss um lange davon zu erzählen und zu zehren, wenn es bald darauf heißt, die Rückreise anzutreten.

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