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Fiesole

Die Stadt Fiesole liegt zehn Kilometer nordöstlich von Florenz, in den Florentiner Bergen oberhalb der Großstadt. Die Stadt bietet einen schönen Ausblick auf Florenz und zieht Künstler aus aller Welt an, die hier leben und arbeiten. Fiesole hat heute rund 15.000 Einwohner und ist Universitätsstadt und Bischofssitz. Die historische Stadt zieht mit ihren Kunstschätzen aus mehreren Epochen Besucher aus aller Welt an und bietet zudem einen guten Ausgangspunkt für einen Besuch im benachbarten Florenz.

Die Geschichte der Stadt

Fiesole gehört zu den ältesten Städten der Region, vermutlich ist die Stadt sogar älter als das nur wenige Kilometer entfernt liegende Florenz. Gegründet wurde Fiesole bereits im achten Jahrhundert vor Christus von den Etruskern, im Jahr 80 vor Christus nahmen die Römer die Stadt ein. Der römische Heerführer Stilicho besiegte im Jahr 405 nach Christus bei Fiesole die Westgoten. Die Römer bauten den Ort aus und verliehen ihm Bedeutung als Handelszentrum. Im Mittelalter gehörte Fiesole zum Herrschaftsbereich des unabhängigen Stadtstaates Florenz, dieser nahm den Ort im Jahr 1125 nach einer langen Zeit des Konkurrenzkampfes ein. Obwohl bei der Einnahme durch Florenz zahlreiche Bauwerke zerstört wurden, blieben der Palast des Bischofs und der Dom erhalten. Auch zahlreiche Kunstschätze überdauerten die Jahrhunderte und können heute noch besichtigt werden.

Sehenswürdigkeiten in Fiesole

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Kleinstadt gehört der Dom San Romolo. Er befindet sich im Zentrum der Stadt, an dem weitläufigen Platz Piazza Mino da Fiesole. Dieser Platz wurde einst von den Römern als Forum angelegt und bildete schon damals das Zentrum der Stadt. Der Bau des Doms begann um 1028, im 13. und 14 Jahrhundert wurde das Bauwerk mehrmals erweitert. Von 1878 bis 1883 wurde der Dom vollständig saniert und restauriert. Das Gebäude ist im romanischen Stil gehalten, im Inneren sind Elemente des Renaissance-Stils zu sehen, wie er typisch für die Region um Florenz ist. Neben dem Dom liegt die Rektorei, ein Bauwerk aus dem elften Jahrhundert.

Eine weitere sehenswerte Kirche der Ort ist San Domenico, ein Bau aus dem Jahr 1406. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Kirche von den Architekten Nigetti und Dosio im Renaissance-Stil umgebaut.

An der Piazza San Francesco liegt die Basilika Sant Allessandro. Sie wurde auf den Grundmauern eines römischen Tempels erbaut, der wieder aus den Überresten eines etruskischen Tempels entstand. Die Basilika wurde seit dem elften Jahrhundert immer wieder umgebaut und spiegelt die lange Geschichte der Ortschaft auf faszinierende Art und Weise wieder.

Fiesole

Fiesole ©iStockphoto/farluk

Auch aus der Römerzeit sind in Fiesole einige Bauwerke erhalten. So gibt es eine archäologische Zone, in der zahlreiche Ausgrabungen stattfanden. Hier können Besucher heute ein einstiges römisches Amphitheater und die Überreste eines römischen Thermalbades besichtigen. Auf den Sitzen des Theaters, das ab 1911 restauriert wurde, finden noch heute rund 3000 Zuschauer Platz und im Sommer finden hier regelmäßig Freilichtaufführungen statt. Auch einige römische Tempelreste wurden im Rahmen von Ausgrabungen gefunden und können heute besichtigt werden. Aus der Zeit der Etrusker sind Teile einer imposanten Stadtbefestigungen und einige Tempelreste erhalten. Wer sich genauer über die antike Geschichte von Fiesole informieren möchte, kann dies im archäologischen Museum der Stadt tun. Dieses befindet sich in der direkter Nachbarschaft der archäologischen Zone und stellt zahlreiche Einzelfunde aus.

Auf einem Hügel etwas oberhalb von Fiesole liegt das Kloster San Francesco. Das Franziskaner- Kloster wurde im 15. Jahrhundert auf den Überresten einer mittelalterlichen Festung errichtet, die die Florentiner zuvor bei der Einnahme von Fiesole zerstört hatten. Heute kann der imposante Klosterbau besichtigt werden, er bietet eine einzigartige Aussicht auf die Stadt Florenz und die Landschaft der Toskana.

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