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Florenz

Florenz trägt ihren Namen, der „Die Blühende“ bedeutet, nicht umsonst. Diese Stadt erblühte bereits im Mittelalter zur Metropole – und hat den Menschen der Gegenwart eine reiche Geschichte und Kulturleistungen ersten Ranges zu bieten. Florenz ist mit etwa 365 000 Einwohnern die größte Stadt und gleichzeitig die Hauptstadt der Toskana. Am Fluss Arno gelegen stieg sie schon früh zur Handelsmetropole auf. Allerdings hatte die Stadt auch schon immer mit Überschwemmungen des Flusses zu kämpfen.

Gegründet wurde „Florentia“ von Julius Cäsar im Jahre 59 vor Christus. Doch ihr Aufstieg begann im 12. Jahrhundert mit dem nun entstehenden Mittelmeerhandel. Durch die Familie der Medici erlangte Florenz in der Renaissance große Bedeutung. Diese waren nicht nur Kaufleute, welche die Stadt zu einem Machtzentrum Italiens machten, sondern auch bedeutende Förderer von Malerei und Architektur, die Künstler wie Michelangelo, Donatello, Giotto, Fra Angelico oder Ghiberti an den Arno holte.
Doch die Herrschaft der Medici, die unter Lorenzo dem Prächtigen ihren Höhepunkt erreichte, bleib nicht ohne Zwischenfälle. 1494 besetzte der französische König Karl VIII. die Stadt, vier Jahre später scheiterte Savonarola an seinem Umsturzversuch.
Später wurde Florenz von Napoleon erobert und Hauptstadt des Königreich Etrurien. 1865 – 1871 war Florenz Hauptstadt des Königreich Italien.

So lebhaft die Geschichte von Florenz ablief, so gut sind auch die Zeugnisse derselben erhalten. Durch ihre architektonischen Schätze in der Altstadt erhielt Florenz 1982 auch den Status eines Weltkulturerbes der Menschheit. Florenz sollte jedenfalls auf Ihren Italien Rundreisen nicht fehlen.

Die Blütezeit der Renaissance ist in vielen Meisterwerken noch gegenwärtig. So zählen vor allem die Werke Michelangelos zu den absoluten Highlights bei einem Besuch der Stadt. Anfang des 16. Jahrhunderts schuf der Künstler dieses Meisterwerk in Marmor für die Medici. Auch heute findet sich der David noch auf der Piazza della Signora vor dem Palazzo Vecchio – allerdings nur als Kopie. Das Original befindet sich im Akademie Museum, doch das tut der Faszination keinen Abbruch. Michaelangelo gestaltete auch den trunkenen Bacchus im Bargello Museum, die Pieta im Dommuseum und die unvollendeten Medici-Gräber in der Sakristei der Basilica di San Lorenzo, die von Brunelleschi im Stil der Renaissance aus einem frühchristlichen Bau neu errichtet wurde.

Florenz

Florenz ©iStockphoto/sborisov

Die Kathedrale Santa Maria della Fiore ist allerdings die berühmteste Kirche der Stadt. Hier baute Brunelleschi die Kuppel, Giotto den Campanile. Neben den vielen Kirchen der Stadt sind es allerdings vor allem die Paläste der Medici, die den Besucher begeistern. Der Palazzo Pitti mit seiner berühmten Gemäldesammlung ist vielleicht der bedeutendste darunter. In der Galerie befinden sich von den Medici gesammelte Meisterwerke von Tizian bis Raffael. Direkt schließen sich an den Palazzo Pitti die Boboli-Gärten an. In einem der schönsten Parks Italiens befinden sich auch zahlreiche Skulpturen und Felsengrotten, welche die Besucher begeistern. Berühmt ist er Palazzo Vecchio aus dem 14. Jahrhundert besonders auf Grund seines Turmes, der 94 Meter in die Höhe ragt. Im ausgehenden Mittelalter tagte im Palazzo Vecchio das Parlament, heute befindet sich dort das Rathaus von Florenz.

Die Uffizien von Florenz sind eines der weltweit bedeutendsten Museen. Unter den Medici befanden sich in dem Bau Ämter und die Verwaltung der Stadt, Doch schon im Barock entstand eine Kunstsammlung, die bis heute immer mehr anwuchs. Neben Werken der italienischen Renaissance, sind auch deutsche, französische und niederländische Meisterwerke vorhanden.

Ein Besuch in Florenz sollte nicht vorbei gehen, ohne die berühmteste Brücke der Stadt zu besuchen. Die Ponte Vecchio ist eine der ältesten Segmentbogenbrücken der Welt und entstand im 14. Jahrhundert. Heute wie damals befinden sich viele kleine Läden auf der Brücke, und es gibt sogar Menschen, die auf dem Bauwerk leben. Alle Sehenswürdigkeiten von Florenz aufzuzählen, ist fast unmöglich, denn diese Stadt hat so viel zu bieten: Sie muss erlebt werden.

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