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Pescia

Bekannt für die Abenteuer von Pinocchio und für ihren Blumenmarkt liegt eine Stadt an den Ufern des Flusses Pescia, auf deren 79 km2 sich knapp 20.000 Einwohner verteilen. Die Stadt Pescia kann man grob in zwei Wohnzentren unterteilen. Das linke Ufer des Flusses gehört dem öffentlichen Leben, das religiöse Dasein in der Stadt spielt sich auf der anderen Seite ab. Auf der Kulturseite befinden sich in Pescia das Schloss und der Platz, rechts zeigt ein großer Dom die tiefe Verbundenheit mit der Religion. Ultimative Sehenswürdigkeiten sind in Pescia eher spärlich angesiedelt, doch wer tiefer die Luft in den Gassen der Stadt schnuppert, wird sie länger in Erinnerung behalten als Eifelturm, Disney-Land oder Freiheitsstatue. In den pescitianischen Bergen, die an die schweizerischen Berge erinnern liegen kleine Dörfer, die ebenfalls zur Stadt gehören. Viele dieser Dörfer haben kleine idyllische Kirchen, eine Stadtmauer und einen Turm, der zum Kirchturm wurde.

Die Sehenswürdigkeiten in Pescia.

Der Palast Palagio, der Dom und der Palast della Barba sind die wichtigsten Bauwerke in der Blumenstadt. Der Alte Blumenmarkt lockt die Touristen durch seine moderne Architektur. Überhaupt sind die Aktiva in dieser Gemeinde der Blumenanbau (Nelken), und die Herstellung von Papier. Besonders gute Beziehungen hat Pescia mit Belgien . Die Herstellung von Blumen und deren Absatz hat sie in der ganzen Welt berühmt gemacht. Die Tradition der Papierherstellung besteht schon lange Zeit und noch heute wird das Qualitätspapier, das viele Papierfabriken produzieren in ganz Italien verkauft. Im Papiermuseum in Pietrabuona können die Interessenten heute noch verfolgen, wie das Qualitätspapier aus Pescia hergestellt wird, bzw. wurde. Viele Urlauber kommen auch nach Pescia, um die romantische Piazza Mazzini, das städtische Museum, oder das Museum für Archäologie und Naturgeschichte zu besuchen. Eine große Ausstellung von Zierpflanzen und Schnittblumen erwartet die Besucher zur Zeit der Blumen-Biennale, die Händler auf dem riesigen Blumenmarkt kaufen ihre Produkte aus ganz Europa ein.

In ihrer Region ist Pescia auch ein wichtiges Schulzentrum. Es gibt vier Gymnasien, eine Agrarschule und eine graphisch-touristische Berufsschule. Der italienische Bildhauer Libero Andreotti und Giampaolo Pazzini, ein berühmter italienischer Fußballspieler sind hier geboren.

Pescia

Pescia ©iStockphoto/clodio

Die Geschichte von Pescia.

Archäologen haben Beweise erbracht, dass die ersten Ansiedlungen hier die Langobarden bauten, denn der Name der Stadt kommt aus dem langobardischen Wort, das Fluss bedeutet. Im dreizehnten Jahrhundert griff Lucca die Stadt der Blumen und des Papiers an und zerstörte sie. Doch die Einwohner von Pescia bauten diese schnell wieder auf. Florenz und Lucca stritten dann im Mittelalter um die Stadt, weil deren unabhängiger Staat auf den Grenzen ihrer Republiken lag. Auch Pisa versuchte zwecklos sie zu besetzen, und so wurde sie schließlich von Florenz erreicht. Die Seidenraupenzucht und der Maulbeeranbau waren in dieser Zeit die Aktiva in Pescia. Die Geschichte schreibt, dass eine Seidenraupe aus dem Fernen Osten das erste Mal von einem pescitianischen Mönch nach Europa gebracht wurde. Der Großherzog der Toskana benannte gegen Ende des 17. Jahrhunderts Pescia als die Stadt des Großherzogtums in der Toskana. Weil Napoleon die Seide mit der Zuckerrübe auswechselte, beschädigte sein Durchgang die Ökonomie von Pescia schwer. Auch vom Zweiten Weltkrieg blieb die Gemeinde nicht verschont. Nach schweren Bombenangriffen erholte sich die Stadt in der Toskana aber schnell und nach dem Aufbau des Neuen Blumenmarkts fing der Absatz in der ganzen Welt wieder an.

Topographie und Klima in Pescia.

An den Ausläufer des Apennin liegt Pescia an der Straße von Pistoia nach Lucca. Die milden und gemäßigten Temperaturen sind für die Touristen sehr angenehm. Im heißesten Monat Juli liegt die Durchschnittstemperatur bei 25 Grad. Vier bis sieben Grad erwarten die Besucher, wenn sie im Januar das wirklich sehenswerte Städtchen besuchen.

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