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Poppi

Poppi ist eine alte italienische Stadt, die auf einem kleinen Hügel errichtet wurde. Dieser Hügel liegt genau im Zentrum des Arno-Tals, über welches man, von Seiten der Stadt aus, einen wunderschönen Ausblick hat. Dieser Ausblick ist besonders dann äußerst reizvoll, wenn das gesamte Tal in Blüte steht. In Poppi und ihrer Umgebung findet sich mittelalterliches Flair in der Mitte des grünen Casentino, dies stellt eine ausgezeichnete Kombination dar, welche verzaubern kann.

Auf dem höchsten Punkt des Hügels steht die Burg, in ausgezeichneter Lage. Es scheint als beherrsche sie von diesem Punkt aus eine in sich geschlossene Welt, die grüne Welt des Casentino. Ihre einzigartige Lage ermöglichte es dem Feudalherrn, in alter Zeit, sein Herrschaftsgebiet mit einem Blick erfassen und bewerten zu können. Die Burg von Poppi stammt aus dem 14. Jahrhundert und dominiert noch heute das Ambiente der Stadt. Während der Renaissance, wurde sie baulich verändert, um sie dem Geist dieser Epoche anzupassen. Das Ergebnis des Umbaus ist sehr positiv zu bewerten; von außen erinnert die Burg seit dieser Zeit an den Palazzo Vecchio, der sich in Florenz befindet. Die Burg in Poppi könnte man also als einen „Prototyp“ dieses berühmten Gebäudes betrachten. Es wird in der Fachwelt diskutiert, dass beide Gebäude mit großer Wahrscheinlichkeit als Werk desselben Architekten anzunehmen sind.

Arnolfo di Cambio gilt als ein Meister der Architektur seiner Zeit. Der Innenhof der Burg, ihre Treppen und ihre weitläufigen Säle mit den typischen Kassettendecken zählen zu den Meisterwerken toskanischer Architektur. Die Außenfassade der Burg zieren zahlreiche, fröhlich bunte Familienwappen. Ihr imposanter Turm reicht hoch über Stadt und Burg hinaus und bietet jedem, der ihr erklimmt, einen fantastischen Ausblick. Eine Kapelle ist ebenfalls vorhanden, sie ist mit Fresken des Künstlers Taddeo Gaddi ausgeschmückt.

Einen wahren Schatz nicht architektonischer Art hütet die Burg ebenfalls noch heute. In ihr befindet sich eine große historische Bibliothek, die Biblioteca Rilliana. Sie zählt mehr als 25.000 Bücher, unter welchen sich auch über 1.000 Manuskripte und seltene Inkunabeln befinden.

Poppi

Poppi ©iStockphoto/AndreaLandi

Bis vor etwa 300 Jahren zählte Poppi noch mehr als 6000 Einwohner. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Einwohnerzahl beständig ab und heute sind noch ungefähr 600 alteingesessene Bewohner der Altstadt zu zählen 600. Vielleicht erscheint es unpassend einen Ort, der so wenige Einwohner zählt, als Stadt zu bezeichnen, aber die Geschichte der Stadt sollte diese Bezeichnung rechtfertigen. Zudem sind in Poppi, ebenso wie in vielen anderen alten, kleinen Orten und Kleinstädten Italiens, so auch in der Toskana, ihre gepflasterten Strassen, ihre Plätze und ihre Architektur in jeder Art die einer Stadt, einer Stadt aus einer anderen Zeit. Einer Zeit in der Dimensionen anders waren, kleiner, heimischer und ruhiger.

Die Altstadt lädt mit ihren kleinen Gassen und Läden zum lockeren Flanieren ein. In der Altstadt befindet sich auch der sechseckige Tempietto della Madonna del Morbo, welcher absolut sehenswert ist und die Kirche Santa Fedele, die ihren ganz eigenen architektonischen Charm ausstrahlt. Die Stadt selbst übt einen Reiz aus, der einer anderen Zeit entspringt, dennoch erscheint sie nicht zurückgeblieben, sondern lädt zum Verweilen ein. Poppi hat ihren eigenen Charm und ihr eigentümliches Ambiente, welches sich in sehr vorteilhafter Weise mit ihrem italienisch, toskanischen Flair verbindet.

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