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San Miniato

Die geografische Lage

San Miniato liegt dort wo die Flüsse Egola und Elsa in den Fluss Arno münden. Die Lage zwischen diesen Mündungen war für die Entwicklung dieser Stadt sehr von Vorteil. Di Stadt San Miniato blickt auf die Straße welche von Pisa nach Florenz führt, und auch auf die europäische Verbindungsstraße Via Francigena, die nach Rom führt.

Die Geschichte von San Miniato

Zum ersten Mal wurde San Miniato im Jahr 936 erwähnt. Damals übergab der Bischof von Lucca sowohl die Kirche als auch die Burg an den Adalberto dei Lombardi. Kaiser Friedrich Barbarossa ließ San Miniato kurzerhand Befestigen, da die Stadt eine strategisch wichtige Bedeutung hatte. Zudem machte er die Stadt zum Mittelpunkt der Finanzen des Kaisers. San Miniato wurde im letzten drittel des 12. Jahrhunderts in zwei Bereiche geteilt. Der erste Bereich beinhaltete die Burg des Kaisers, so wurde der Bereich Incastellatura genannt. Der zweite Bereich war der zivilen Bevölkerung vorbehalten. Im sogenannten Castrum lebten die Bauern, Handwerker und Händler. Unter der Herrschaft von Kaiser Friedrich II. erlangte San Miniato im 13. Jahrhundert den Höhepunkt ihrer Bedeutung. Damals wurde die Stadt, zwecks militärischer Umgestaltung, ganz und gar umgebaut. Auch die Familie Bonaparte war in der Stadt San Miniato ansässig. Bereits in Jahr 1881 lag die Zahl der Einwohner bei 3147 Personen.

San Miniato

San Miniato ©iStockphoto/kjekol

Die Sehenswürdigkeiten von San Miniato

In den Zeiten von kultureller und wirtschaftlicher Prosperität entstand das Stadtbild von San Miniato, welches auch heute noch viele Kunstschätze birgt. Die Architektur hat ihren Ursprung im 14. Jahrhundert, eine bauliche Erneuerung fand im 16. Jahrhundert statt, der Auslöser war eine Zeit von gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Untergang und im 18. Jahrhundert gab es nochmals eine städtebauliche Veränderung, welche Bischof G. Francesco Poggi zu verdanken war. Schon von weitem verleiht der Turm Friedrichs II., welcher Torre di Federico II. genannt wird, der Stadt eine Silhouette die unverwechselbar erscheint. Dieser Turm ist von der Kaiserburg als einziges noch vorhanden. 1944 war der Turm von deutschen Soldaten gesprengt worden, doch 1958 wurde der Turm neu errichtet.

Die Kirche Santa Casterina, welche im 13. Jahrhundert erbaut wurde, birgt Schnitzereien aus Giovanni Pisano´s Werkstatt und von S. Nicola aus Tolentino. Die historische Piazza Bonaparte liegt zwischen Palästen, welche in 16. und 18. Jahrhundert erbaut wurden. In dessen Mitte befindet sich das Denkmal des Großherzogs Leopolds II. Der Bonaparte Palast aus dem 16. Jahrhundert ist jedoch in San Miniato eines der interessantesten Gebäude. Das Kloster San Francesco, welches im Jahr 1211 gegründet wurde, lehnt sich an den Hang des Haupthügels. Dieses Kloster stellte über Jahrhunderte ein Franziskanerzentrum dar. Das Heiligtum des Santissimo Crocifisso liegt auf der anderen Seite dieses Hügels. Das Santissimo Crocifisso wurde im Jahr 1705 erbaut, hier befindet sich auch ein, aus dem 12. Jahrhundert stammendes Holzkreuz welches als wundertätig verehrt wird. Diesem Heiligtum gegenüber befindet sich das Rathaus, der Palazzo del Comune. Ursprünglich war der Ratssaal mit Fresken verziert, die Fassade stammt aus dem 19. Jahrhundert. Gleich neben dem Rathaus ist das Lorentino- Oratorium zu finden, mit Bildern von Francesco Lanfranchi.

Auf der Südseite wird der Platz der Republik vom Seminar- Palast begrenzt. 1713 wurde dieses Priesterseminar eröffnet. Das Äußere des Seminar- Palastes wurde mit Fresken von Francesco Di Pietro Chimenti verziehrt. Der Palazzo Formichini ist ein gutes Beispiel für die Architektur der Renaissance. Im Palazzo Formichini befindet sich die Sammlung der Cassa di Risparmio.

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