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Vinci

Das Städtchen Vinci im Herzen der Toskana erinnert mit seinem Namen unmittelbar an den berühmtesten Künstler des Mittelalters, Leonardo da Vinci, der hier 1452 geboren wurde. Der Name da Vinci ist also kein Nachname, wie viele meinen, sondern ein Zusatz der „aus Vinci“ bedeutet. Dem Maler, Schriftsteller und Forscher wurde in Vinci ein Museum und eine Bibliothek gewidmet. Das Museum befindet sich im unterirdischen Gewölbe des Kastells Guidi, dass im Jahre 1100 in den Besitz des gleichnamigen Grafen gelangte. Die Grafen herrschten bis in das Jahr 1254 hier, dann wurde Vinci Florenz unterstellt und in eine Gemeinde umgewandelt. 1919 kam das Kastell wieder zurück in den Besitz der Gemeinde. Das im Jahre 1953 hier eröffnete Museum Leonardiano zeigt seltene Originalstiche und Gemälde, aber auch 60 Modelle von nachgebauten, funktionierenden Maschinen, die der Maler der Mona Lisa, erfunden hat.

In der am Fuße der Burg liegenden Bibliothek befindet sich ein Dokumentationszentrum mit Reproduktionen von Handschriften und Skizzen Leonardos. Das Geburtshaus des Genies liegt etwa 3 Kilometer ausserhalb Vincis, in dem Dörfchen Anchiano, umgeben von Olivenbäumen. Ein gut ausgeschilderter Wanderweg führt zu dem einfachen, mittelalterlichen Haus. Im Haus selbst sind Zeichnungen der toskanischen Landschaft von dem Künstler zu sehen.

Vinci liegt auf den Hügeln des Montalbano, zwischen Olivenhainen und Weinbergen in der typischen toskanischen Landschaft und ist ungefähr 50 Kilometer von Florenz entfernt. Aus den Trauben der umliegenden Weinberge wird der bekannte Chianti Wein hergestellt. Mischwälder, die sich mit Ölbäumen abwechseln, prägen hier das Landschaftsbild der nördlichen Toscana. Ausflüge in die Umgebung bieten sich an, zum Beispiel nach Empoli, mit seiner sehenswerten Piazza Farinata degli Umberti, oder nach Lucca, in die Stadt der 100 Kirchen.

An heißen Sommertagen kann man sich im Schwimmbad in Larciano, dass ganz in der Nähe von Vinci liegt, abkühlen. Ein Außen- und Hallenschwimmbad mit modernem Fitnesscenter bieten den Vinci- Besuchern Abwechslung. In einem kleinen Museum, dass sich in der alten Festung befindet, werden Funde aus der Umgebung gezeigt, unter anderem eine Nonnenmumie, mit einer Münze zwischen den Zähnen. Auch in Empoli findet man am Fluss Arno ein Freibad.

Vinci

Vinci ©iStockphoto/ominojarre

Unterkünfte für Touristen werden in Vinci in verschiedenen Kategorien angeboten. Man findet kleine, modern ausgestattete Hotels, sowie auch luxuriöse Domizile vor. Das bekannte Weingut Podere Zollaio am Stadtrand verkauft auch Olivenöl und bietet Unterkünfte mit allem Komfort. Vom Pool aus hat man einen schönen Blick auf das Kastell. Campingliebhaber können auf dem Campingplatz Barco reale auf einer Anhöhe mitten im Wald einen schattigen Platz finden. Auch das Essen und Trinken kommt in Vinci nicht zu kurz. Die traditionelle toskanische Küche wird in vielen kleinen Restaurants in und um Vinci angeboten. Am Kastell finden sich mehrere gute Lokale und für eine Wanderung oder Fahrradtour bietet sich das Casa di Monte im Wald bei San Baronto mit seinem großartigen Fernblick an. Wer Lust auf eine Wanderung durch die hügelige Landschaft des Montalbano Gebirges hat, kann von Vinci aus die höher gelegene Route in das 15 Km entfernte San Baronto nehmen und durch schattige Waldstücke, vorbei an zahlreichen Bächen, die ganze Schönheit der Toskana genießen.

Beste Reisezeit für einen Aufenthalt in der Toskana sind die Monate im Früh- oder Spätsommer, da die Sommermonate sehr heiß und trocken sind.

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