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Angeln in Irland

Jedes Jahr zieht es leidenschaftliche Angler an die saubersten, fischreichsten und dennoch nicht überfischten europäischen Binnen- und Küstengewässer, nach Irland. Die „grüne Insel“ eignet sich das ganze Jahr über für einen lukrativen, erlebnisreichen Angeltrip. Die häufigen Regenfälle (meist schauerartiger Nieselregen) bei mildem Klima unterstützen die exzellenten Lebensbedingungen für Raub- und Friedfische und deren Population. Besonders im westlichen, regenreichsten Inselbereich spielt die örtliche Wettervorhersage mit detaillierter Auskunft über Temperatur, Luftdruck und Wasserstand für das tägliche „Anglerglück“ eine wesentliche Rolle.

Schutz durch Entnahmelimit

Damit der hervorragende Fischbestand in den Flüssen, Loughs (Seen), Kies-Baggerseen und an der gesamten Küste dauerhaft gewährleistet ist, achten die Iren auf den Schutz der Tiere. Angler sind angehalten, das Töten zu begrenzen und gefangene Tiere schonend wieder freizusetzen (Einfachhaken ohne Widerhaken). Für viele Fischarten gilt ein Entnahmelimit, das vor Ort erfragt und unbedingt einzuhalten ist.

Angellizenz

Das „Game Fishing“ auf Lachse und Meerforellen (Schonzeit Ende August und Anfang Januar) setzt eine Angellizenz und ein Markierungs-Logbook, das, wenn nicht direkt vor Ort, mit Nachweis bis zum Saisonende (dieses Jahr: 19. Oktober 2013) an die Inland Fisheries Ireland zurückzusenden ist, voraus. Die Lizenz ist in „tackle shops“ (Angelsport-Geschäften), in der Zentrale des Fischereibezirks, in einigen Hotels und über das Internet erhältlich. Die Kosten schwanken regional. Aale sind derzeit absolut tabu und manche Fischarten, wie zum Beispiel Rochen, müssen generell freigesetzt, einige zusätzlich markiert werden. Auch hier gelten regional unterschiedliche Bestimmungen. Meeresangeln, Brandungs-und Uferangeln (von Felsen, vom Kai, am Strand) sowie das „Coarse Fishing“ (Süßwasserangeln von Nichtsalmoniden, auch Hechte und Bachforellen) sind genehmigungsfrei – Letzteres mit einer Ausnahme, für das Gebiet nördlich des Flusses Shannon wird ein „Share Certificate“ (Freigabe-Erlaubnisschein) verlangt. „Not allowed“ (nicht gestattet) sind das Angeln mit mehr als zwei Ruten und die Verwendung von lebenden Ködern/Würmern. Skipper von Charterbooten und Angeltour-Guides („Ghillies“) wissen natürlich bestens Bescheid und sind immer auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung. Grundsätzlich sollte man sich vor seinem Urlaub an die örtlichen Stellen wenden.

Angeln in Irland

Angeln in Irland ©iStockphoto/Giovanni Rinaldi

Fischarten

Die Artenvielfalt, besonders im Meer, ist entsprechend einmalig. Allen voran diverse Hai- und Rochenarten, Pollack, Köhler, Leng, Conger, Seehechte, Seekarpfen, Knurrhähne, Meerengel, Flundern, Dorsche, Makrelen und Wolfsbarsche. Küstennah beißen auch einige Warmwasserfische wie Rotbrachse, Drückerfische, Gelbschwanzmakrelen oder Meeräschen.

Zeiten für Angler

In und vor Irland kann ganzjährig gefischt werden. Die touristische Saison läuft vom Frühjahr bis in den Herbst. Damit deckt sie auch saisonale „Best-Off-Zeiten“ ab. Die absoluten Spitzenmonate für fast alle Arten sind Juni, Juli, August und teils noch der September (einige Haie). Dorsche sind vom Boot aus im Mai und Juni Topfavoriten. Nur Wolfsbarsche und Flundern haben ihre Bestzeit zwischen September und Januar. Die Hechte in den Seen beißen vorrangig von November bis Mai.

Angeln in Flüssen und Seen

Angel-Hotspots an Flüssen und Seen befinden sich hauptsächlich am „Shannon Corridor“, in dem hunderte von Seen und Wasserläufen umfassenden größtem Binnenwasserterrain im Inselzentrum und hinauf bis zum Lough Erne (Nordirland). Liebhaber schätzen die Nebenflüsse des River Moy im nördlichen County Mayo. Hier ist die „Game Fishing“-Lizenz am preisgünstigsten.

Angeln am Meer

Unzählige „Deep Sea Angling“-, Brandungs- und Uferangel-Hotspots reihen sich an der 5.600km langen, landschaftlich spannenden Küste um die Insel. Neben dem Mündungsgebiet des River Moy liegen die Top-Locations an der vom Golfstrom beeinflussten Süd- und Westküste. Zu ihnen zählen im Südwesten die Halbinsel Dingle, Valentia Island, Cork Harbour und die Ring of Kerry (Küstenstraße). Im Nordwesten Westport, Lackan Bay, Killala, Donegal Bay, Killybegs, das Mündungsgebiet des Shannon und hier insbesondere der Bereich um die eindrucksvollen Loop Head-Klippen (County Clare).

Hausboote und Unterkünfte

Da es schwer fällt unter der Vielzahl an Top-Fischgewässern eine Wahl zu treffen, sind mehrtägige Fahrten mit Kabinen- oder Hausbooten, für die kein Bootsführerschein, nur der Nachweis der Volljährigkeit erforderlich ist, sehr gefragt. Wer sich jedoch für ein Gebiet entschieden hat oder die Küste bereist, wird eine feste Hotel- oder B&B-Unterkunft bevorzugen. Sehr reizvoll sind urgemütliche Miet-Cottages oder eine Unterkunft auf einem Schloss oder herrschaftlichen Landgut.

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