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Killarney Nationalpark

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten, die Irland im Hinblick auf Naturlandschaft zu bieten hat, ist der Killarney Nationalpark in der Grafschaft Kerry. Er befindet sich im Südwesten der Insel am Rand der höchsten irischen Berge, den McGillycuddy Reeks, und nahe der hier zum Atlantik hin fjordartig ausgeprägten Steilküste.

Anreise

Die Entfernung von Dublin beträgt, je nach gewählter Route, 300 bis 350 Kilometer. Als Ausgangspunkt für Besuche ist die dem Park ihren Namen gebende Stadt Killarney daher mit dem Auto innerhalb von etwa vier Stunden zu erreichen.

Das von der UNESCO 1981 als internationales Biosphärenreservat anerkannte und schon 50 Jahre zuvor als Nationalpark ausgewiesene Gebiet umfasst eine Fläche von etwa 13000 Hektar. Über ein Viertel davon wird von den während der Eiszeit ausgeschürften, unterschiedlich großen Gletscherseen Lough Leane, Muckross Lake und Upper Lake eingenommen. Neben der abwechslungsreichen Landschaft mit teilweise schroffen Bergen, Wasserfällen, fischreichen Seen und kargen Heideflächen bietet der Killarney Nationalpark eine zauberhafte Flora mit uralten Eichen- und Eibenwäldern in windgeschützten Bereichen sowie Pflanzen zum Teil mediterraner Herkunft. Dazu gehören Erdbeerbäume und vor allem die zahlreichen Rhododendronsträucher, denen das milde, feuchte Atlantikklima, begünstigt durch den warmen Golfstrom, üppiges Wachstum ermöglicht.

Killarney Nationalpark

Killarney Nationalpark ©iStockphoto/Rafal Stachura

Beste Reisezeit

Obwohl die Region wegen des günstigen, frostfreien Klimas ganzjährig besucht wird, fällt die beste Reisezeit auf die Monate April bis Juli: Mit einem Schwerpunkt im Mai bilden die Rhododendronblüten dann in vielen Bereichen einen abwechslungsreichen Farbenteppich.

Was macht den Killarney Nationalpark aus?

Umgeben von liebevoll gestalteten Parks oder hübschen Gärten sind an mehreren Stellen des Nationalparks eindrucksvolle Profan- oder Sakralbauten als Zeugen früherer Kulturlandschaften zu sehen. Dazu zählen zum Beispiel die spätmittelalterlichen Ruinen des Franziskanerklosters Muckross Friary, die Überreste der Festung Ross Castle aus dem 15. Jahrhundert oder die auf der gleichnamigen Insel gelegenen Mauern der Innisfallen Abbey. Das gilt auch für Muckross House, einen im Tudorstil erbauten, mit Efeu umrankten Herrensitz des 19. Jahrhunderts. Er wurde einst von Königin Victoria besucht. Einer ihrer Spaziergänge führte sie zu „Ladies‘ View“. Von diesem Aussichtspunkt öffnet sich ein wunderbares Panorama auf den Upper Lake.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Killarney Nationalpark zu erschließen. Autofahrer können ihn auf einem Teilstück des sogenannten „Ring of Kerry“, einer über 140 Kilometer langen, bis zur Küste führenden Panoramastraße, durchqueren. Die Stadt Killarney bildet Anfangs- und Endpunkt dieser Route. Für moderate Gebühren sind dort auch Fahrräder auszuleihen, mit denen der Nationalpark auf kürzeren Touren erkundet werden kann. Ein Rundwanderweg führt um den Lough Leane. Es ist der größte See. Fahrten mit dem Boot bieten dort abwechslungsreiche Perspektiven und Aussichten auf die Kette der McGillycuddy Reeks und das Vorland. Diese Berge mit zum Teil alpinen Formenschatz sind auch für Hochgebirgswanderungen interessant. Eine Variante führt zum Beispiel vom Upper Lake aus in den schluchtartigen „Gap of Dunloe“; das ist ein während der Eiszeit von einem über 500 Meter mächtigen Gletscher ausgeformtes Trogtal.

Unterkünfte

Wer genug Zeit einplant, kann sich im Killarney Nationalpark richtig erholen und die vielen Kleinode in Kultur- und Naturlandschaft entdecken und erleben. Das wird durch die gute Verkehrsinfrastruktur erleichtert. Übernachtungsmöglichkeiten und Quartiere für längere Zeit konzentrieren sind auf die Stadt Killarney mit knapp 14.000 Einwohnern und deren Umgebung an den Ufern des Lough Leane. Hotels unterschiedlicher Kategorien und Preisklassen von Vollpension bis „bed & breakfast“ stehen ebenso zur Verfügung wie Ferienhäuser und -wohnungen. Obwohl sehr viele Angebote vorhanden sind, empfiehlt es sich, während der Hochsaison rechtzeitig eine Unterkunft zu reservieren. Denn der Killarney Nationalpark ist nicht nur ein sehenswertes sondern auch sehr beliebtes Reiseziel.

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