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Waterford

Ganz im Südosten der irischen Insel, wenige Kilometer von der Nordsee entfernt und am Südufer des Flusses Suir gelegen, ist die zur Provinz Munster gehörende Stadt Waterford die älteste des Landes. Gegründet wurde sie zu Beginn des 9. Jahrhunderts von den Wikingern, die dort an der für ihre Raubzüge strategisch günstigen Küste ihr Winterquartier aufschlugen, und sich trotz wiederholter Kämpfe mit den Iren vor Ort letztlich erfolgreich etablieren konnten. Heute leben in der Hauptstadt des gleichnamigen County knapp 47 000 Einwohner auf einem Gemeindegebiet von gut 41 Km². Mit der irischen Hauptstadt Dublin ist Waterford über die Autobahn M9 verbunden, außerdem bestehen mehrere regelmäßige Bahn- und Busverbindungen zwischen den beiden 103 Meilen bzw. 166 Kilometer voneinander entfernten Städten. Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Hotels, Pensionen, Gästehäusern, Bed & Breakfast, Jugendherbergen und Campingplätzen sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt, Informationen findet man auf der Netzpräsenz von Wateford, die Touristeninformation an der Kreuzung der beiden zentralen Straßen „The Granary“ und „The Quay“ ist natürlich ebenfalls gerne bei der Suche nach einem Quartier behilflich.

Reginald’s Tower

Überregional und international bekannt ist Waterford vor allem für seinen von den Wikingern im Jahr 853 errichteten Wehrturm „Reginald’s Tower“, der als ältestes städtisches Gebäude in Irland gilt, auch Mörtel als Baustoff wurde bei seiner Konstruktion erstmalig eingesetzt. Das urbane Wahrzeichen bildet gemeinsam mit weiteren Gebäuden aus der Entstehungszeit der Stadt das sog. „Wikinger-Dreieck“, heute ist der Turm ein Museum und Teil des „Waterford Museum of Treasures“, wo auch Kleidung und Waffen des einstigen englischen Königs Heinrich VIII. (1491 bis 1547) ausgestellt werden.

House of Waterford Crystal

Zum gleichen Verbund von Museen gehören auch das „House of Waterford Crystal“, wo man sich ausführlich über die lange Tradition der Glasherstellung in der Stadt informieren kann, und der ehemalige Bischofspalast mit Artefakten aus der Stadtgeschichte zwischen 1700 und 1970. Kunstfreunden empfiehlt sich die renommierte „Waterford Municipal Art Gallery“ samt ihrer Dauerausstellung mit über 200 Bildern irischer und internationaler Künstler. Auch das „Garter Lane Arts Centre“ im 1792 erbauten „Quaker Meeting House“ bietet eine großzügige Galerie, das dortige Theater hat 164 Sitzplätze. 600 Besucher hingegen finden im 1876 errichteten „Theatre Royal“ in der Innenstadt Platz, das Haus beeindruckt durch seine U-Form und die imposante viktorianische Bauweise.

Waterford

Waterford ©iStockphoto/Brian Kelly

Christchurch Cathedral

Ebenfalls sehenswert sind auch die Überreste der Stadtmauer aus dem 10. Jahrhundert, die „Christchurch Cathedral“ und die beiden Kirchen St. Olave und St. Patrick aus dem 18. Jahrhundert, das „Waterford Chamber Building“ von 1795, die City Hall von 1783 und das historische Gerichtsgebäude „Waterford Courthouse“ von 1849. In der Umgebung der Stadt gibt es viele weitere geschichtlich interessante Burgen, Klöster und Gutshäuser, so zum Beispiel das „Lismore Castle“ bei Dungarvan, die Klosteranlage „Mount Mellary Abbey“ in der Nähe von Cappoquin, die mittellaterliche Kirche und die Burg von Dunhill sowie die Herrenhäuser und Parkanlagen in Portlaw, Villierstown, Kilmeaden, Clogheen und Ferry Bank.

Comeragh Mountains

An der Küste und in der Nähe der Städte Tramore, Kilea und Dunmore East finden sich außerdem noch bis zu 4000 Jahre alte prähistorische Grabanlagen, Festungen, Dolmen und Menhire, auch bei Ballykilmuury, Balltnaharda und Carraig Phillip lassen sich solche Zeugen der keltischen Vergangenheit bewundern. Naturfreunde finden in und um Waterford zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, empfohlen werden etwa Ausflüge in die nahen Comeragh Mountains und das Nire Valley, entlang der „Copper Coast“ (Kupferküste) zwischen Fenor und Stradbally, in die Bucht von Tramore sowie Wanderungen oder Fahrten am Fluss Suir. Im Naturschutzgebiet „Fenor Bog“ können Eulen, Kuckucke, Wiesenschmätzer und viele weitere Vogelarten in freier Wildbahn beobachtet werden.

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