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Das Ende des Osmanischen Reichs

Auf dem Zenit der Macht erstreckte sich des Osmanische Reich über große Teile von Nordafrika, der Krim, den Kaukasus und den Balkan, wie auch über große Teile des Nahen Osten. Aber wie jedes große Reich, so neigte sich auch das der Osmanen einmal zum Ende. Geherrscht hatten die Osmanen dabei über 600 Jahre lang.

Das Jahr 1299 wird dabei als Gründungsjahr des Osmanischen Reiches angesehen, denn in diesem Jahr erklärten die Osmanen ihre Unabhängigkeit vom Reich der Rum-Seldschuken. Der Niedergang des Osmanischen Reiches zeichnete sich dabei schon gegen Ende des 17. Jahrhundert ab. Viele Eroberungsfeldzüge und Kriege hatten die Kassen leergefegt. Darüber hinaus strebten – insbesondere ab dem 19. Jahrhundert – zahlreiche Nationen nach ihrer Unabhängigkeit. Auch mussten die Osmanen zahlreiche Gebietsverluste durch diverse verlorene Kriege hinnehmen, weil sie militärisch zurückgedrängt wurden. So verlor das Osmanische Reich zum Beispiel durch den Frieden von Küçük Kaynarca große Gebiete auf dem Balkan und weite Teile Europas. Im Krieg gegen Russland ging auch die Krim verloren. Dafür wurden 1812 weite Teile von Saudi-Arabien osmanisch, wodurch man auch in den Besitz der heiligen Stätten des Islams, Mekka und Medina gelangte. Die zunehmenden Unabhängigkeitsbestrebungen in den Jahren 1822 bis 1909 wurden von den Osmanen teils blutig versucht zu verhindern.

Türkei

Türkei ©iStockphoto/slava296

Durch Verhandlungen der europäischen Großmächte mit dem Osmanischen Reich konnten jedoch zahlreiche Nationen in die Unabhängigkeit gehen, so zum Beispiel Serbien, Montenegro und Rumänien. Die Besetzung der Nordafrikanischen Gebiete durch europäische Mächte und letztlich die Niederlage im 1. Weltkrieg führten zum Ende des Osmanischen Reichs. Der Weg zur Republik Türkei wurde dabei geebnet, wobei dieser noch lang und blutig sein sollte.

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