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Der Bosporus

Beim Bosporus handelt es sich um eine Meerenge zwischen Europa und Kleinasien. Diese Meerenge verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer, wobei der Bosporus die Innereurasische Grenze darstellt. Frei übersetzt bedeutet Bosporus dabei „Schlund des Schwarzen Meeres“.

„Die Menschen auf dem Bosporus“ heißt es immer wieder, wenn man von den Einwohnern der Türkei spricht. Gemeint werden könnten damit lediglich die Einwohner Istanbuls, denn diese wird durch ihn geteilt. Er hat dabei eine Länge von rund 30 km und eine Breite von 0,7 km bis 2,5 km. Im Vertrag von Montreux wurden im Jahr 1936 die Durchfahrtsrechte für die internationale Schifffahrt geregelt.

Amerikanische Meeresbiologen veröffentlichten im Jahr 1997 eine Hypothese, nachdem der Bosporus nur etwa 7.500 Jahre alt wäre. Zuvor wäre das Schwarze Meer ein Binnengewässer gewesen. Durch Abschmelzungen in der letzten Eiszeit kam es dann im Laufe von Jahrhunderten zu einem Anstieg des Meeresspiegels im Mittelmeer, wie auch dem daran angeschlossenen Marmarameer. Dies soll innerhalb von nur wenigen Wochen, oder aber gar wenigen Tagen zu einem sehr breiten, rasenden Strom geführt haben, der ihn schließlich in seiner heutigen Form geschaffen hat. Grundlage dieser Hypothese war der flache Grund, der tief in den Fels eingeschnitten ist, was ein Indiz für eine hohe Strömungsgeschwindigkeit bei der Entstehung ist. Noch immer gilt diese Hypothese aber nicht als wissenschaftlich gesichert. Einige Wissenschaftler haben diese Hypothese dabei inzwischen auch versucht zu widerlegen.

Der Bosporus

Der Bosporus ©iStockphoto/asikkk

Tatsache ist, dass durch den Bosporus große Gebiete von Europa und Russland an das Mittelmeer und an die Weltmeere angeschlossen zugänglich sind.

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