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Die Türkei im 1. Weltkrieg

Ursächlich für den 1. Weltkrieg verantwortlich war ein Attentat mit tödlichem Ausgang am 28. Juni 1914 auf den österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Ehefrau, Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg in Sarajewo. Als Genugtuung für das Attentatauf den Thronfolger verlangte die österreichisch-ungarische Regierung in Wien von der serbischen Regierung eine gerichtliche Untersuchung des Attentats. Die serbische Regierung lehnte dies jedoch unter dem Vorwand der Beeinträchtigung ihrer Souveränität ab und akzeptierte die übrigen harten Forderungen aus dem Ultimatum. Daraus folgte eine Kriegserklärung, wodurch letztlich eine Reihe von Bündnissen aktiviert wurde, die rasch zum Ausbruch eines Weltkriegs führten. Das Osmanische Reich kämpfte dabei an der Seite der Mittelmeermächte.

Der Ausgang des 1. Weltkriegs war für das Osmanische Reich jedoch verheerend, wobei die einstige Weltmacht schon vor dem 1. Weltkrieg in den Jahren 1911 bis 1913 unter anderem Tripolitanien (das heutige Libyen) an Italien verloren hatte, sowie Makedonien an Serbien, bzw. Bulgarien. Albanien erlangte in dieser Zeit seine Eigenstaatlichkeit, was für das Osmanische Reich das Ende seiner Macht auf europäischem Boden bedeutete. Nur noch ?stanbul und Adrianopel, sowie Rumelien verblieben im Osmanischen Reich.

Denkmal in der Türkei

Denkmal in der Türkei ©iStockphoto/Bayram Gürzoğlu

Die Teilnahme am 1. Weltkrieges brachte weitere Gebietsverluste. So ging zum Beispiel im Jahr 1916 auf der arabischen Halbinsel Hedschas und 1917 Asir verloren. 1917/18 wurden dann auch noch Syrien und der Irak, sowie Palästina von Großbritannien besetzt.

Nach der Kapitulation 1918 wurde am 10. August 1920 der Friedensvertrag von Sèvres geschlossen, was eine massive Einflussnahme der Siegermächte auf die politische und wirtschaftliche Entwicklung der ehemaligen Weltmacht – das Osmanische Reich – bedeutete.

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