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Frauen in der Türkei

Seitdem Republik Türkei im Jahr 1923 gegründet wurde, versucht man in der Türkei stetig die Stellung der Frau in der türkischen Gesellschaft zu verbessern. So gehörte die Türkei zum Beispiel zu den ersten Staaten, die das Wahlrecht für Frauen einführten. Seit dem Jahr 1930 dürfen in der Türkei die Frauen wählen, seit 1934 sogar auch sich selbst zur Wahl stellen.

In der Türkei steht der Ehrenmord an Mädchen und Frauen seit dem Jahr 2004 offiziell unter Strafe und wird als vorsätzlicher Mord angesehen. Geahndet wird diese Straftat dabei mit einer lebenslänglichen Haftstrafe. Morde an Frauen „im Namen der Ehre“ sind aber noch immer an der Tagesordnung und bleiben – auch wegen der Untätigkeit der Behörden – zum großen Teil zum einen ungesündt, andererseits auch unentdeckt, da die Taten unter Umständen von der gesamten Familie gedeckt und vertuscht werden.

Türkische Frau

Türkische Frau ©iStockphoto/LiudmylaSupynska

Im Bezug auf Frauen in der Türkei gibt es bei dem so genannten Kopftuchstreit sehr viele unterschiedliche Meinungen. Viele in westlichen Länder lebende türkische Frauen tragen heute gar kein Kopftuch mehr. Allgemein herrscht aber weltweit eine Flut von verschiedenen Meinungen im Bezug auf das Tragen eines Kopftuchs. Seit 1925 besitzen Frauen formell dabei das Recht kein Kopftuch zu tragen. In der Praxis hat dabei diese von Gesetzwegen her erlaubte Handlungsweise, bzw. Freiheit der Frauen kaum Auswirken, wie auch deren im gleichen Zuge erteilte Gleichberechtigung im Bezug auf Scheidung, sowie Erb- und Eigentumsfragen.

Man kann sagen, dass sie unter Mustafa Kemal Atatürk propagierten Richtlinien auf die Stellung der Frauen in der Türkei keine Auswirkung hatten.

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