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Frauenrechte in der Türkei

Auch die Reformen, die unter Kemal Atatürk eingeführt wurden, haben bis heute letztlich keine wahre positivere Auswirkung auf die gesellschaftliche Stellung der Frauen in der Türkei genommen. Zwar machen heute viele junge Türkinnen von ihrem Recht auf Bildung Gebrauch und studieren an Universitäten, wobei hier keine Kopftuchpflicht herrscht, jedoch ihre Stellung im Rahmen der Familie ist die, wie auch vor den Reformen durch Atatürk, der mit der Ausweitung der Frauenrechte in erster Linie gegenüber außen modern und fortschrittlich wirken wollte.

Atatürk wurde durch die Besserstellung der Frauen in der Türkei insbesondere Erreichen, dass die Mütter ihren Teile zur langfristigen Modernisierung des Staates beitragen würden, indem sie nämlich ihre Kindern bestimmte Dinge von vorneherein lehrten. Darüber hinaus sollte die Erteilung von bestimmten Frauenrechten auch nach außen ein Bild von einem modernen und liberalen Staat vermitteln.

Türkin

Türkin ©iStockphoto/Marina_Ph

Die Frauenrecht in der Türkei werden offiziell zwar hervorgehoben, innerhalb der Gesellschaft aber bis heute nicht geachtet. Ein großes Problem dabei sind die zahlreichen Gewaltverbrechen, die „im Namen der Ehre“ in der Türkei auch heute noch vermutlich hundertfach verübt werden, wobei nur wenige aufgedeckt werden. Offizielle Zahlen gibt es in der Türkei nicht. Es werden zwar auch derartige Verbrechen durchaus verfolgt, wobei die Strafe für den Mord an einer Frau „im Namen der Ehre“ eine Tat ist, die in der Türkei mit lebenslanger Haft bestraft wird, jedoch gibt es eine große Anzahl von derartigen Taten, die unentdeckt und ungesündt bleiben. – Getreu nach dem Motto „Blut ist dicker, als Wasser“, werden viele dieser Taten nämlich vertuscht.

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