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Imame in Deutschland

Zurzeit gibt es rund 1.250 hauptamtliche und noch einmal rund 1.000 ehrenamtliche Imame in Deutschland. Rund 90 Prozent kommen aus der Türkei, der Rest aus dem Iran, Marokko und anderen Ländern – so die Schätzung des Zentralrats der Muslime. Die Imame, die in den Gemeinden der Türkisch-Islamischen Union, dem Dachverband der türkischen Muslime in Deutschland, wirken, sind ausschließlich türkisch sprechende Imame. Durch die Gemeinsame Kulturmission werden diese in der Türkei ausgewählt. Es ist dabei so, dass Imame in der Türkei an staatlich anerkannten islamisch-theologischen Instituten ausgebildet werden. Sie schließen dabei mit einem Diplom ab.

Als Quasi-Diplomaten unterstehen sie danach den Attachés für religiöse Dienste in den türkischen Generalkonsulaten. Ihr Auftrag lautet in Deutschland den „türkischen Staatsislam“ sichern zu helfen. Anders als in Deutschland, ist der Islam in Österreich beispielsweise als Körperschaft anerkannt. Dort werden die Imame auch an österreichischen Bildungsinstituten ausgebildet. Ziel ist es dabei dass ausschließlich in Österreich ausgebildete Imame in den Moscheen predigen, wodurch eine bessere Kontrolle über die Predigtinhalte möglich ist.

Der Imam

Der Imam ©iStockphoto/efesenko

Berichten zufolge soll es in der Türkei, und auch in Marokko auch bereits eine Reihe von Frauen geben, die in den Moscheen als Imame tätig sind. Dabei ist es auch in einigen europäischen Staaten und auch in Amerika so, dass zunehmend Frauen die Rolle des Imams übernehmen.

In den muslimischen Ländern, auch in der Türkei, herrscht darüber jedoch eine große Kontroverse. Viele sind dabei der Auffassung, dass eine Frau einer von Frauen und von Männern besuchten Versammlung nicht das Gebet leiten darf. Frauen könnten aber für andere Frauen Vorbeterinnen sein.

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