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Islam in der Türkei

Unter vielen Europäern kursiert durch die Terroranschläge der al-kaida und die zahlreichen Selbstmordattentäter leider immer wieder wenn man den Begriff Islam hört dieses – in der Verallgemeinerung – als Schreckgespenst, als etwas, was Unheil bringt. Darüber hinaus sieht man in seiner Vorstellung betende sich in Richtung Mekka verneigende fanatische Gläubige.

Diese Verallgemeinerung des „Schreckgespenstes Islam“ wirkt sich auch negativ auf das Bild zahlreicher Europäer im Bezug auf die Türkei aus, wobei man hier auch den Terminus Terror nicht verdrängen kann, denn noch zu frisch sind die Meldungen über Anschläge in der Türkei, die auch Menschenleben forderten.

Dabei ist die Türkei der einzige Staat mit überwiegend islamischer Bevölkerung, welcher eine strikte Trennung von Staat und Religion vorsieht. Die Religion wird als reine Privatsache angesehen und ihre Ausübung ist jedem einzelnen selbst überlassen. Es ist dabei auch so, dass Religiöse Führer in der Politik nichts zu sagen haben. In der Türkei gelten dabei ganz weltliche Gesetze, obwohl es natürlich auch hier einige Stimmen gibt, die zum Beispiel die Einführung der Scharia fordern. Dabei auch nicht zu vergessen ist der „Kopftuchstreit“, mit dem man aber auch in Deutschland zu kämpfen hat, dort wo zahlreiche türkische Emigranten leben.

Der Koran

Der Koran ©iStockphoto/Slobodan Babic

In der Türkei ist es dabei auch so, dass die Frauen gleichberechtigt sind. Sie dürfen wählen und auch gewählt werden. Darüber hinaus dürfen Männer nur eine Frau, und nicht mehrere heiraten. Und auch eine reine religiöse Eheschließung ist in der Türkei nicht gültig, anerkannt wird nur die staatliche Heirat. Dennoch spielt der Islam auch in der Türkei eine große Rolle.

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