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Die Türme in Istanbul

Istanbul, Stadt der tausend Türme. Überall in der Metropole ragen spitze und runde, schlanke und massige, grazile und verspielte Türme und Türmchen in die Luft. Sie gehören zu Palästen und Kirchen, Moscheen oder auch zum Yedikule (Theodosianische Landmauer), dem ehemaligen Gefängnis. Besteigt man sie, liegt die Stadt mit ihren prächtigen Bauten und unzähligen Menschen, den Brücken und Basaren, Cafés und Schiffen zu Füßen. Istanbuls bekannteste Türme sind der Galata kulesi, der Galataturm, und der K?z kulesi, der Mädchenturm oder auch Leanderturm genannt.

Der Galataturm gehört zu den Wahrzeichen der Stadt am Goldenen Horn. Er befindet sich im Galataviertel, das wiederum im Stadtteil Beyo?lu im Westen der Stadt liegt. Das Galataviertel, auch Karaköy genannt, liegt genau im Herzen der Stadt, dort wo die wichtigsten innerstädtischen Verkehrsverbindungen zusammenlaufen. Es grenzt an Eminönü und wird mit diesem Stadtteil durch die Galatabrücke, die täglich mit Anglern und Touristen überfüllt ist, verbunden. Der Galataturm thront über all dem, majestätisch und rund. Ursprünglich wurde er im 14. Jahrhundert als Christus-Turm errichtet und war die Hauptbastion der Siedlung Galata, die von den Genuesern gegründet wurde. Mit seinen (bis zur Spitze) 67 Metern Höhe dominiert er seine Umgebung eindrucksvoll. Kein Wunder also, dass er über Jahrhunderte hinweg als Wach- und Feuerturm diente, die Aussicht auf den Bosporus, Eminönü und Beyo?lu ist einfach fantastisch. Heute befinden sich in den Obergeschossen des Galata kulesi eine Aussichtsplattform, ein Café und ein Restaurant, das allabendlich mit einer orientalischen Unterhaltungsshow lockt. Wer sie genießen möchte, sollte unbedingt an eine Vorreservierung denken!

Türme in Istanbul

Türme in Istanbul ©iStockphoto/badahos

Wissen Sie noch, wo sich James Bonds Gegenspielerin Elektra King in „Die Welt ist nicht genug“ versteckte? Richtig, im K?z kulesi, dem Istanbuler Mädchenturm mitten im Bosporus. Der Leanderturm, wie er auch genannt wird, war ursprünglich ein Leuchtturm und gehört zum asiatischen Stadtteil Üsküdar. Genauer gesagt ist er sogar das Wahrzeichen dieses Stadtteils. Der zierliche weiße Turm befindet sich auf einer kleinen Insel, einige hundert Meter im Wasser, und kann nur auf dem Wasserweg erreicht werden. Täglich wird er von Ausflugsbooten und den schnellen städtischen Fähren umrundet, von hunderten Touristen bestaunt. Um den Mädchenturm und seine verschiedenen Namen ranken sich einige Legenden. Mädchenturm heißt er zum Beispiel, weil hier der Erzählung nach eine Prinzessin von ihrem Vater eingeschlossen wurde. Ein Wahrsager hatte ihm prophezeit, dass seine Tochter durch einen Schlangenbiss ums Leben kommen würde – und das tat sie auch. Die Schlange, die sie tötete, kam in einem Obstkorb zu ihr auf die Insel. Den Namen Leanderturm bekam der K?z kulesi in Anspielung an die Sage von Hero und Leander. Heute ist der Mädchenturm ein Restaurant mit tollem Blick über den Bosporus.

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