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Topkapi Palast

Müssen Sie bei dem Wort Topkapi auch beinahe automatisch an den Film-Klassiker mit Peter Ustinov und den Topkapi-Dolch denken? Seit Jahrhunderten ist der Topkapi-Palast in Europa, dem Orient und Asien gleichermaßen bekannt und bewundert ob seiner unvergleichlich reichen, geschmackvollen und exklusiven Ausstattung, seiner Schätze, seiner eleganten Bauweise und so weiter und so fort… Tatsächlich ist es so als tauche man in eine andere Welt ein, sobald man auch nur den Ersten Hof vor dem eigentlichen Eingangstor betritt. Immer mittwochs bis montags kann man ab 9:00 die Gemäuer bestaunen, die schon Sultane und Kalifen, Haremsdamen und ferne Gesandte aus aller Herren Länder beherbergt haben.

Die Bezeichnung Topkapi bedeutet übrigens Kanonentor und sollte die Sicherheit der Anlage betonen. Und sicher fühlt man sich allein schon beim Anblick des burgähnlichen riesigen Eingangstores am Zugang zum Zweiten Hof. Einmal durch die dortige Sicherheitsschleuse gegangen kann man entweder erst einmal den riesigen Palastküchentrakt erkunden oder sich gleich von den sehr gepflegten Parkanlagen oder den Unmengen von Marmor, Gold und Jade verzaubern lassen. Wem das nicht reicht, auf den warten unermessliche Schätze in Dauerausstellungen, angefangen von Gebrauchsgegenständen über wertvolle Rüstungen und Schwerter bis hin zu kostbaren Edelsteinen und dem bereits erwähnten Topkapi-Dolch. Auch der 86karätige Löffler-Diamant gleich daneben ist es wert, bewundert zu werden. Wer das Gedränge und Geschiebe in anderen großen und wichtigen Museen der Welt verbunden mit ungnädigen Museumswärtern und Tourguides kennt wird erleichtert aufatmen: fotografieren ist zwar verboten, aber man kann so lange man möchte vor den Hochsicherheitsvitrinen stehen und diese Kunstwerke aus unbezahlbar wertvollen Edelsteinen betrachten. Sehr sehenswert ist übrigens auch der Harem mitsamt dem Haremshof. Vor allem der Haremshof und die privaten Gärten des Palastes verlocken auch an heißen Sommertagen mit wunderbar kühlem Marmor, schattigen Plätzchen, entspannenden Pavillons und erfrischenden Wasserspielen. Übrigens: vom vierten Hof (rechte Seite) aus hat man auch einen wundervollen Blick über den Bosporus.

Topkapi Palast

Topkapi Palast ©iStockphoto/BERKO85

Wer sich den Topkapi-Palast anschauen möchte, sollte Zeit und Geduld mitbringen: zu praktisch jeder Tageszeit sind die Anlagen hoffnungslos überfüllt. Es gibt hier keine Nebensaison und keine ruhigeren Zeiten. Hier wechseln sich japanische Reisegruppen, die flink und diszipliniert durch alle wichtigen Gemächer huschen und schnell ein paar Erinnerungsfotos machen, mit Schulklassen, Individualtouristen und Besuchern aus aller Welt ab. Gerade die Schatzkammern sind meist gut gefüllt, etwas ruhiger geht es meist in den privaten Gärten zu. Mit etwas Geduld und Zeit kann man durchaus schöne und etwas weniger frequentierte Plätzchen finden, an denen man sich auch selbst niederlassen und die Größe und Schönheit der Anlage auf sich wirken lassen kann.

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