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Kappadokien

Wollten Sie schon immer einmal ins „Land der schönen Pferde“ und wissen, ob die legendären Feenkamine tatsächlich etwas mit den beliebten Fabelwesen zu tun haben? Dann willkommen in Kappadokien, UNESCO-Weltkulturerbe und Märchenland. Das Zentrum von Kappadokien ist Göreme, Anlaufpunkt aller Touristen in diesem Gebiet und Heimat der seltsamsten Steinformationen. Hier gibt es Kegel und Pilze, Nadeln, Kamine und Türmchen. Mutter Natur hat ganze Arbeit geleistet, als sie diese Formen mit Wind, Wasser und Kälte aus dem weichen Tuffgestein meißelte. Erst bei genauerem Hinsehen bemerkt man: überall in dieser bizarren Welt aus Canyons und Türmchen, Hütchen und Pilzen gibt es kleine Löcher, als hätten sich überdimensionale Mäuse durch diese Märchenwelt gefressen.

Tatsächlich waren es Menschen, die sich schon ab dem siebten vorchristlichen Jahrhundert hier ansiedelten und ihre Wohnstätten kurzerhand in die leicht zu bearbeitenden Tuffsteintürme verlegten. Diese Verlegung hatte ganz praktische Gründe: Kappadokien lag an der berühmten Seidenstraße, die von Zeit zu Zeit in Erwartung großer Schätze überfallen wurde – so auch die Bewohner Kappadokiens. Deshalb entstanden zum Teil riesige Wohnanlagen, die manchmal auch untereinander verbunden waren – es zieht sich also ein riesiges Höhlen- und Tunnelnetz durch Gestein und Untergrund von Kappadokien. Ein praktischer Nebeneffekt: der Tuffstein sorgte für ein angenehmes Wohnklima, da er im Sommer die größte Hitze draußen hielt und im Winter die Wärme der Höhle gut speichern konnte.

Kappadokien

Kappadokien ©iStockphoto/zanskar

Noch heute findet man sehr gut erhaltene Wohnhöhlen und ganze Häuser, die im Stein und unterirdisch angelegt wurden. Besonders große Aufmerksamkeit wird jedoch den Höhlenkirchen geschenkt, in denen sich die Urchristen versammelten. Unbeschreiblich schön sind die farbenfroh ausgemalten Kirchen noch heute, unwirklich ihr Dasein in dieser abgeschiedenen Welt aus Stein. Übrigens: Kappadokien verdankt sein Dasein der Aktivität der nahen Vulkane Erciyes und Hasan Da?? sowie der Bergketten von Taurus und Melendiz.

Die meisten Touristen buchen eine Tour von Konya oder Antalya aus und besuchen den Nationalpark Göreme für wenige Stunden. Wer sich die Formationen genauer anschauen, Wanderungen unternehmen und die ganze Szenerie auf sich wirken lassen möchte, kann sich auch in Göreme in einem der kleinen Hotels einbuchen und sich auf eigene Faust oder mit einem Guide umsehen. Kleiner Tipp: in der Hochsaison unbedingt vorreservieren! Schön aber leider auch relativ teuer: eine Fahrt mit dem Heißluftballon über die Canyons der Gegend

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