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Neuseeland – Urlaub am anderen Ende der Welt

„Willcome in New Zeeland, dem Reiseziel der Träume“! Lange Zeit galten die Inseln am Ende der Welt als exotisch und unerreichbar. Schließlich dauerte eine Reise auf zu den Inseln südlich von Australien einst Monate. Erst mit den modernen Düsenjets liegen die beiden Hauptinseln in erreichbarer Entfernung . Dennoch, auch im modernen Reisezeitalter werden immer noch gut 26 Stunden Flugzeit benötigt. Der Zeitunterschied beträgt 12 Stunden. Damit gehört das Reiseziel Neu Seeland zu den entferntesten Zielen überhaupt.

Wer den langen Flug nach Wellington auf der Nordinsel hinter sich hat und am Airport aussteigt hat nicht nur die alte Welt hinter sich gelassen, sondern muß sich auch an eine verdrehte Umgebung gewöhnen. Während es bei uns im Dezember klirrend kalt ist, herrschen auf den Inseln hochsommerliche Temperaturen. Weihnachten im T-Shirt, statt dickem Pullover. Damit ist auch festgestellt wann die beste Reisezeit für Besucher dieses einzigartigen Landes ist, nämlich im Winter.

Um die wahre Schönheit Neuseelands und die Einmaligkeit zu begreifen lohnt es sich einen Blick in die geographische Geschichte der Inseln zu werfen. Bis heute wüten tief unter der Insel de Kräfte aus de Entstehungszeit der Erde. Vulkane, heiße Quellen und Seen formten und formen noch heute das Gesicht der beiden Inseln. Sie allein isolierten die Inseln und über viele Millionen Jahre um uns heute eine Fauna und Flora zu bieten die weltweit einzigartig ist. Wind und Wetter formten die Inseln am anderen Ende der Welt über Äonen von Jahren da die Insel vollkommen unbesiedelt war.

Erst die Maronis und später der Entdecker James Coock entdeckten die Inseln. Mit der Besiedlung veränderte der Mensch das Land. Seine eingeführten Nutztiere fügten der Natur bis heute sichtbare Narben zu. Viele der einzigartigen Tiere und Pflanzen verschwanden. In der Neuzeit wurde dieser Entwicklung durch strikte Auflagen Einhalt geboten, denn 26 % des Landes gehörten zum UNESCO Weltnaturerbe, eine mehr als beeindruckende Zahl auf die man besonders stolz ist. Das ist auch ein Grund warum der sanfte Tourismus in Neuseeland beheimatet ist. Hier gibt es noch stille Wälder, Seen unglaublicher Klarheit und Berge die bis heute noch nie bestiegen wurden. Urlauber die das Land besuchen sollten daher vor allem eines sein: Neugierig. Hinter jeder der wenigen Straßen außerhalb der Städte warten die Inseln mit einem neuen Naturwunder auf. Schroffe Bergketten, rauchende Vulkane undurchdringliche Wälder, das sind die wahren Wunder der Inseln. Hier ist der Mensch nur Teil des ganzen und das spürt er wie nirgendwo anders auf unserem blauen Planeten. Wer es am Tage nicht begreift wird es spätestens in den klaren warmen Nächten zwischen Dezember und Februar begreifen wenn die Sterne der südlichen Hemisphäre zum greifen nahe erstrahlen.

Neuseeland

Neuseeland @iStockphoto/Tim Barrett

Neuseeland ist jedoch mehr als nur Natur. Einst galt es als das Auswandererziel. Waren es zu Anfang der Besiedlung überwiegen englische Landsleute die ein neues Zuhause suchten, so folgten ihnen recht bald andere Europäer. Neuseeland wurde zum Schmelztiegel der Nationen, die sich teilweise mit den Ureinwohnern den Maroni vermischten. Selbst in der Gegenwart erliegen immer wieder Menschen dem Ruf des Landes und brechen ihre Zelte ab um hierher zu kommen. Sie kommen als Fremde und bleiben als Freunde. So wie sie ist jeder Tourist willkommen der sich an die Regeln des Landes hält, denn die Brücken nach Europa mögen sie einst angebrochen haben, ihre Wurzeln haben sie nie vergessen. Die Menschen gelten als sehr freundlich und hilfsbereit. Hier hilft jeder jedem und so fühlt sich der Besucher des Landes bereits nach wenigen Tagen heimisch, so als gehöre er einfach dazu.

Während draußen in der Unendlichkeit des Landes Stille und Ruhe herrscht, pulsiert in den wenigen Großstädten des Landes das Leben. Auckland ist mit gut 1 076 100 Einwohnen die einzige wirkliche Großstadt des Landes, und nur die Städte Wellington, Christchurch, Hamilton, Dunedin, und Tauranga gelten nach europäischen Maßstäben als Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnen. Die Amtssprachen sind Englisch und Maroni. Es gibt jedoch durchaus Gebiete wo beispielsweise überwiegend Deutsch, Niederländisch oder Französisch gesprochen wird. Das sind jene Gebiete wo sich einst bestimmte Einwanderer konzentriert niedergelassen haben.

Die höchste Erhebung des Landes ist übrigens der 3754 Meter hohe Mount Cook in den Neuseeländischen Südalpen. Ihn zu besuchen und zu bewundern gehört mehr oder weniger zu den Pflichtveranstaltungen es Besuchs der Inseln, zu denen mit Sicherheit auch der Tongariro Nationalpark mit seinen Geysire und heiße Quellen, sowie der Mount Egmont Nationalpark an der Südwestküste der Nordinsel Neuseelands gehört Der 1900 eingerichtet wurde und den zweitältesten Nationalpark Neuseelands darstellt. Er hat eine Fläche von etwa 320 Quadratkilometern und umfasst die Gipfelregion des Mount Egmont, einem derzeit ruhenden Vulkan, sowie das benachbarte Gebiet Lucy’s Gully. Diese beiden Attraktionen sind jedoch nur ein Ausschnitt aus der unendlichen Vielfalt von Wundern mit denen die Inseln aufwarten. Genau genommen wartet das ganze Land mit immer neuen Touristenzielen aus. Am besten ist es einfach sich einen Mietwagen zu nehmen und hinaus zu fahren auf Entdeckungstour. Selbst der beste Reiseführer kann niemals das beschreiben was hier den Besucher empfängt: Ein Land das den Besucher aufsaugt wie ein Schwamm die Feuchtigkeit um ihm in seinem innersten mit unzähligen Überraschungen zu erfreuen.
Wem nach solch einer Expedition wieder nach Menschen ist, dem kann man ohne Gewissensbisse die großen Städte empfehlen.

Die größte Metropole ist zweifelsohne Auckland auf einer Landenge der Nordinsel. Sie liegt zwischen dem Manukau Harbour (Tasmansee) und dem Waitemata Harbour (Pazifik). Auckland ist Seehafen und Marinestützpunkt. Im Stadtgebiet befinden sich Reste erloschener Vulkane. Die Stadt ist ein Fischerei-, Wirtschafts- und Produktionszentrum. Hier werden Eisen und Stahl, Lebensmittel, Maschinen, Textilien, Kleidung, Kraftfahrzeuge und Düngemittel hergestellt. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören u. a. die städtische Kunstgalerie mit Werken europäischer und neuseeländischer Künstler, das Auckland Institut und Museum mit natur- und völkerkundlichen Ausstellungen, das melanesische Missionsmuseum, das Transport- und Technologiemuseum sowie der Parnell Rose Garden. Außerdem befinden sich hier die Universität Auckland (1882) und das technische Institut von Auckland (1964). Mehrere Brücken verbinden die schnell wachsenden Vororte mit dem Stadtzentrum.

Etwas gemütlicher und beschaulicher präsentiert sich dagegen die Hauptstadt Wellington. Die Stadt liegt in einer landwirtschaftlich genutzten Region und ist bedeutender Seehafen sowie Handels- und Industriezentrum. In Wellington und im nahe gelegenen Industriegebiet Lower Hutt werden hauptsächlich Verkehrsausrüstungen, Nahrungsmittel, Textilien, Bekleidung, Maschinen und Druckerzeugnisse hergestellt. Auch Verwaltung (Regierungssitz) und Fremdenverkehr sind für die Stadt von wirtschaftlicher Bedeutung. Wellington verfügt über eine große Anzahl an kulturellen Einrichtungen und Ausbildungsstätten, darunter das Nationalarchiv, die Nationalbibliothek, die Royal Society (1867), die Nationalgalerie mit Sammlungen neuseeländischer, europäischer und australischer Malerei und Bildhauerei sowie das Nationalmuseum mit völkerkundlichen und naturgeschichtlichen Ausstellungsstücken. Die Victoria University wurde 1899 gegründet, das Polytechnikum 1962. Die Stadt beheimatet außerdem ein Symphonieorchester sowie ein Ballet- und Opern-Ensemble. Sehenswert sind die Parlamentsgebäude, das Rathaus und eine anglikanische Kathedrale.

Sowohl Auckland als auch Wellington liegen beide auf der Nordinsel, jenem Bereich wo sich fast zwei Drittel der Bevölkerung aufhält. Ganz gegensätzlich präsentiert sich de Südinsel. Hier sind die Städte Christchurch im Herzen und Dundin an der Südspitze eine Visite mehr als wert. Sie sind durch ihre Häfen, als auch landwirtschaftlichen Erzeugnisse berühmt geworden.

Doch wer fährt schon ans Ende der Welt um sich ausgerechnet in den Städten zu tummeln, wo doch das Paradies nur wenige Autominuten außerhalb der Städte zu finden ist? Den wahren Neuseelandfan jedenfalls nicht. Er sucht die Stille und Einsamkeit, Erholung und Mystik einer verloren geglaubten Welt. Hier wird er sie neu finden. Wer übernachten will, der fährt einfach einen der zahlreichen urgemütlichen Motels oder Hotels an, bezahlt ein paar Neuselanddollar und wird neben einer ansprechenden Unterkunft kostenlos in die Gemeinschaft der Bewohner aufgenommen. Neuseeländer sind gemütliche, aufgeschlossene Menschen. Sie freuen sich über Gespräche mit anderen Menschen und sind kontaktfreudig. Rasch kommt man ins Gespräch und nicht selten finden sich recht bald Einheimische und Touristen an einem Tisch. Solche Abende können schon mal recht lang werden und oft kommt der Besucher später ins Bett als er geplant hat. Das ist so typisch für die Menschen wie ihr Land in dem sie leben.

Neuseeland lebt jedoch nicht nur vom Tourismus. Hauptexportartikel sind landwirtschaftliche Güter wie Schafwolle und Bergbauerzeugnisse. Immerhin steht Wolle aus Neuseeland zu begehrtesten Produkten überhaupt. Für den Besucher lohnt sich daher einen Abstecher auf eine der zahlreichen Schaffarmen. Wie bereits angemerkt wird er hier wie fast überall in der Regel freundlich empfangen. Schließlich ist man sich ja seiner Wurzeln im fernen Europa bewußt und nicht selten findet der Besucher Bilder und Erinnerungsstücke aus dem jeweiligen Ursprungsland in den Häusern ihrer Bewohner.

Doch so schön wie das Land auch sein mag, so schnell verfliegt die Zeit. Irgendwann geht auch der längste Urlaub unwiederbringlich seinem Ende entgegen. Spätestens auf der Gangway zum Flugzeug überfällt Wehmut den Besucher. Wie Magnet möchte ihn das Land halten und nicht fortlassen. Menschen, Tiere und die einzigartige Natur hier am Rande der Welt sind oft stärker als man glaubt. Und so planen viele die das Land besuchen schon auf dem Rückflug in die Heimat eine Wiederkehr hier ins Land ihrer Träume. Es wird gespart nur damit es so schnell wie möglich wieder heißen kann „Willcome to New Zeeland“!

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