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Reiseapotheke

Gezielt vorsorgen mit der Reiseapotheke

Eine gut geplante und organisierte Reiseapotheke ist für einen Auslandsaufenthalt genauso wichtig wie personenbezogene Unterlagen oder die passende Kleidung. Denn nicht nur gravierende Krankheiten, sondern auch Befindlichkeitsstörungen können die Laune am Urlaubsort trüben und ein anhaltendes Gefühl von Unwohlsein hervorrufen. Vor dem Start in den Urlaub ist daher ein sinnvolles Befüllen der Reiseapotheke dringend notwendig. Wer im Ausland über eine Reiseapotheke verfügt, spart sich außerdem im Krankheitsfall die Kosten für ein Taxi in die nächst gelegene Stadt, das langwierige Suchen nach einer Apotheke, sprachliche Verständigungsprobleme in der im Ausland aufgesuchten Apotheke und Verständnisprobleme beim Lesen des fremdsprachlichen Beipackzettels.

Ärger am Urlaubsort bewusst vermeiden

Um sich im Urlaub unnötigen Stress und Ärger zu ersparen, sollten die wichtigsten Medikamente daher noch im Heimatland vor Antritt der Reise besorgt werden. Qualifizierte Apotheken lassen sich in fremden Ländern oft nicht so einfach ausfindig machen, Medikamente haben im Ausland häufig andere Namen oder das im Heimatland regelmäßig eingenommene Medikament ist dort überhaupt nicht erhältlich. Sollte die Reiseapotheke während des Urlaubs nicht benötigt werden, muss vor dem nächsten Urlaub lediglich kontrolliert werden, ob das Haltbarkeitsdatum der Medikamente und des Verbandsmaterials noch nicht abgelaufen ist. Die konkrete Zusammenstellung der Produkte der Reiseapotheke richtet sich auch nach dem jeweiligen Urlaubsland sowie nach der Art des bevorstehenden Urlaubs (Camping-, Abenteuerurlaub etc.). Dennoch gibt es eine bestimmte Grundausstattung, die in jeder Reiseapotheke vorhanden sein sollte.

Reiseapotheke

Reiseapotheke @iStockphoto/liveostockimages

Was in keiner Reiseapotheke fehlen darf

Neben einem handelsüblichen Erste-Hilfe-Set und gängigen Mitteln gegen Verstopfung, Durchfall sowie gegen Schnupfen und Husten sollten die folgenden Medikamente in keiner Reiseapotheke fehlen:
• Wund- und Brandheilsalbe: Im Falle von Schnittwunden oder bei einer Verletzung durch Splitter kommt es mitunter trotz ordnungsgemäß durchgeführter Desinfektion zu einer Entzündung der Haut. Etwas Wund- und Brandheilsalbe, vorzugsweise über Nacht auf die entzündeten Hautpartien aufgetragen, vermindert das lästige Ziehen und wirkt zusätzlich desinfizierend.
• Desinfektionsmittel: Eine kleine Flasche mit 70-prozentigem Alkohol, Jod (z.B. antiseptisch wirkender Povidon-Jod) oder Alkoholtupfer in steriler Verpackung; insbesondere bei hohen Temperaturen sowie in Ländern mit einem hohen Risiko für Infektionskrankheiten sollten auch kleine Wunden unverzüglich desinfiziert werden.
• Schmerzmittel: Gegen Schmerzen (z.B. Zahn- oder Kopfschmerzen) helfen Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder das noch stärker wirksame Schmerzmittel Ibuprofen. Auch bei Entzündungen oder Fieber kann die Einnahme eines dieser Schmerzmittel mitunter hilfreich sein.
• Breitbandantibiotikum: Bei Antibiotika handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente, die nur bei ärztlich verordneter Notwendigkeit bzw. im Akutfall eingenommen und nicht auf Vorrat gelagert werden sollten. Dennoch kann deren Vorhandensein in der Reiseapotheke unter Umständen nützlich sein, um gegen akute Fälle besser gewappnet zu sein.
• Präparate bei Übelkeit und Erbrechen: Gegen Übelkeit und Erbrechen hilft Metoclopramid, ein Mittel, das in Form von Tropfen oder Tabletten erhältlich ist. Auch Präparate mit Wirksubstanzen, welche einen Überfluss an Magensäure binden (so genannte Antazida) können hier lindernd eingesetzt werden. Hat man sich den Magen verdorben, so ist es außerdem wichtig, ausreichend zu trinken und auf leichte Kost zu achten. Bei Magenkrämpfen kann der Wirkstoff Butylscopolaminiumbromid hilfreich sein.
• Antiallergie-Gel (aus der Gruppe der Antihistaminika): Dieses Gel kann bei allergisch bedingten Reaktionen auf Insektenstiche sowie zur Linderung von Sonnenbrand eingesetzt werden.

Wichtig ist ein Sonnenschutzmittel

Was bei der Befüllung der Reiseapotheke natürlich auf gar keinen Fall vergessen werden darf, ist ein geeignetes Sonnenschutzmittel mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor. Chronisch kranke Patienten sollten ihre regelmäßig einzunehmenden Medikamente in enger Absprache mit dem Hausarzt in einer ausreichenden Menge mitnehmen. Denn diese gewohnten und wichtigen Präparate sind am Urlaubsort oftmals nicht so leicht zu besorgen. Um sie bereits auf der Anreise stets griffbereit zu haben, ist es sinnvoll, sie im Handgepäck zu transportieren.

Aufbewahrung

Prinzipiell sollten sämtliche Medikamente in ihrer Originalverpackung inklusive Beipackzettel, am besten kühl und trocken, aufbewahrt werden. Weil Medikamente im Ausland durch Hitzeperioden und größere Temperaturschwankungen in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden können, sollte unbedingt das Verfallsdatum der Medikamente kontrolliert und beachtet werden.

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