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Reisen – Ausflug für Seele und Geist

„Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist“, soll der Dichter Jean Paul (1763-1825) einst gesagt haben. Ein Leben ohne zu reisen können sich die meisten heutzutage wirklich nicht mehr vorstellen. Das Erkunden fremder Städte, Länder, Kontinente lässt uns unseren Alltag vergessen. Urlaubsreise ist jedoch nicht gleich Urlaubsreise. So vielseitig die Menschen sind, so vielfältig ist ihre Art des Reisens.


Warum reisen wir?

Nach anstrengenden Monaten im Job fühlt man sich ausgelaugt und leer. Ewig lange hat sich alles um Bilanzen, Statistiken, Konferenzvorbereitungen gedreht – nun braucht der Kopf etwas Neues. Etwas anderes als Laptop, Telefon, Ordner und Co.! Man ist eindeutig urlaubsreif. Der Gedanke an ein fernes Land gibt dem müden Geist wieder Aufschwung, Vorfreude stellt sich ein. Wie wäre es denn mit einem 3-wöchigen Trip durch Nordamerika? Oder eine Fahrt durch die schottischen Highlands? Oder ein ausgiebiger Besuch der Metropolen London, New York, Paris – oder Rom?

Reisen

Reisen @iStockphoto/ariwasabi

Reisende suchen auf ihrer Urlaubsreise vorwiegend Abwechslung vom Alltag. Tapetenwechsel durch das Kennenlernen fremder Kulturen und Landstriche bringt wieder frische Gedanken und neue Energie. Der Abstand vom Alltag durch die völlig neuen Eindrücke tut der Psyche gut und gibt Kraft für neue Aufgaben. Entspannung steht bei solcherlei Reisen allerdings nicht im Vordergrund. Selbst zusammengestellte Rundreisen oder Städtebesichtigungen lassen meist wenig Zeit zum Ausruhen. Dennoch können sich viele einen zweiwöchigen Badeurlaub für sich nicht vorstellen. Ihr Geist braucht Nahrung – auch im Urlaub!

Reisen: Der Weg ist das Ziel

Badeurlauber suchen sich meist einen Ort im Süden aus, den sie ansteuern und vierzehn Tage lang belagern, um sich danach wieder auf den Flug nach Hause begeben. Reisende sind sie eigentlich nur auf der Hin- und Rückfahrt.
Abenteuerreisende hingegen schnappen sich ihren Rucksack und ihr Fahrrad und bereisen fremde Länder auf ihrem Drahtesel. Hier gilt eindeutig: Der Weg ist das Ziel. Andere wiederum begeben sich auf eine Wanderreise, bewältigen alle Strecken zu Fuß – es muss ja nicht immer der Jakobsweg sein: Sehr viele Landstriche Europas aber auch in Übersee laden zum Erwandern ein.
Wem diese Art der Erkundung fremder Länder eindeutig zu mühsam ist, begibt sich per Flugzeug oder Zug – je nach Entfernung – in das Land seiner Träume, mietet sich dort einen Wagen oder hantelt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter. Diesen Reisetyp interessieren meist die Kultur und die Landschaft des fremden Landes.


Vorwiegend geht es diesen Reisenden – ob auf dem Fahrrad, zu Fuß oder im Auto unterwegs – um das Kennenlernen des jeweiligen Landes und manchmal auch um das Verwenden der zuhause erlernten Fremdsprache. Wie sagte auch schon der Schriftsteller Karl Julius Weber (1767-1832): „Reisen ist das beste Mittel zur Selbstbildung.“

Fazit

Welcher Reisetyp man auch immer ist: Das Hauptziel ist die Erholung vom Alltag in Form eines Tapetenwechsels. Abenteurer können ihren Kopf beim Radeln durch unbekannte Orte und Landstriche auslüften, andere düsen dabei mit einem Mietwagen durch die andersartigen Gebiete. Für alle aber ist es ein Ausflug für Seele und Geist.

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