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Bali

Die Insel Bali – von wunderbar grünen und palmenumsäumten Reisfeldterrassen geprägt – gehört zur Inselwelt Indonesiens und ist ein internationales touristisches Highlight. Um diese Insel auf einem Globus zu finden, geht man am besten von der großen Insel Sumatra aus. An diese schließt sich eine ganze Kette weiterer Inseln in Richtung Südosten an: zuerst das kleinere Java und dann eine Perlenkette wesentlich kleinerer Inseln. Die erste dieser Perlen ist hier.

Bali hat eine Fläche von knapp 5600 km2 und 3,3 Millionen Einwohner, was der Insel eine hohe Bevölkerungsdichte von knapp 600 Einwohnern/km2 verleiht. Verglichen mit europäischen Verhältnissen ist die Insel 2/3 mal so groß wie Korsika. In Nord-Süd-Richtung ist sie mit 95 km einiges schmaler als in Ost-West-Richtung mit 145 km. Die Berge, die zwei Drittel der Fläche des Landes ausmachen, sind rund herum insbesondere im Süden mit einem Saum von Ebenen umgeben. Höchster Berg Balis ist mit 3142 m der perfekt kegelförmige Vulkan Gunung Agung. Obwohl er noch aktiv ist, kann man ihn bis zum Gipfel besteigen und von dort in den oft wolkenfreien frühen Morgenstunden sogar bis zum Vulkan Gunung Rinjani auf der Nachbarinsel Lombok sehen.

Tier- und Pflanzenwelt

Bali liegt unmittelbar an der Trennlinie zwischen der asiatischen und der australischen Fauna und Flora (die Wallace Linie). Wie in Sumatra und Java entspricht Tier- und Pflanzenwelt weitgehend derjenigen auf dem Malayischen Festland, d.h. Südostasiens, im Gegensatz zu den Nachbarinseln Richtung Australien. Dies liegt daran, dass Sumatra, Java und Bali während den Eiszeiten zum Festland gehörten. Die Unterart des kleinwüchsigen balinesischen Tigers ist allerdings im 20 Jh. ausgerottet worden. Bedroht ist auch die Wildform des Balirinds, das nur noch im Nationalpark Bali Barat vorkommt. Diverse Affen- oder Echsenarten findet man überall auf der Insel, aber auch Schlangen sind zahlreich. Größere Tiere sind Wildschwein und Rotwild.

Barong Tanz auf Bali

Barong Tanz auf Bali ©TK

Aufgrund der dichten Besiedlung wird Bali wesentlich geprägt durch die Kulturlandschaft. Vom tropischen Nebelwald, der früher die Berge ab 800m bedeckte, sind noch Teile übrig und sind wichtig als Wassereinzugsgebiete und Erosionsschutz. Mangrovenwälder trifft man noch an den Flüssen und Küsten im Südosten und Westen Balis. Die südliche Halbinsel ist geprägt durch Savannen, da der hier vorhandene Kalkboden wenig Wasser speichern kann.

Bali – Kulturlandschaft mit Sonderstellung

Bali ist außerhalb des indischen Subkontinents die einzigen Region, die durch die hinduistische Religion und ihre farbenfrohen Festen geprägt ist – auf Bali vergeht kein Tag, ohne dass irgendwo gefeiert wird. Damit ist Bali auch im muslimischen Indonesien eine Besonderheit. Große und kleine Tempel schmücken Bali an allen möglichen Orten, so dass Bali auch als Insel der Tausend Tempel gilt.

Auch Badeurlaub aber bitte nicht nur!

Selbstverständlich gibt es auf der tropischen Insel mit seinen Traumstränden auch viele Möglichkeiten für Badeurlaub. Auch Tauchen kann man hier – z.B. im südöstlichen Padang Bai. Allerdings wäre es Schade, wenn man schon in Bali ist, seine Zeit nur am Strand zu verbringen. Man sollte den Badeurlaub mit einer Rundreise verbinden oder ins Landesinnere reisen, wie z.B. nach Ubud. Hier kann man z.B. an einer organisierten Wanderung teilnehmen.

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