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Arches Nationalpark

Besucher können sich auf gigantische Steinbögen, balancierende Felsblöcke und eindrucksvolle Steinsäulen inmitten der Wüste freuen.

Lage:

Der Arches-Nationalpark befindet sich auf dem nördlichen Colorado-Plateau in Utah. Die wundervolle Naturlandschaft liegt am Colorado River, im Süden befindet sich die nächstgelegene Stadt Moab.

Größe:

Das populäre Parkgebiet erstreckt sich über 300 Quadratkilometer. Die Landschaft wird einerseits von der Wüste, andererseits vom Colorado Fluss und den zahlreichen zerklüfteten Felsen dominiert.

Attraktion:

Das Highlight des Nationalparks ist die weltweit größte Dichte an Arches. Hierbei handelt es sich um Steinbögen, welche durch Erosion und Verwitterung geformt wurden. Stürzen die Sandsteinbögen ein, so bleiben häufig eindrucksvolle Säulen zurück. Auf diesen Pfeilern und Säulen balancieren zum Teil große Steinblöcke. Parkbesucher können mehr als 2000 Öffnungen der Felsen und faszinierende Pfeiler in den unterschiedlichsten Größen bewundern.

Arches Nationalpark

Arches Nationalpark @iStockphoto/beatrice preve

Geographie:

Das Colorado-Plateau liegt auf rund 1500 Meter Seehöhe. Im Osten des Nationalparks befindet sich der 1696 Meter hohe Elephant Butte, der tiefste Punkt befindet sich im Süden, unweit vom Eingang. Das südliche Parkgebiet wird von meist ausgetrockneten Schluchten und trockenen Wasserläufen dominiert. Die Colorado-Plateau ist von sowohl flachen als auch breiten Tälern geprägt. Das geschützte Parkgebiet wird zu 10 Prozent von Grasland und zu rund 40 Prozent von lichtem Wald bedeckt. Auf der Hälfte des geschützten Areal wächst keine geschlossene Vegetation.

Klima:

Der Arches Nationalpark ist vom kontinentalen Klima geprägt. Touristen müssen während der Sommermonate mit Temperaturen bis zu 45 Grad Celsius rechnen. Nach Sonnenuntergang fallen die Temperaturen rapide ab. Die Temperaturschwankungen können innerhalb von 24 Stunden 25 Grad Celsius betragen. Im Winter sind Temperaturen bis minus 20 Grad Celsius ebenso wie starker Schneefall möglich. Niederschlag fällt meist während der Sommermonate in Form von Sommergewittern. Das jährliche Mittel liegt unter 200 mm.

Ideale Reisezeit:

Auf Grund der Kälte ist ein Besuch des Arches Nationalparks im Winter nicht empfehlenswert. Der Großteil der Touristen erkundet den Nationalpark zwischen Juni und September. Sowohl die Frühlings- als auch Herbstmonate warten mit angenehmen Temperaturen zum Wandern und farbenprächtigen Wildblumen auf.

Besucherzentrum:

Der Parkeingang liegt von der Stadt Moab rund 8 Kilometer entfernt. Der nordwestlich gelegene Park informiert im Besucherzentrum über die Entstehung des Arches Nationalparks. Sehenswert ist die Ausstellung über die Entstehung der Arches und der Felsgebilde. Informativ sind auch der Film und die Lichtbilder.

Parkstraße:

Touristen können die imposanten Arches bei einer Rundfahrt durch den Nationalpark erkunden. Die 35 Kilometer lange Straße führt zu den eindrucksvollsten Felsgebilden. Die Parkstraße ist gut ausgebaut und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Felsbögen aus rotem Sandstein.
Entdeckungsfreudige Parkbesucher können eindrucksvolle Fahrten in die abgelegenen Regionen unternehmen. Mehrere Abzweigungen und Stichstraßen führen in sehenswerte Gebiete der geschützten Wüstenlandschaft.

Verlauf der Parkstraße:

Die 35 Kilometer lange Route beginnt am Eingang des Nationalparks, direkt beim Besucherzentrum. Die Parkstraße steigt auf ein Hochplateau zur Park Avenue. Von hier aus führt ein 1500 Meter langer Weg an steilen Felswänden und faszinierenden Felsblocks vorbei, welche auf Türmen oder Spitzen balancieren. Der La Sal Mountain Aussichtspunkt wartet mit einem atemberaubenden Ausblick auf die mehr als 3500 Meter hohe Bergkette auf. Die Fahrt geht weiter zu den Courthouse Towers, einer Ansammlung von eindrucksvollen Monolithen, welche Menschen, Tieren und Schiffen ähneln. Zu den Attraktionen nahe der Parkstraße zählt der mehrere 100 Tonnen schwere Felsen Balanced Rock. Von der Parkstraße aus zweigt eine 3 Kilometer lange Straße in östliche Richtung ab. Entdeckungsfreudige können in der Windows Section 5 wundervolle Arches besichtigen. Eine unbefestigte Straße führt von der Hauptstraße des Nationalparks in das Salt Valley. Dieses Tal begeistert mit der historische Blockhütte Wolfe Cabin, welche aus der Zeit der Pioniere stammt. Wanderer passieren die Hütte und marschieren rund 2,5 Kilometer zum Delicate Arch. Weniger anstrengend ist die Weiterfahrt auf der unbefestigten Straße. Nach rund 2 Kilometer erscheint der erhabendste Arch des Nationalparks aus einer eindrucksvollen Perspektive. Eine weitere Attraktion nahe der Parkstraße ist das Fiery Furnance. Dieses Labyrinth aus Felslamellen zählt zu den absoluten Highlights. Am Ende der 35 Kilometer langen Parkstraße beginnt ein empfehlenswerter Wanderweg. Wanderer können auf der rund 2 Kilometer langen Strecke wundervolle Ausblicke auf den Landscape Arch und fünf weitere Steinbögen genießen.

Tierwelt:

Da die Sommer in der Wüste ausgesprochen heiß und die Winter sehr kalt sind, ist der Arches Nationalpark die Heimat von zahlreichen nachtaktiven Tieren. Tierbeobachtungen sind tagsüber eher selten. Der Nationalpark ist die Heimat von mehreren Kleinsäugern. Sowohl Kängururatten und Stinktiere als auch Füchse durchstreifen die Wüsten. Nachts gehen Fledermäuse und Eulen auf Beutejagd. Bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang können Maultierhirsche, Kojoten und Kaninchen beobachtet werden. Ebenso sind Baumstachler und diverse Singvögel während der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Tagsüber können Erd- und Streifenhörnchen beobachtet werden. Naturliebhaber können bei einem Besuch auf diverse Echsenarten und Schlangengattungen treffen.

Pflanzenwelt:

Zu den Wüstenpflanzen zählen hauptsächlich zwergwüchsige Baumarten wie die mexikanischen Steinkiefern. In dieser wasserarmen Region gedeihen auch Wacholder, Yuccas und diverse Kakteengattungen. Nahe der Wasserläufe wachsen Baumnwollpappeln ebenso wie Tamariskweiden. Besonders eindrucksvoll ist der Besuch im Frühling und Sommer, da in den feuchten Gebieten, speziell im Salt Valley, farbenprächtige Wildblumen und hohes Gras gedeihen.

Sehenswürdigkeiten:

Das Gebiet wurde wegen der sehenswerten Arches 1971 zum Nationalpark erklärt. Entdeckungsfreudige Besucher können zwischen kurzen oder längeren Wanderungen zu den beeindruckenden Steinformationen wählen.

Landscape Arch:

Dieser Sandsteinbogen beeindruckt mit 92 Metern Spannweite. Es handelt sich hierbei um einen der weltweit größten Bögen, welcher an seiner dünnsten Stelle nur 300 Zentimeter dick ist.

Partition Arch:

Nur wenige 100 Meter hinter dem Landscape Sandsteinbogen besticht der Partition Arch mit einem atemberaubenden Panorama auf die Bergkette La Sal.

Delicate Arch:

Parkbesucher finden den Delicate Arch im Osten des Parks. Der bekannte Steinbogen kann innerhalb von einer Stunde zu Fuß erreicht werden.

Three Gossips:

Die markante Felsformation befindet sich auf der linken Straßenseite, hinter der Einfahrt zum Arches Nationalpark. Die Formation im Süden des Parks erhielt den Namen die drei Klatschbasen, da man auf der Spitze des Felsens drei Köpfe erkennen kann, welche in verschiedene Richtungen blicken.

Babel Tower:

Im südlichen Teil des Nationalparks gelegen, liegt der Babel Tower vis-a-vis der Felsformation Three Gosspis.

Sheep Rock:

Eindrucksvoll ist das Sandsteingebilde am Ende einer Felswand, welches einem Widder ähnelt.

Balanced Rock:

Ein Highlight stellt der balancierende Felsen auf einer Felsnadel dar. Der Balanced Rock kann auf einer rund 500 Meter langen Wanderung erkundet und umrundet werden.

Double Arch:

Eindrucksvoll ragen die zwei gigantische Bögen inmitten der Wüstenlandschaft empor.

Skyline Arch:

Am Ende der Parkstraße begeistert ein Sandsteinbogen mit einer riesigen Öffnung.

Double-O-Arch:

Diese Sandsteinformation erweckt mit den beiden übereinander liegenden Bögen Aufmerksamkeit.
Trainierte Parkbesucher können den Double-O-Arch auf einer mehrstündigen Wanderung erreichen. Der letzte Teil des Wanderweges führt über einen Felsgrat, der nicht gesichert ist.

Devils Garden:

Ein absolutes Muss stellt der Besuch des Devils Gardens dar. Kein anderes Gebiet wartet mit einer so hohen Konzentration an imposanten Sandsteinbögen auf. Wanderer können den Garten des Teufels auf einem rund zehn Kilometer langen Weg erreichen.

Wandern:

Wanderer kommen im Arches Nationalpark voll auf ihre Kosten. Von der Parkstraße aus zweigen zahlreiche Wege zu den Sandsteinbögen und Sandsteinformationen ab. Trainierte Wanderer können den Devils Garden erkunden und die südlichen Gebiete des Salt Valleys erforschen.
Unerfahrenen Wanderern und Familien werden die Hauptrouten empfohlen, während Wanderer mit gutem Orientierungssinn und ausgeprägtem Navigationssinn auch das Hinterland erforschen können. Im Hinterland gibt es keine ausgewiesenen Trails. Erkundungsfreudige müssen sich vor Antritt der Wanderung im Besucherzentrum anmelden. Wanderer können das Gebiet Fiery Furnace in Form einer geführten Wanderung entdecken. Sportlich Aktive, die das lohnenswerte Gebiet individuell erwandern möchten, benötigen eine Genehmigung.

Klettern:

Kletterer können im Arches Nationalpark außergewöhnliche Felsformationen erklimmen. Es ist jedoch verboten, auf offiziell verzeichnete Arches und Steinbrücken zu klettern.

Reiten:

In der nahegelegenen Stadt Moab können Reitexkursionen gebucht werden. Die Erkundung des Arches Nationalparks stellt hoch zu Ross ein unvergessliches Erlebnis dar. Freunde des Reitsports können sich im Besucherzentrum darüber informieren, wo die Pferde vermietet werden und welche Gebiete des Parks für Ausritte ideal sind.

Jeeping:

Zu den beliebtesten Aktivitäten zählt Jeeping. Besucher haben die Möglichkeit, die entlegensten Parkregionen mit einem geländetauglichen Jeep erkunden und jene Steingebilde bewundern, weche den meisten Parkbesuchern verwehrt bleiben. Jeeps können in der Stadt Moab entliehen werden. Vor der Entdeckungsfahrt ist ein Abstecher im Besucherzentrum empfehlenswert, da hier nicht nur topografische Karten, sondern auch detaillierte Beschreibungen der Routen erworben werden können.

Das Amphitheater auf dem Areal des Devils’s Garden Campingplatzes ist jeden Abend Schauplatz von interessanten Naturvorträgen.

Camping:

Innerhalb des Arches Nationalparks bietet der kleine Campingplatz Devil`s Garden die einzige Übernachtungsmöglichkeit. Der Campingplatz am Nordende der 35 Kilometer langen Parkstraße lockt Naturliebhaber mit 53 Einheiten, allerdings hält sich der Komfort in Grenzen. Naturliebhaber können hier rund ums Jahr campieren, jedoch ist fließend Wasser nur von März bis Oktober erhältlich. Es ist vor allem im Sommer ratsam, den Campingplatz vorzureservieren oder früh morgens anzureisen. Der Campingplatz wartet mit einem angegliederten Gruppenzeltplatz auf, welcher ausschließlich nach Vorreservierung benutzt werden kann.

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