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Beste Reisezeit Algerien / Klima Algerien

Es wird selten vorkommen, dass man mit Skiern bepackt nach Algerien reist. Aber man könnte es tun. Denn immerhin erstrecken sich im Norden des Landes die Ausläufer des Hohen Atlas, die mit Gipfelhöhen von weit über 2000 Metern, bis in den Frühling hinein Schnee bieten.

Auch einen Wellness-Urlaub verbindet man nicht unbedingt mit Algerien. Jedoch deuten die unzähligen Thermalbäder, die schon von den alten Römern genutzt wurden, auf eine Jahrhunderte alte Badekultur und -tradition hin. Einzig die Wüsten sind das Landschaftsbild, das der fremde Besucher in seiner Vorstellung sofort mit Algerien verbindet. Und auch dieses stimmt, denn 85 Prozent des Staatsgebietes Algeriens sind von Wüsten bedeckt.

Klimatische Einflüsse

Das Maghreb-Land im Nordwesten Afrikas, eines der größten Länder des Kontinentes, liegt im Einflussbereich des subtropischen Klimagürtels. Im Norden, entlang der 1200 Kilometer langen Mittelmeerküste, herrscht mediterranes Klima, mit durchschnittlich 25 Grad heißen Sommern. Die Winter, die mit 1000 Millimetern Niederschlag sehr feucht ausfallen können, erreichen im Schnitt nur 12 Grad. An diese Zone schließt sich mit den parallel zur Küste verlaufenden Gebirgen eine winterfeuchte Steppe an, die durch extreme Temperatur-Schwankungen zwischen Sommer und Winter und eine geringe Niederschlagsmenge gekennzeichnet ist.
Dieses Gebiet bildet die Wetterscheide zur angrenzenden, schier unendlich erscheinenden Wüstenfläche der Sahara. Hier, in der vegetationslosen Geröll,- Fels,- oder Sandwüste herrscht typisches Wüstenklima mit enormen Temperatur-Schwankungen zwischen Tag und Nacht, sowie Sommer und Winter. Zweistellige Minusgrade sind in den Winternächten keine Seltenheit. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es vom Norden Algeriens zum Süden hin immer heißer und trockener wird.

Algerien

Algerien ©iStockphoto/alessandro lippi

Von Wadis und Wüstenstürmen

Algerien verfügt dank seiner Lage im Wüstengürtel der Subtropen und seiner topographischen Gegebenheiten nur über einen einzigen, dauernd Wasser führenden Fluss. Alle anderen Flusstäler, die sogenannten Wadis, führen nur während der Schneeschmelze Wasser, das zu plötzlich hereinbrechenden Überschwemmungen führen kann.
Eine weitere Besonderheit ist der Schirokko, ein heißer Wind aus dem Süden, der riesige Mengen Sand und Staub zum Mittelmeer transportiert.
Die gelblich-grauen, feinen Ablagerungen dieses Sahara-Sturmes werden bisweilen sogar bis in unsere, weit nördlich gelegenen Regionen getragen.

Beste Reisezeit

Die einfache Faustregel lautet: Norden-Sommer, Süden-Winter. Allerdings hängt die jeweils beste Reisezeit von den Aktivitäten ab, die der Reisende plant. Badeurlaub an der Mittelmeerküste ergibt nur im Frühling oder Sommer einen Sinn, da die Winter zu kalt sind. Eine stete kühle Meeresbrise macht die Hitze an der Küste gut erträglich, während es im Häusermeer der Städte drückend heiß wird. Saharareisen ermöglichen den Touristen einen faszinieren Einblick in die einzigartige kulturelle Vielfalt und Jahrtausende alte Geschichte der Tuareg und führen in eine der atemberaubendsten Landschaften der Erde. Kameltrecking, Wanderexpeditionen, Jeep-Safaris oder Oasen-Rundreisen sollte man in den Winter legen. Am besten geeignet sind die Monate Oktober und November, sowie März und April. Dann vermeidet man die extremen Nachtfröste des Winters.
Wellness- und Kuraufenthalte sind in den zahlreichen Thermalbädern während des ganzen Jahres möglich und versprechen Linderung bei Rheuma, Haut,- Atemwegs,- und Stoffwechselerkrankungen. Auch Gebirgswanderungen und Klettertouren – beispielsweise auf den höchsten Berg Algeriens – kann man unternehmen. Im Norden am besten in den Sommermonaten, im Süden im Winter.

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