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Coney Island

Der New Yorker Vergnügungspark Coney Island hat wahrlich schon bessere Tage gesehen. Wer es sich Ende des 19. Jahrhunderts leisten konnte, unternahm Ausflüge auf die Halbinsel am südlichsten Ende des New Yorker Stadtteils Brooklyn, um sich dort in Fahrgeschäften und anderen Jahrmarktattraktionen zu amüsieren. 1884 entstand in Coney Island die allererste Achterbahn der Welt, und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts kamen immer neue Attraktionen hinzu.

Heute kann Coney Island selbstverständlich nicht mehr mithalten mit all den supermodernen Hightech-Vergnügungsparks, deren Einrichtungen immer größer, schneller und atemberaubender sein müssen, dafür besticht er aber mit nostalgischen Bildern aus früheren Zeiten. Statt Looping-Achterbahn laden hier etliche alte hölzerne Achterbahnen zu ächzenden Fahrten ein, so auch der berühmte „Cyclone“, der bereits 1927 in Betrieb genommen wurde und heute das Wahrzeichen von Coney Island darstellt.

Obwohl es in New York und Umgebung zahlreiche modernere Vergnügungsparks gibt, ist Coney Island auch heute noch eine der interessantesten Attraktionen in New York. Es diente oft schon als Filmkulisse, so auch das alte Riesenrad „Wonder Wheel“, das inzwischen genauso wie der „Cyclone“ unter Denkmalschutz steht. Es gibt auch mehrere Karusselle für Erwachsene wie für Kinder, eine kleine Cart-Bahn, ein Fun House, ein House of Horror und dergleichen mehr. Die uralten Werbe- und Hinweisschilder sind oft noch liebevoll von Hand gemalt. Diverse Spielhallen locken mit Glücks- und Geschicklichkeitsspielen und etliche Imbissstände und Lokale bieten Essen an. Angeblich sollen hier auch die „Hot Dogs“ erfunden worden sein, nämlich bei „Nathan’s“, der sie bereits seit 1916 verkauft. Souvenir-Shops dürfen natürlich auch nicht fehlen, denn schließlich finden sich in Coney Island auch jede Menge Touristen ein.

Der in die Jahre gekommene und teils etwas verblichene Park mit diversen Rostflecken hat seinen ganz eigenen Charme. Leider wurde die seit der Stilllegung 1982 vor sich hinrostende ehemalige Thunderbolt-Achterbahn im Jahr 2000 abgerissen, bis dahin hatte sie ein ganz besonders nostalgisches Bild abgegeben – von Gräsern und Kletterpflanzen überwuchert und dem Verfall preisgegeben.

Coney Island

Coney Island @iStockphoto/Christopher Steer

Wer keine Lust auf Riesenrad und Achterbahn hat, kann sich in Coney Island auch am auffallend sauberen gelblichen Sandstrand vergnügen, falls er ein freies Plätzchen findet. Der Strand erstreckt sich einige Kilometer lang vom südwestlichen Coney Island Beach bis hinauf zum Brighton Beach nordöstlich von Brooklyn. Coney Island liegt direkt am Atlantik – allerdings ist es anders, als der Name sagt, nicht wirklich eine Insel, sondern nur eine Halbinsel. Zwischen Strand und Vergnügungspark liegt die hölzerne Strandpromenade, der „Board Walk“, der bereits 1921 angelegt wurde. Außerdem gibt es in Coney Island auch ein interessantes Aquarium mit tropischen Fischen und anderen Meerestieren, Krabben-Streichelzoo, Seelöwen- und Delfinshows.

Die Subway-Fahrt von Manhattan hinaus nach Coney Island dauert ungefähr eine Stunde, ist aber auf jeden Fall ein interessanter und lohnender Ausflug.

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