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Sehenswürdigkeiten auf den Malediven

Was sind eigentlich die Sehenswürdigkeiten auf den Malediven? Die Malediven liegen südwestlich der Südspitze Indiens im Indischen Ozean. Sie bestehen aus mehreren Atollen und insgesamt 1.996 Inseln. 220 dieser Inseln werden ausschließlich von Einheimischen bewohnt und sind in der Regel für Touristen nicht zugänglich. 87 Inseln wurden für den Tourismus urbanisiert. Für Urlauber gehören die einzigartigen Riffe zu den schönsten Tauchgebieten der Welt.

Malediven

Malediven ©iStockphoto/Sonja Inselmann

Sehenswürdigkeiten auf den Malediven

Da die Malediven ein relativ konstantes tropisches Klima haben, kann der Urlaub über das ganze Jahr genossen werden. Selbst in der so genannten Regenzeit, in der der Süd-West-Monsun zwischen Juni und Juli teils heftige Regenfälle bringt, sinkt die Temperatur auch nachts nur selten unter 25°C. Es regnet meist eine viertel Stunde sturzbachartig und eine viertel Stunde später ist alles wieder trocken und von Regen nichts mehr zu sehen. Und das ist auch nicht an jedem Tag während der Regenzeit so, sondern meist nur alle 4 – 5 Tage. Wem das trotzdem zuviel ist, der sollte zwischen November und April, der klimatisch stabilsten Zeit, auf die Malediven reisen.

Land und Leute auf den Malediven kennen zu lernen, ist nicht so leicht. Auf den für Touristen reservierten Inseln arbeiten ausschließlich männliche Bedienstete. Nur in für Urlauber nicht zugänglichen Arbeitsstellen, wie Wäscherei, Küche oder Lager, arbeiten vereinzelt auch Frauen. Das liegt an dem muslimischen Glauben der Einwohner. Als weiblicher Tourist sollte man das respektieren und beispielsweise am Strand nicht oben ohne sein, was im Übrigen offiziell auch verboten ist. Die männlichen Mitarbeiter der Hotels sind sehr freundlich und hilfsbereit, allerdings gelingt es kaum, dort jemandem menschlich näher zu kommen. Die Bevölkerung ist arm, Industrie oder andere Arbeitsmöglichkeiten gibt es kaum, daher arbeiten die Männer notgedrungen auf den Urlauberinseln. Sie sind auch ohne Trinkgeld freundlich, mit einem kleinen Trinkgeld jedoch noch um vieles freundlicher.

Vielleicht hört sich das befremdlich an. Aber die Insulaner sind von Natur aus ein fröhliches Volk und kennen viele „Unarten“ unserer westlichen Welt nicht. In dem sie die Touristen nicht zu sehr an sich heran lassen, schützen sie sich und ihren Lebensraum. Urlauber sind Besucher dort, die gut behandelt werden, aber auch wieder fort gehen. Als Urlauber sollte man sich das vor Augen führen und wird sich dann sehr wohl fühlen können. Dass der Tourismus bereits einige Veränderungen herbeigeführt hat, erlebt man, wenn man die Hauptinsel Male besucht. Male ist gleichzeitig die Hauptstadt der Inseln. Eine alles überragende Moschee ist der kulturelle Mittelpunkt von Male.

Sie spiegelt Reichtum und Glanz wieder, der für die Gläubigen selbst nicht zu erreichen ist. Auffällig in Male ist die Farbenpracht an den Gebäuden und bei der Kleidung der Menschen. Trotz der Armut wirkt dadurch alles leichter. Die Frauen verbergen ihre Gesichter traditionell hinter Schleiern, während die Männer die Urlauber fast immer anlächeln. Überall gibt es Stände mit Obst und Gemüse, Fisch, Backprodukten und natürlich Souvenirs. Frisches Obst sollte man auf jeden Fall kaufen, es schmeckt himmlisch. Allerdings darf man sich nicht wundern, wenn der einheimische Käufer für das gleiche Obst wesentlich weniger bezahlen muss. Man hat sich auf die reichen westliche Touristen eingestellt, wobei das Obst trotzdem noch billiger ist als im deutschen Supermarkt. Werden Muschel- und Korallenprodukte wie Schmuck und Nippes angeboten, sollte man als Tourist die Finger davon lassen, denn die Ausfuhr dieser Souvenirs ist strengstens verboten und wird hart geahndet. Zwar versuchen die Verkäufer, in einigen Brocken Englisch oder Deutsch, davon zu überzeugen, dass ausgerechnet ihre Waren von diesen Verboten nicht betroffen sind, dem ist aber nicht so. Spätestens beim Abflug wird man eines Besseren belehrt.

Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für Muscheln und Korallen, die an den Stränden zu finden sind. Die weißen Korallenstrände, der Sand ist nichts anderes als durch Strömung fein geriebene Korallen, die mit ihren Palmen Urlaubsflair pur zaubern, verlocken nicht nur zum Sonnenbaden, sondern auch dazu, die fremdartigen Muscheln und Korallenstücke als Andenken mit zu nehmen. Die Korallenriffe und alles, was in ihnen lebt, stehen jedoch unter Artenschutz und da für Zöllner nicht ersichtlich ist, ob ein Korallenstück bei einem Tauchgang absichtlich abgebrochen, eine Muschel mit lebendem Inhalt mitgenommen oder tatsächlich am Strand gefunden wurde, gilt das Ausfuhrverbot generell. Man darf sich damit begnügen, beim Schnorcheln oder Tauchen diese schöne und friedliche Unterwasserwelt mit den Augen zu bewundern und mit Kameras einzufangen. Auf allen touristisch erschlossenen Inseln befinden sich Tauchbasen, von denen aus Fahrten mit Booten über die Riffkante hinaus unternommen werden, um sich die Welt hinter dem Riff anzusehen. Zwar ist auch das Schnorcheln innerhalb des Riffs bereits ein Erlebnis, hinter der Riffkante jedoch können auch Haie, Rochen, Moränen und viele andere Lebewesen beobachtet werden, die man höchstens aus Zoos oder Dokumentationen kennt. Die Leiter der Tauchbasen wissen in der Regel genau, wo sich diese Tiere zu welchen Tageszeiten aufhalten. Gewissenhafte Tauchleiter achten darauf, dass die Taucher zu ihrem Erlebnis kommen, die Tiere in ihrem Lebensraum dabei aber nicht gestört werden. Abends finden auf allen Inseln diese Tauchgänge ihren Abschluss bei Erzählungen, was tagsüber an einem vorbeigeschwommen ist. Unter Palmen, mit dem leisen Rauschen des Ozeans im Hintergrund und stimmungsvoller Beleuchtung kann auf Grund der angenehmen Temperaturen so ein abendliches Zusammentreffen auch die halbe oder ganze Nacht dauern. Zum Schlafen kehrt man dann in die, meist eher zweckmäßig als luxuriös eingerichteten, Bungalows zurück und mit viel Glück zählen ein bis zwei Geckos zu den Hauptbewohnern der Urlaubsunterkunft. Denn sie sorgen für eine Mosquito freie Nacht. Vielleicht verbringt man dann den nächsten Tag in einer Hängematte unter Palmen, lässt sich von einem der Roomboys eine frische Kokosnuss öffnen und träumt vom letzten Tauchgang oder lässt ganz einfach die Seele baumeln.

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