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Das sind die besten Skigebiete für Skiwandern

Skiwandern hat sich in Deutschland mittlerweile als Trendsportart etabliert und gilt als gesunder Ausdauersport, der eine willkommene Abwechslung zur Hektik des Alltags bietet. Die Skiwandertouren führen meist stunden- oder sogar tagelang durch herrliche Winterlandschaften in den verschiedensten Regionen. Die Sportart gilt als ideales Training für Muskeln und Kreislauf, schont die Gelenke und sorgt in der Stille der Natur für echte Entspannung. Es gibt sowohl in Deutschland als auch in den benachbarten Ländern Österreich und Schweiz zahlreiche Wintersportgebiete, die attraktive Touren für Skiwanderer zu bieten haben. Interessierte, die Skiwandern zuerst nur einmal ausprobieren möchten, können die erforderliche Ausrüstung sogar in den verschiedenen Skizentren ausleihen. Mittlerweile bieten zahlreiche Reiseveranstalter Skiwandertouren auch als organisierte Gruppenreise an.

Skiwandern

Skiwandern ©iStockphoto/rcaucino

Skiwandern in der Ursprungsregion Skandinavien

Das Skiwandern hat seinen Ursprung in Skandinavien, wo es der Fortbewegung im Schnee zu ganz alltäglichen Zwecken diente. Es blickt dort auf eine lange Tradition zurück, die mittlerweile immer mehr Skiurlauber in anderen Ländern begeistert. Wer ein echter Fan dieser Sportart ist, sollte sich einen Urlaub in den Ursprungsländern des Skiwanderns keinesfalls entgehen lassen, denn das Angebot für Skitouristen ist dort sehr vielfältig. So gelten die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Finnland mit ihren teilweise noch unberührten Naturlandschaften als echtes Paradies für Skiwanderer. Die Touren können je nach Bedarf individuell als gemütliche Familientouren, sportliche Herausforderungen oder mehrtägige Ausflüge in die Wildnis gestaltet werden. Besonders die norwegische Landschaft eignet sich mit ihrem ausgedehnten Netz markierter und präparierter Langlaufstrecken ideal für Skiwanderungen.

Schweden verfügt mit seinen herrlichen Nationalparks ebenfalls über attraktive Skiwandergebiete. Besonders beliebt ist der schwedische Nationalpark Fulufjället in der Provinz Dalarna, der zum Netzwerk der europäischen Wildnis-Schutzgebiete gehört. Dort kann man von Hütte zu Hütte wandern und dabei die herrliche Schneelandschaft genießen. Allzu extreme Steigungen erwarten den Skiwanderer im Nationalpark nicht, so dass die Touren gut zu bewältigen sind. Der kleine Ort Idre, ebenfalls inmitten der Provinz Dalarna gelegen, ist Ausgangspunkt für viele Touren. Die Landschaft der Region, die auch als „schwedische Schweiz“ bezeichnet wird, ist von Wäldern, Bergen und Seen geprägt. Auch hier, im schneesichersten Gebiet Schwedens, gibt es ein ausgedehntes Wegenetz für Skiwanderer. Der bekannte schwedische Fernwanderweg Kungsleden, der durch die schwedische Bergwelt entlang der norwegischen Grenze führt, ist im Sommer viel besucht und gilt während der Wintermonate als besonderer Tipp für alle, die die herrliche Landschaft auf Skiern erkunden möchten. Er führt von Sälen in der Provinz Dalarna durch landschaftlich sehr abwechslungsreiche Gebiete bis hoch nach Lappland.

Der finnische Teil Lapplands gehört ebenfalls zu den beliebtesten Skiwandergebieten Skandinaviens, denn auch hier führen die Wege durch Nationalparks mit einer noch intakten Natur. Ausgangspunkt für zahlreiche Touren ist beispielsweise der finnische Ort Rauhala im westlichen Lappland, am Rande des Nationalparks Pallas Ylläs gelegen und nur 200 Kilometer vom Polarkreis entfernt. Dort werden geführte Skiwandertouren von Hütte zu Hütte durch die wunderschöne Winterlandschaft angeboten. Die entspannende Ruhe der unberührten Natur kann man aber auch in der finnischen Region Kainuu unmittelbar an der Grenze zu Russland erleben. Mit etwas Glück entdeckt man hier sogar die Fährten von Bären und Wölfen.

Die besten Skigebiete in Deutschland

Skiwandern gilt mittlerweile auch in Deutschland als beliebte Freizeit-Sportart, die nicht nur den Körper fit hält und die Gelenke schont, sondern auch der Entspannung dient. So bietet die Thüringer Waldregion leichte Routen für Skiwanderer, denen sie nicht allzu viel abverlangen. Dazu gehört beispielsweise die Luftkur-Region Oberhof, die Skiwanderern neben der gesunden Winterluft auch bei klarem Wetter herrliche Ausblicke auf die Thüringer Waldregion und die Möglichkeit zur Rast in einer der gemütlichen Hütten bietet.

Das nördlichste Skigebiet in Deutschland ist der Harz, der ebenfalls durch seine einzigartige Natur beeindruckt und das Skiwandern zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Rund um den Nationalpark Harz gibt es gut ausgebaute Wanderrouten, die keine Wünsche offen lassen. Außerhalb des Nationalparks Harz befindet sich im niedersächsischen Naturpark Harz der Wurmberg, der Skiwanderern ebenfalls ein attraktives Gelände mit vielfältigen Routen bietet. Den höchsten Gipfel Niedersachsens erreicht man bequem mit der Seilbahn und von dort aus führt eine Verbindungsstrecke direkt in das vielfältige Netz präparierter Skiwanderstrecken. Vom Harzer Touristenort Torfhaus gelangt man über einen Wanderweg, der durch dichte Wälder und über schneebedeckte Hänge führt, hinauf zum Brocken, dem höchsten Berg in Norddeutschland. Vom Berggipfel aus wird der Skiwanderer mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt und kann dort in die Hexenklause einkehren, um sich von den Anstrengungen seiner Tour zu erholen oder im Brockenhaus die Ausstellung über den sagenumwobenen Berg besichtigen.
Zu den bekanntesten deutschen Skiwanderregionen gehört ebenso der Schwarzwald, der vor allem im Gebiet um den Feldberg zahlreiche Skiwanderwege aufweist, die regelmäßig instand gehalten werden. In manchen Fällen sind die Strecken sogar mit Flutlicht ausgestattet, so dass sie auch in der Dunkelheit befahrbar sind. Der 100 Kilometer lange Skiwanderweg im mittleren Schwarzwald, der vom Luftkurort und Wintersportzentrum Schonach zum Belchen, dem vierthöchsten Berg im Schwarzwald, führt, wird von Skitouristen vielseitig genutzt. So gilt er als echte Herausforderung für alpine Skiwanderer und bietet allen, die es lieber etwas ruhiger angehen lassen, Entspannung pur in einer herrlichen Landschaftskulisse. Die Route kann der Skiwanderer je nach Kondition in mehrere Etappen unterteilen und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn entlang der Strecke gibt es zahlreiche Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten.
Der bayerische Wald ist für viele Skitouristen ein beliebtes Urlaubsziel, denn auch dort laden verschneite Wälder zu erlebnisreichen Skiwandertouren ein. Vor allem die Allgäu-Region gilt mit einem ausgedehnten und gut ausgebauten Netz an Skipisten und Skiwanderrouten als schneesicherstes und größtes Skigebiet Bayerns. Besonders beliebt ist hier das Skigebiet Fellhorn Kanzelwand im Allgäu, das unmittelbar an der Grenze zu Österreich liegt und sich bis ins österreichische Kleinwalsertal erstreckt. Das Angebot für Winterurlauber reicht hier von anspruchsvollen Abfahrtsstrecken bis hin zu Langlauf- und Skiwanderwegen, die durch die beeindruckende Winterlandschaft führen. Das größte zusammenhängende Skigebiet Deutschlands ist Sudelfeld, eine wunderschöne Berglandschaft in der bayerischen Alpenregion. Hier werden nicht nur die Skiwanderungen für Erwachsene zum unvergesslichen Schneeabenteuer, sondern im Schneeleo-Kinderland des Skiparadieses kommen auch die Kleinen auf ihre Kosten. Hier lernen sie in einem abgegrenzten Areal auf spielerische Weise, die ersten Kurven auf Skiern zu meistern. Nur etwa eine Stunde Autofahrt von München entfernt befindet sich das Skigebiet Spitzingsee, das über traumhafte Pisten für Anfänger und Fortgeschrittene sowie über ideale Skiwanderrouten verfügt. Die deutsche Alpenregion gilt letztlich als eines der besten Skigebiete Deutschlands und lockt jedes Jahr neben unzähligen Skitouristen auch Skiwanderfreunde, die fernab vom Rummel der alpinen Skipisten die Einsamkeit der winterlichen Natur genießen möchten, an. Einige der schönsten Skiwanderwege findet man in der Nähe der Zugspitze, dem höchsten Berggipfel des Landes, der sich südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern befindet.

Skiwandern in den benachbarten Ländern

Auch die Nachbarländer Deutschlands bieten ein vielfältiges Netz an Skiwanderwegen. Als eines der besten Skiwandergebiete Mitteleuropas gilt das Oberengadin in den Schweizer Alpen mit seiner beeindruckenden Bergwelt und den tief verschneiten Wäldern. Auch dort gibt es einige präparierte Skiwanderstrecken mit Beleuchtung. Weitere empfehlenswerte Skisport-Regionen in Europa sind die Pyrenäen, Dolomiten, die Berglandschaften in Österreich wie beispielsweise die Stubaier Alpen, das Öztal oder Salzburgerland und die Appenzeller Alpen in der Schweiz.

Neben dem Hochtal um Engadin in der Schweiz gehört auch die österreichische Region Saalfeld zu den besten Skigebieten. Die Strecken sind perfekt präpariert und das Skigebiet verfügt sowohl über eine sehr gute Beschilderung als auch über zahlreiche Tafeln mit wichtigen Informationen zu den Strecken. Am Dachstein in Österreich befindet sich ein weiteres Skigebiet, das sich dank seines guten Wegenetzes bestens für Skiwanderungen eignet. Es verfügt über eine vielfältige Auswahl an Wanderwegen mit Einkehrmöglichkeiten für die kleine Rast zwischendurch.

Ein besonderes Highlight für alle Skiwander-Fans ist die Tiroler Region, die Teil des bekannten Naturparks Tiroler Lech ist. Das Tiroler Lechtal, das am westlichen Ende Tirols in Grenznähe zum Bundesland Vorarlberg und zum Allgäu in Deutschland liegt, verzaubert den Skiwanderer mit einer traumhaften Naturkulisse, die Heimat zahlreicher seltenen Pflanzen und Tierarten ist. Die eindrucksvollen Naturlandschaften des Parks laden mit ihren herrlichen Wanderstrecken zu ausgiebigen Erkundungstouren ein. Doch die Tiroler Region hat noch mehr zu bieten, denn dort befindet sich einer der besten Skitourenberge in den Ötztaler Alpen, der das Herz eines jeden Skiwanderers höher schlagen lässt. Es ist die Wildspitze, mit einer Höhe von 3.772 Metern der höchste Gipfel der Ötztaler Alpen, der über zahlreiche Skiwanderwege bequem zu erreichen ist. Neben einem beeindruckenden Panorama, das man auf dem Weg zum Gipfel genießen kann, gibt es unterwegs auch die Möglichkeit bei einer kleinen Brotzeit ein wenig auszuruhen und die Seele baumeln zu lassen.
Das Massiv des Monte Rosa in den Walliser Alpen, das mit seinen 4.634 Metern Höhe schon eine große Herausforderung für alle Gipfelstürmer darstellt, eignet sich nur für erfahrene und gut trainierte Skiwanderer. Ausgangspunkt für die Skiwandertour auf einen der Gipfel des Massivs ist die Gnifetti-Hütte in Italien.
Der Rosengarten, eine der bekanntesten Felsformationen in den Dolomiten, gilt ebenfalls als sehr beliebtes Skiwandergebiet. Die weithin bekannte Rosengartentour führt bis auf etwa 1.800 Höhenmeter und verlangt den Skiwanderern einiges an Erfahrung und vor allem eine gute Kondition ab. Dafür werden sie mit herrlichen Ausblicken auf die beeindruckende Dolomitenlandschaft belohnt.

Skiwandern in der Ferne

Wer die europäischen Skiwandergebiete schon weitgehend erschlossen hat und bereit ist, einen längeren Flug für ein unvergessliches Skiwander-Abenteuer in Kauf zu nehmen, kommt beispielsweise im kanadischen Ontario und Quebec auf seine Kosten. Dort führen die schönsten Skiwanderstrecken auch durch Nationalparks und Wildreservate. In der einzigartigen Wald- und Bergwelt der US-amerikanischen Rocky Mountains ist Skiwandern mittlerweile ebenfalls sehr beliebt.

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